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Rückkehrpläne: Berlusconi träumt vom Comeback
So einfach werden die Italiener Silvio Berlusconi nicht los: Wenige Wochen nach seinem Rücktritt arbeitet er bereits an seinem Comeback. Am liebsten würde der Medientycoon wieder Ministerpräsident. Plan B sieht seine Wahl zum Staatschef vor.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...804907,00.html
- #10 21.12.2011 09:22 von
- #11 21.12.2011 09:26 von
Berlusconi und seine Helfer bei der EZB werden es schon richten.
- #12 21.12.2011 09:30 von
Ich würde ja jetzt gern über Italien herziehen oder die Italiener zumindest bedauern, dass sie ihren Schmierenkomödianten einfach nicht loswerden. Aber da wir jetzt unseren eigenen korrupten Schnorrer im Präsidentenamt sitzen haben, muss ich mich wohl etwas zurückhalten ... wegen der Sache mit dem Glashaus.
Viele Grüße - #13 21.12.2011 09:40 von
- #14 21.12.2011 09:52 von
- #15 21.12.2011 09:57 von
- #16 21.12.2011 10:03 von
- #17 21.12.2011 10:04 von
Oh je!
Steinbrück ist doch von der ganzen Smalda der Harmloseste - aber eben auch SAUGUT. Den wollen die meisten Deutschen ja gar nicht los werden.
Soll ich dir mal aufzählen, wen die Teutonen WIRKLICH loswerden möchten - gewählt oder nicht?
Lassen wir´s besser, ich möchte dir nicht wirklich die Feiertagslaune verderben, du armer hast es schwer genug.
So long, Alter! - #18 21.12.2011 10:07 von
- #19 21.12.2011 10:30 von
Der Kerl ist einfach nur ekelerregend. Man muss sich allerdings einmal anschauen auf welchem Sumpf er überhaupt wachsen konnte. Die italienische Politik bietet reichlich Nährboden für derartige Giftpflanzen. Und auch wenn es hiervon reichlich wohltuende Ausnahmen gibt (z.B. Monti und Napolitano) sind diese doch oft nicht durchsetzungsfähig genug, um in dem erwähnten Sumpf des Politikbetriebes nicht zu versinken oder verzetteln sich hoffnungslos in ihrer eigenen Unorganisiertheit.
Berlusconi hatte beim italienischen Wahlvolk den Appeal eines Menschen, der etwas bewegt, der dem eingefahrenen und selbstgefälligen Politikbetrieb der Politikerkaste" etwas Neues entgegenzusetzen hatte. Aus diesem Grund hatten ihn viele Italiener gewählt und ihm auch über lange Jahre trotz aller Skandale die Treue gehalten. Dies auch weil die meisten innerhalb der Politikerkaste zur Verfügung stehenden Alternativen eher Ablehnung hervorriefen - Reaktion: die Wahl mehr "gegen" die anderen als "für" Berlusconi. Leider hat der Cavaliere die in ihn gesetzten Hoffnungen der Wähler bitter enttäuscht und - wie um dem ganzen die Spitze aufzusetzen - die italienische Politik auf eine Art und Weise der Lächerlichkeit preisgegeben, die ihresgleichen sucht. Dies sowohl aus Sicht des Auslandes als auch der Italiener selbst. Mit dem Unterschied, dass das Ausland – aus sicherer Distanz – das politische und private Treiben Berlusconis mitunter noch als kuriose Absurdität abtun konnte (dies hatte ein Ende als die inkompetente und erstarrte berlusconianische Haushaltspolitik begann, die EU zu gefährden). Die armen Italiener hingegen wurden Tag für Tag sehr direkt mit der Realität einer völlig verfahrenen politischen Situation - mit Berlusconi mehr in der Figur eines Harlekin als eines kompetenten Regierungschefs an der Spitze – konfrontiert und litten darunter. Diese nahezu unerträgliche Situation fand mit dem Rücktritt Berlusconis endlich ein Ende – deshalb die Freudenfeiern in ganz Italien.
Man kann nur hoffen, dass die vernunftbegabten Kräfte Italiens das Momentum, das die Krise, der Abtritt Berlusconis und die Ernennung Montis und seines Kabinetts erzeugt haben, dazu nutzen, den Sumpf der italienischen Politik trockenzulegen. Leider ist diese Hoffnung begrenzt. Die Partikularinteressen, die zur Lasten der Allgemeinheit einer Neustrukturierung des italienischen Politikbetriebes negativ entgegenstehen sind nicht zu unterschätzen. Hinzu kommt eine generelle Politikverdrossenheit, die bei vielen Italienern zu völliger politischer Apathie führt. Wenn jetzt zu lesen ist, dass auch Berlusconi so kurz nach seinem Rücktritt wieder Morgenluft zu wittern scheint ist dies ein Hinweis darauf, dass einige nie aus ihren Erfahrungen lernen bzw. aus ihrer Apathie erwachen. Es wird abzuwarten sein, ob die Erfahrungen der letzten Jahre bei den Italienern einen positiven Lernprozess ausgelöst haben, der sich auch in sichtbaren Resultaten abbildet. Denn letztenendes – und dies gilt natürlich auch für Italien – ist das Parlament, die Regierung und auch der gesamte Politikbetrieb nur ein Ergebnis des Verhaltens des Souveräns einer Demokratie. Des Volkes selbst.
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