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Rückkehr der Krise: Vier Szenarien für den Euro

REUTERSSpaniens Kreditwürdigkeit wurde herabgestuft, die Zinsen für italienische Staatsanleihen steigen, und immer mehr EU-Länder rebellieren gegen das deutsche Spardiktat: Die Euro-Krise ist mit Wucht zurückgekehrt. Wie geht es jetzt weiter? Eine neue Studie zeigt vier Szenarien.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830126,00.html
  1. #80

    Täglich grüßt das Murmeltier...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spaniens Kreditwürdigkeit wurde herabgestuft, die Zinsen für italienische Staatsanleihen steigen, und immer mehr EU-Länder rebellieren gegen das deutsche Spardiktat: Die Euro-Krise ist mit Wucht zurückgekehrt. Wie geht es jetzt weiter? Eine neue Studie zeigt vier Szenarien.

    Rückkehr der Krise: Vier Szenarien für den Euro - SPIEGEL ONLINE
    ...und wieder ein substanzloser Artikel ohne jeglichen Neuigkeitswert. Was im Ergebnis bedeutet: Man hätte sich diese Worte sparen können. Erstens: Die Krise war nie vorbei - daher kann sie auch nicht zurückkehren. Zweitens: Die Zinsen für Spanien und vor allem Italien standen schon weitaus schlechter. Vor der Euroeinführung bezahlte Italien Zinsen nahe oder über 10 Prozent. Drittens: Alle Wirtschaftsforscher haben zuletzt ihre Prognosen für den Euroraum und die Weltwirtschaft angehoben. Viertens: Auch der Devisenkurs lässt nicht auf eine Entwicklung schließen, die der Artikel suggeriert. Wobei wir bei fünftens und wieder beim Anfang wären. Diesen Artikel hätten Sie sich besser gespart.
  2. #81

    Ach ist das schön...

    dass jetzt auf einmal die Mehrheit diesen Euro-Wahnsinn und das grundlegende Zinseszins-Problem bejammert!
    Noch vor kurzen wurden ich und Andere - die seit ca. 8-10 Jahren davor warnten), als Untergangspropheten und Verschwörungstheoretiker verunglimpft.
    Jetzt haben wir ihn, den Salat! Und mit jedem Tag des Zögerns werden die Folgen schlimmer... Eure Kohle ist weg, Leute! Wer Geldvermögen oder Schulden hat, ist im Ar...!
    Nur die Cleveren mit international gestreuten Sachwerten werden profitieren. So kommt noch mehr Vermögen von den zitternden in die starken Hände (A. Kostolany).

    Glaubt nur weiter an Mutti Merkel ("..das -Sparer-Geld ist sicher!")
  3. #82

    titel

    unsere unfähigen Politiker werden sich für die Eurobonds entscheiden und damit werden unsere Rentengelder dazu benutzt, für die Schulden anderer "dolceVita" Staaten aufzukommen...

    hier wird die Arbeitsleistung von 3 Generationen verheizt und veruntreut und das allerschlimmste ist, dass auch das nichts nützen wird... selbst damit bekommt man nur einen Aufschub des Kollaaps dieses Systems um vielleicht 10 Jahre...
    aber dann ist alles weg was wir uns an Rücklagen erarbeitet haben und wir stehen gleich arm da, wie Staaten die bis dahin nur von Schafskäse und Olivenpflücken gelebt haben...
    wie kann man unser Land und unser Volk nur so verraten?
  4. #83

    Offenbar sind sich doch alle einig, dass Deutschland das größte Problem bei der Bewältigung der Euro-Krise ist.
    Die vernünftigste Lösung ist also eine Währungsreform in Deutschland. Nach Rückkehr Deutschlands zur D-Mark können die übrigen Staaten der Euro-Zone sofort Euro-Bonds einführen, die Zentralbank kann rund um die Uhr Banknoten drucken und Staatsanleihen von Pleitestaaten aufkaufen.
    Und wir freuen uns über eine Halbierung der Kosten für Benzin/Energie und der sonstigen importierten Konsumgüter.
    Den Banken, die bei dieser Lösung Pleite gehen, weine ich nicht eine einzige Träne nach.
  5. #84

    Variante 5: Tilgung statt Zinsen

    Mittels einer indirekten Notenbankfinazierung der Staaten könnte das bisher für Zinszahlung verwendete Geld in die Tilgung umgelenkt werden.
    Dies geht so:
    1. Nach Vorbild der KfW wird eine Europäische Kreditbank (EBK) gegründet, die genau wie alle Geschäftsbanken billige Notenbank-Kredite bei der EZB aufnehmen kann.
    2. Die EBK erwirbt Staatsanleihen (insbesondere der Krisenstaaten), die bisherigen Zinsen werden in einen Mischkupon umgewandelt.
    3. Aus dem Mischkupon behält die EBK nur den Teil, den sie an die EZB zur Refinanzierung abführen muß und einen angemessenen Verwaltungskostenbeitrag, der Rest geht zwecks Schuldentilgung an die Gläubiger zurück (Aufkauf und Anullierung von Anleihen).
    4. Die Geschäftsbanken und Privatanleger sind außen vor und können keine Anleihen der Risikostaaten mit hohen Zinsen mehr erwerben.
  6. #85

