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RTL-Reportage über Gaddafis Frauen: "Er war dreckig, er war gewalttätig"

RTLEin kleines Zeichen genügte, und junge Frauen wurden ihm zum Missbrauch zugeführt: In "Das geheime Doppelleben des Diktators" versucht RTL-Frau Antonia Rados, Libyens Ex-Herrscher Gaddafi systematische Vergewaltigung nachzuweisen - und verfällt dabei in gefährlichen Voyeurismus.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,825077,00.html
  1. #50

    Ich finde es richtig, dass der Spiegel solch zweifelhafte journalistische Methoden aufzeigt und anprangert. ABER:
    Wie an anderer Stelle aber auch schon gesagt, haben es die Frauen in keinem anderen arabischen Land so gut gehabt, wie in Libyen. Das unter der Überschrift „Inszenierung“ abzutun und als Indiz für einen „Triebtäter“ darzustellen, ist keinesfalls besser! Natürlich war er ein Despot, aber den meisten Leuten ging es ziemlich gut. Keine einseitige plakative Darstellung wird Gaddafi gerecht. Kann ein Despot nicht auch gute Seiten haben?
    Er wurde letztendlich gestürzt, weil er seinen Stamm bevorzugt hat und dazu die große Anzahl der Jugendlichen keine Perspektive hatte.
    Libyen ist ein vielschichtiges Land mit einer starken Stammeskultur. Gaddafi hat das Land stabilisiert und zusammengehalten. Ich bin der Überzeugung, dass auf Libyen eine ähnliche Entwicklung zukommt, wie auf das ehemalige Jugoslawien, und das es in fünf Jahren den meisten Menschen schlechter geht, als vor fünf Jahren!
  2. #51

    Nur über Tote

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Zwei Araber, die zwar schon sehr lange in Deutschland leben, aber regelmäßig in das nahe Umfeld des saudischen Königshauses gelangen – aus Gründen, die hier keine Rolle spielen – erzählten mir immer wieder von den Zuständen dort, allerdings ziemlich vage – vielleicht kolportierten sie nur in Riad umlaufende Gerüchte, allerdings hatte ich nicht diesen Eindruck. Gerüchte werden durch die Weitergabe aufgebauscht, so dass ich sie hier nicht wiedergebe. Doch an jedem Gerücht ist erfahrungsgemäß ein Körnchen Wahrheit, was mich zu der berechtigten Spekulation veranlasst, dass Gaddafis vermutete Praktiken in Bezug auf Frauen auch in anderen Teilen der arabischen Welt vorzufinden sind, und nach dem, was ich so hörte, bedarf es einer ausgeprägten Phantasie, um sich vorzustellen, auf welch eine fast mittelalterliche Art und Weise die saudischen Edlen ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen, nämlich nach dem Motto: Alles geht, wenn es nur keiner erfährt.
    Falls aber Frau Rados nur über Verstorbene dokumentieren will, warum macht sie nicht eine ähnliche "Dokumentation" über Kennedy. Da geistern doch in letzter Zeit ähnliche Berichte oder Gerüchte zur Verbindung von Macht und Sex durch die Medien. Und wie sich Macht in westlichen Gesellschaftssystemem diesbezüglich auswirkt, ist doch auch viel interessanter, weil näher und nachvollziehbarer.

    Wie bereits ein anderer Forist ähnlich schreibt, seit Lybien ist Frau Rados für mich verbrannt.
  3. #52

    Gaddafi, und immer wieder diese Vorwürfe

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein kleines Zeichen genügte, und junge Frauen wurden ihm zum Missbrauch zugeführt: In "Das geheime Doppelleben des Diktators" versucht RTL-Frau Antonia Rados, Libyens Ex-Herrscher Gaddafi systematische Vergewaltigung nachzuweisen - und verfällt dabei in gefährlichen Voyeurismus.

    Gaddafi-Reportage auf RTL: "Er war dreckig, er war gewalttätig" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Ist es denn nicht viel bestürzender wenn man die Fotos sieht, auf denen der ehrenwerte Herr Gadaffi zu sehen ist wie er irgendeinen wichtigen Politiker aus Europa busselt und abknutscht? Da kann man sich doch vorstellen, dass da viel mehr gewesen ist. So ist es wirklich gut, dass er jetzt mausetot ist und unsere deutschen Politiker nicht mehr der Gefahr ausgesetzt sind, von ihm vergewaltigt zu werden.

