Im Streit um Euro-Bonds erhält Deutschland Rückendeckung aus Frankreich: Präsident Nicolas Sarkozy hält wie Kanzlerin Angela Merkel nichts von gemeinsamen Anleihen. "Es gibt keinen Anlass, über neue Vorschläge zu reden."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...733798,00.html
ach. Merkel handelt auf eine uneuropäische Art.
Europäisch handeln bedeutet für die Abzocker wohl, deutsche Kanzler sind blöde Scheckbuchkanzler. Wenn die Kohle nicht schnell genug rübergeschoben wird, ist das "uneuropäisch".
Der Vorwurf Junckers, Merkel zahle nicht widerstandslos und ist deshalb "uneuropäisch", zeigt deutlich, was von Deutschland in Brüssel erwartet wird. Auf solche "europäischen Werte" können wir verzichten.
Die Slowaken haben den Brüsseler Geisterfahrer bereits den Vogel gezeigt und gesagt, die zahlen nicht für die Schulden anderer Staaten.
was Junckers jetzt zur französischen Haltung sagen wird.
Ist das jetzt auch "uneuropäisch" oder wie?
Die geforderten EURO-Bonds stellen in noch größeren Maßstab die gleiche Problem-Verschleierung dar, wie die in der Bankenkrise gebündelten Risiken der Subprime-Kredite für amerikanische Imobilien.
Nur dass bei einem Platzen dieser Blase niemand mehr helfen kann...
Alles läuft unweigerlich auf eine große europaweite oder gar weltweite Währungsreform hinaus.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann unsere Vermögen abgewertet oder enteignet werden.
janmann 23 hat Recht. Die EU ist bereits eine Transferunion. Deutschland zahlt seit Jahren durchschnittlich etwa 10 Milliarden Euro netto pro Jahr nach Brüssel. In 10 Jahren macht das schöne 100 Milliarden Euro. Wenn nun Juncker und andere die Eurozone direkt oder indirekt zu einer Transferunion ausbauen wollen, so wäre das eine zweite europäische Transferunion, zusätzlich zur „normalen“ EU.
Ein Irrsinn war es, dass im letzten Jahrzehnt, den sogenannten Nullerjahren, Deutschland trotz lahmer Konjunktur EU-Nettozahler blieb und Irland trotz überhitzter Konjunktur EU-Nettoempfänger war. Man hat also Geld aus einer stagnierenden Wirtschaft herausgezogen und in eine boomende Wirtschaft hineingepumpt. Was daran – aus Sicht der Brüsseler Eurokraten – gut sein sollte, habe ich nie verstanden.
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Das Schlimme an dieser Eu ist, daß nicht an einem Strang gezogen wird, sondern jeder sein Ding macht und seine Vorteile sucht. Frankreichs demonstrativ zur Schau gestellte Großzügigkeit soll doch auch nur die Stärke der eigenen Wirtschaft (und Banken) demonstrieren und bettelt danach, in Sachen Staatsanleihen ähnlich bevorzugt behandelt zu werden, wie Deutschland.
rabenkrähe
Geändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....