    ...das es keinen einfachen Ausweg aus der Krise gibt, dass vermeintliche "Wunder" nicht möglich sind. Dass wir überschuldet sind ist auch durch noch so intelligente Tricks nicht wegzumanipulieren, da werden wir Schulden abbauen müssen. Und dass die Entscheidungs- und Koordinierungsverfahren in der EU den existierenden Abhängigkeiten nicht gerecht werden, dürfte nun auch der letzte erkannt haben - da wird man nachjustieren müssen, um Handlungsfähigkeit zurück zu gewinnen. (Ob man das dann Wirtschaftsregierung nennt oder irgendwie anders, ist nachrangig).
  7. #86

    Zitat von gothograecus Beitrag anzeigen
    Sie halten die Reparationszahlungen für die Zerstörung Europas also für Abzocke? Übrigens hat Deutschland gerade für den sehr viel schlimmeren II. WK längst nicht gezahlt, was seinen Opfern zustünde (selbst die damaligen Zwangskredite sind teilweise noch fällig). Also bitte etwas bescheidener.

    (Generell kann einem Angst und Bange werden, wenn man die Kommentare hier so liest: reitet ein Volk da wieder einmal das hohe Ross? Mein Rat: Deutschland raus aus EWU und EU, aber dann bitte auch die Konsequenzen für diese Dummheit tragen, ohen gleich wieder über die Klügeren herzufallen - Europa verkraftet es bestimmt.)
    Wohl Grieche, oder was? Es reicht doch, wenn die "Klügeren" endlich zu dem Entschluß kommen, ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen.
  8. #87

    Ich bin der Meinung: Das Beste wäre wenn der EUR schnell zerbricht, auch wenn es für viele sehr schlimm wäre. Sozialsysteme werden zusammenbrechen, Leid und Elend usw. in etwa wie nach einem Krieg. Früher waren es Kriege, heute sind es Finanzkrisen die Wirkung ist dieselbe.
    Jeder Mensch der etwas denken kann weiß doch genau, dass dieses Szenario nur herausgeschoben ist. Umso schneller je es so kommt umso besser für alle. Je länger dieser Zerfall aufgehalten wird, umso schlimmer wird es uns dann treffen.
  9. #88

    Zitat von zins-bürger Beitrag anzeigen
    Mit oder ohne Arbeit:
    Jedes System, das mit Zins und Zinseszins arbeitet (auf Geld und privatem Grund & Boden), ist zum Scheitern verurteilt, spaltet in wenige Superreiche und Massenarmut, führt zum Aufruhr, Bürgerkrieg, Krieg und Untergang der Zivilisation und Kultur.
    Also beste Aussichten für uns alle.
    Grundsätzlich haben Sie recht, ein zinsbasiertes Geldsytem hat per se eine jeweils endliche Laufzeit, d.h. nach einer gewissen Zeit muss zwangläufig ein Reset eintreten, allerdings sind Ihre Szenarien von Krieg und Untergang der Zivilisation wohl übertrieben...das zeigt auch die Historie.... Arme und Reiche überstehen sowas meistens mit dem gleichen Attribut...

    Eigentlich wollte ich hier einige sinnvolle Bemerkungen zu dem durchaus komplexen Thema beitragen....angesichts des bisher gelesenen verzichte ich darauf....zu emotional und zu wenig sachkundig....

    Gruß Wolfgang
  10. #89

    Szenario 5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine neue Studie zeigt vier Szenarien.
    Szenario 5 wurde vergessen: Das "Sommerloch".

    Sterbender Luxus der Vergangenheit, aber zur Zeit noch der attraktivste Zeitpunkt für ne mindestens mittelprächtige Sauerei, die finanzpolitische Druckmittel im sommerlichen Quartal so gerne auf uns abschweinen.

    "Denkt daran, Zeit ist Geld.", schrieb der olle B.Franklin schon 1748 eine urlaubsfeindliche, antike Weisheit nieder.

    Aus so einem Sommerloch kann man viel Kapital schlagen. Wenn man den Vorteil hat, sehr gut zu wissen, welche und wessen Kommunikationswege während der Ferienzeit Änderungen unterliegen.

    Ganze Ministerien von Parteifreunden besetzt und klientelkollektiv benutzt.

    Schlaue Leute nutzen Szenario 5. Leider. Und keiner kann sie davon abhalten.


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