    Das Hurenpack aus Europa, welches sich bei ihm die Klinke in die Hand gegeben hat, würde ich mit dem glühendem Eisen kitzeln. Solange das lybische Volk sich unterdrücken hat lassen, wusste keiner von denen was los ist. Das können die mir nicht erzählen. Man sollte den einen oder anderen genauso entsorgen wie Gadaffi.
  4. #53

    Und

    Zitat von Sapientia Beitrag anzeigen
    Jeder weiß, daß Gaddafi ein Despot war, der letztlich vor nichts zurückschreckte und unter bürgerlichen Lebensbedingungen eher in einer geschlossenen Anstalt verbracht hätte.

    Wie kann man nur so infantil sein anzunehmen, daß dieser Mann seine sexuellen Bedürfnisse "normal" befriedigt haben könnte.

    Daher halte ich diese Betrachtungsweise der Rados, womöglich unter dem Schutzgewand: Rechte der Frauen, für eine reine Effekthascherei, um sich in Erinnerung zu bringen, lächerlich.

    Lächerlich auch daher, weil sich für das Wohlergehen der betroffenen Frauen eh niemand kümmert.

    Von einem Despoten des Kalibers Gaddafi hingegen war doch nichts anderes zu erwarten.
    wie kann man nur so naiv sein völlig auszublenden, was man sich in westlichen Gesellschaften alles kaufen kann.
    Ob das dann gegenüber den Sexualpartnern im einzelnen immer fairer ist, wäre die Frage.
  5. #54

    der gute Gadaffi

    Zitat von driftwood1973 Beitrag anzeigen
    Was vor allem dreckig und gewalttätig war, war die Art und Weise , wie er von dem barbarischen Mob in aller Öffentlichkeit gequält und hingerichtet wurde.( siehe youtube)

    Eine tolle Demokratiebewegung, die ihm nicht einmal ein anständiges Gerichtsverfahren eingesteht.

    Und verglichen zu dem was auf Lybien jetzt zukommt, wird man sich als Frau und andere Minderheit diesen Gaddhafi wieder zurücksehen, das kann ich Ihnen jetzt schon garantieren.
    Sie vergessen zu erwähnen, dass nahezu ganz Europa blind war oder einfach weggesehen hatte, bei den Verbrechen die er begangen hatte. Sogar unsere besten Freunde, die USA, hatten gute Geschäfte mit ihm gemacht. Foltern und Totmachen, das konnte er gut. Sein Ende ist beklagenswert aber nicht unverdient.
  6. #55

    Zitat von kjartan75 Beitrag anzeigen
    Man könnte meinen, Sie wollen ihn posthum zum Friedensnobelpreis vorschlagen...naja, Sie können ja einen Versuch wagen und dem Kommittee diesen Vorschlag unterbreiten.
    Genau. Entweder oder. Mehr gibts nich.
  7. #56

    Geschäfte mit Gadaffi ???

    Zitat von grana Beitrag anzeigen
    versucht jetzt die RTL-Frau ihre Geschäfte damit zu machen, mehr nicht. Mit Libyen konnte man gute und faire Geschäfte machen. Die neuen Machthaber sind dagegen richtige Verbrecher.
    Da wird bestimmt in einigen Jahren ein Gaddafikult entstehen.
    Der Libyenkrieg war ein Krieg gegen den EURO und die freie Entscheidungen der Libyer. Dann wurden Verbrecher bezahlt das zu ändern.
    Das größte Übel ist und war es, dass sich die Leute, die gute Geschäfte mit sochen Despoten gemacht haben, nicht im gerngsten zu schämen scheinen. Da sage ich nur: "Pfui, pfui, pfui."
  8. #57

