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Rückkehr der Krise: Vier Szenarien für den Euro

REUTERSSpaniens Kreditwürdigkeit wurde herabgestuft, die Zinsen für italienische Staatsanleihen steigen, und immer mehr EU-Länder rebellieren gegen das deutsche Spardiktat: Die Euro-Krise ist mit Wucht zurückgekehrt. Wie geht es jetzt weiter? Eine neue Studie zeigt vier Szenarien.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830126,00.html
  1. #10

    ... sind vielleicht das Mittel der Wahl, sowohl in Italien, als auch in Frankreich und Spanien ist der private Reichtum immens. Also könnte gesetzlich geregelt werden, dass Menschen ab einem bestimmten Einkommen Zwangsanleihen mit einem festgesetzten Zinssatz zeichnen müssen. Derartige Verfahren sind in Kriegszeiten nicht unüblich und die jetzige Situation innerhalb der EU ist fast so ernst, wie ein Kriegsfall ...
  2. #11

    Ich denke, unsere Politiker haben den Mut, zuzugeben, dass der Euro eine falsche Weichenstellung war, die korrigiert werden muss.
  3. #12

    Ich sehe auch 4 Szenarien

    Hallo,
    Ich sehe nur Szenarien der Form (beliebig erweiterbar).
    1. Der Euro bleibt und wir zahlen
    2. Der Euro bleibt und wir zahlen immer mehr
    3. Der Euro bleibt und wir und unsere Kinder zahlen
    4. Der Euro bleibt und auch noch unsere Enkel müssen zahlen, zahlen,...

    (Siehe der unendliche Soli)

    Das Dumme ist nur, wir zahlen ja nicht, um dem verarmten Griechen zu helfen oder der spanischen Rentnerin, sondern um u.a. die Deutsche Bank gegen Verluste zu schützen, Boni für Bankenmanager zu sichern und Vermögen und Schwarzgeldkonten der wohlhabenden Europäer zu vermehren.

    Kioto
  4. #13

    ...

    Zitat von Ron777 Beitrag anzeigen
    Drei der vier Szenarien werden in einer Katastrophe enden. Wir sind leider am Ende eines steinigen Irrweges angelangt. Der Euro ist mausetot und das ist auch gut so für Deutschlands Zukunft. Auch die EU muss grundüberholt werden. Die Briten haben im Kern Recht: Wir brauchen einen Wirtschaftsverbund, eine EWE, aber keinen Zentralstaat kommunistischer Prägung.
    Wenn schon dann bitte "faschistischer" Prägung - der Kapitalismus hat da ja auch bestens funktioniert. Auf dem Weg zur Demokratie für Eliten sind wir ja schon ein schönes Stück vorangekommen.
    Den Rest wird uns Angela sicher auch noch "führen".
  5. #14

    Eine Gemeinschaftswährung für Staaten mit extrem unterschiedlicher Wirtschaftskraft - dieses einzuführen ist geradezu kriminell.
  6. #15

    2008 haben die Staaten (alleine Deutschland mit 500 Milliarden) die Banken (= Vermoegen der Reichen) gerettet. Nun sind diese in der Pflicht, die Staaten zu retten, notfalls zwangsweise per Lastenausgleich. Die Staatsschulden auch in Italien machen gerade mal ca. 25% der Riesen-Vermoegen der Reichen aus. Zur Kassen bitten - als Ausgleich fuer die 2008 Rettung.
  7. #16

    Zitat von anderton Beitrag anzeigen
    Komme mir vor wie ein Zeitreisender! Das selbe habe ich vor einem Jahr an gleicher stelle auch schon gelesen! Meine Meinung: Der Euro muss weg!
    ist euch eigentlich klar das selbst Zeitarbeitsfirmen in massen Pleite
    gehen würden weil es keine Arbeit mehr gibt wenn der Euro
    zerfällt?