    der böse Gadaffi

    Zitat von schwarzes_lamm Beitrag anzeigen
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, man versucht im Nachhinein Gaddafi alles Mögliche nachzuweisen, um nachträglich einen Grund für das Engagement für seinen Sturz und der inszenierten "Turnschuhrevolution" zu liefern - klappen will es anscheinend nicht richtig.
    Er hatte keine Massenvernichtungswaffen, die für Despoten üblichen Massenhinrichtungen und Internierungslager konnten nicht nachgewiesen werden, Gaddafi beendete als Erster überhaupt und friedlich (!) die über Jahrhunderte andauernden Konflikte der verschiedenen Beduinenstämme im Grenzgebiet zwischen Libyen und dem Tschad, er hielt den radikalen Islamismus im Zaum. In Libyen herrschte Religionsfreiheit und ein für afrikanische Verhältnisse hoher Lebensstandard.
    Irgendwas muss doch zu finden sein.
    Und zudem war er ein willkommener Mitarbeiter, um uns diese lästigen, hungrigen Menschen vom Leib äh vom Land zu halten.
    Dafür wird ihm doch sicherlich noch heute in so mancher EU-Regierung gedankt und gedacht.
  9. #58

    Zitat von pzf85jj Beitrag anzeigen
    Es ist doch ein offenes Geheimnis, dass der gegenwärtige KSA-Monarch ein begeisterter Anhänger des "39.000-Foot-Clubs" war. Dank Privatflugzeug ohne jegliche Einschränkungen. Darüber - und über anderes - wird auch in KSA hinter vorgehaltener Hand gesprochen; aber wie!
    Sie meinen wahrscheinlich den 39,000-FEET-club, oder ?
    Ein Begriff übrigens mit dem die meisten Forum-Leser wahrscheinlich eher wenig anfangen können.

    Anyway , die lybische "Revolution" war nichts weiter als blutige Machtübernahme, da einige Clans aus dem Osten Lybiens auch endlich mal an die Futtertröge der Ölmilliarden heranwollten. Sie waren der Meinung, dass sie vorher zu kurz gekommen waren und wollten auch endlich richtig reich sein - richtig wohlhabend waren sie ja bereits vorher.
    Wie bereits erwähnt erging es den meisten einheimischen Lybiern unter Gaddafi nicht schlecht und dass so ein Monarch auch viele Gespielinnen hat, well , so richtig ungewöhnlich ist das nicht.
    (die Situation der nicht-lybischen Einwanderer und insbesondere der schwarzafrikanischen Hungerflüchtige im Süden ist dabei noch mal ein anderes Thema)

    Allerdings hatten wir in Europa ja auch viele Jahrhunderte von gewaltsamen Thronabfolgen zu überstehen, bevor sich die Idee einer Zivilgesellschaft mit zivilen Regierungen durchsetzen konnte. Daher sind die lybischen Erbfolgekriege nichts wirklich Neues. Neu ist allerdings, dass die westliche Presse sich nicht entblödet die neuen Herrscher als "demokratisch" zu titulieren und deren natürliches Bedürfniss nach Verunklimpfung des alten Herrschers bereitwillig befriedigt.

    Ich will dabei Gaddafi nicht in Schutz nehmen. Der Mann ist gewaltsam an die Macht gekommen, gewaltsam an der Macht gebliebten und wurde gewaltsam entfernt, eben weil er es versäumt hat eine Zivilgesellschaft zu begründen. Ich sage nur, dass die neuen Herrscher genau so sind und im Gegenteil erstmal ordentlich Nachholbedarf in Sachen Reichtum haben, weswegen sie das Land die nächsten Jahre ausplündern werden.
  10. #59

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein kleines Zeichen genügte, und junge Frauen wurden ihm zum Missbrauch zugeführt: In "Das geheime Doppelleben des Diktators" versucht RTL-Frau Antonia Rados, Libyens Ex-Herrscher Gaddafi systematische Vergewaltigung nachzuweisen - und verfällt dabei in gefährlichen Voyeurismus.

    Gaddafi-Reportage auf RTL: "Er war dreckig, er war gewalttätig" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    RTL Krawalljournalismus- Rados hat sich bereits in Libyen vom seriösen Journalismus ( sofern er überhaupt noch vorhanden war) verabschiedet, als sie von "Rebellen" mehrfach durch Fakeaktionen Mangels Eis auf die Sandbank geschoben wurde. Die Frage stellt sich, ob die das nötig hat. Offenbar gabs keine besseren Jobs mehr für sie.








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