    Später Heist es im Spon Titel:" Bricht unser Sozialstaat zusammen"
  8. #17

    ...na dann orakel ich mal über diese 4 "Lösungen" und versuche mich dabei von meinen Emotionen nicht überwältigen zu lassen

    Variante 1
    hahahahaahahahahahahahahaha *Träne wegwisch* hahahahahahaha Schulen in den Griff bekommen "Hahahaahahaha" *oh Sorry*

    Variante 2
    Natürlich und wo ist das eine Lösung ? Spätestens wenn die Bonität für Europa nichtmehr auf alle Staaten verteilt reicht sind wir wieder da wo wir jetzt sind, die Wahrscheinlichkeit das Deutschland, Finnland und Niederlande den Rest des Euroraums mit Bonität versorgen ist ja keine Lösung, die anderen "Misstände" wie Schuldenumverteilung und Konsoldiierungsanstrengungsumverteilung wollen iwr garnicht erst anfangen

    Variante 3
    Na klar, die EU schafft es nicht Handytarife über die Grenzen hinaus zu schaffen (Roaming) bzw die Staaten in der Energieversorgung unter einen Hut zu bringen, aber dann will sie es in absehbarer Zeit auf ne Wirtschaftsregierung hinauslaufen lassen....natürlich kein Problem Oo.

    Variante 4
    Ob man den Euro hält oder zerbrechen lässt sind beides mittlerweile teure Lösungen von daher ist es eigentlich so das man lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende haben sollte. Die Eurokriese jährt sich jetzt zum fast 4x und man muss somit sagen das man den Finanzbedarf der Kriese nichtmal im Ansatz abschätzen kann, dann lieber aufhören und wissen das das Ende folgt.

    Als Euroskeptiker bin ich nicht traurig über die AuflösungsIdee weis nur das zumindest in D-land keine Partei das will, von daher gehe ich davon aus das die EU bzw der Euroraum so durchgeboxt wird, egal wie, egal wie sinnvoll es ist.
  9. #18

    Was ich beruhigend finde ...

    Zitat von anderton Beitrag anzeigen
    Komme mir vor wie ein Zeitreisender! Das selbe habe ich vor einem Jahr an gleicher stelle auch schon gelesen! Meine Meinung: Der Euro muss weg!

    ...ist, dass Leute mit Ihrer Meinung aussterben.

    Die jungen Leute wachsen mit dem Euro auf und kennen es nicht anders. Und die intelligenten Leute habe ja verstanden, dass der Euro ein Schritt in Richtung miteinander ist.
  10. #19

    Gemeinsame Wirtschaftspolitik: wozu?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise ist mit Wucht zurückgekehrt. Wie geht es jetzt weiter? Eine neue Studie zeigt vier Szenarien.
    Der Artikel zitiert die Möglichkeit einer Gemeinsamen Wirtschaftspolitik als eines der Lösungsszenarien der Eurokrise. Die Frage aber ist: was soll die Gemeinsame Wirtschaftspolitik bewirken?

    Denn sie kann entweder
    a) die Südländer durch ein Niedriglohndiktat wettbewerbsfähiger machen (was ein Euro-Austritt mit anschließender Abwertung billiger hinkriegen würde) - aber das wird auch eine Gemeinsame Wirtschaftspolitik wegen politischer Widerstände nicht durchsetzen können,
    oder
    b) sie kann europäisches Steuergeld gezielt in den Krisenstaaten ausgeben - dann hätten wir die Transferunion in anderer Weise, gegen die sich die Nordländer bisher gesträubt haben - und dies allein wird die Krise auch nicht lösen, weil es die Wettbewerbsdifferenzen nicht (in vernünftiger Zeit) beseitigt,
    oder
    c) sie kann die Schuldenkrise inflationär lösen: das würde erstens die Schuldenquote und zweitens die Reallöhne senken (und bei Lohnerhöhungen in den Überschussländern die Lohnrelationen verbessern), und die deutschen (und alle anderen) Euro-Geldbesitzer genauso für die Krisenländer zahlen lassen, wie eine Inflation ohne Gemeinsame Wirtschaftspolitik.

    In diesem meinem pessimistischen Szenario ist eine Gemeinsame Wirtschaftspolitik nicht in der Lage, substanziell viel besser zu handeln als es jetzt ohne getan wird. Der Grundkonflikt ist: die Krisenländer brauchen eine Inflation oder Währungsabwertung, die Überschussländer und deren Mittelklasse brauchen sie nicht. Wie soll das innerhalb einer Währung zu bewerkstelligen sein?








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