Rousseau zum 300. Geburtstag: "Der Mann ist wie ein Brühwürfel"

Getty ImagesZurück zur Natur! Gemeinwohl! Edler Wilder! Die moderne Welt verdankt Jean-Jacques Rousseau viele berühmte Schlagwörter. Zum 300. Geburtstag des Philosophen spricht der Experte Joseph Vogl über dessen Ansichten zur guten Erziehung, erotischen Vorsorge - und perfekten Regierung.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...840805,00.html
  1. #10

    Warum nicht?

    Zitat von kroetilein Beitrag anzeigen
    ...sich lang und breit über Erziehung ausließ, seine eigenen fünf Kinder jedoch im Waisenhaus ablieferte, hat mich nie so ganz überzeugt.
    Es gibt ja auch Ärzte, die rauchen und Alkohol konsumieren ...
    Und Theorie und Praxis sind auch heute noch häufig zwei Paar Schuhe.
  2. #11

    Dünne Brühe

    Das Interview würde vielleicht Kenntnisse vermitteln, wenn Klischees ("Aufklärung", "Erziehung", "Gemeinwohl" usw.) nicht durchweg ein weiteres Mal in Metaphern verwandelt und noch weiter verdünnt würden -- ein dünne Brühe. Und wie bereits ein Kommentator bemerkte: Was war denn nun los bei Rousseau's Englandbesuch? War er möglicherweise ein Mensch aus Fleisch und Blut? Und was trägt das zur Erkenntnis bei? Ärgerlich, eine solche Zeitverschwendung.
  3. #12

    Theorie und Praxis

    Mich erinnert er an die Zeiten des Mauerfalls, als sich die "Salon-Linken" bei einer guten Flasche Bordeaux über die materialistischen Ossis lustig machten, die wegen einer Ananas stundenlang in der Schlalnge anstande.
    Der "Demokrat" Rousseau war ja auch der Meinung:...sollen sich die Weiber um Haus und Mode kümmern,Werke des Geistes übersteigen ihr Fassungsvermögen". Hypokrit!
  4. #13

    Theorie und Praxis

    Sein "Emile" lässt tief blicken und die Vermutung zu, dass J.-J. Rousseau ein treu-fürsorglicher Vater hätte sein können. Doch die augenöffnende Erziehung konnte den Egozentriker nicht davon abhalten, seine eigene Kinder ins Erziehungsheim zu stecken.
    Die Erziehung des "Emile" sollte zu einem eigenständig denkendes Wesen führen, denn sein geistiger Vater liebte die Autonomie. Er rebellierte gegen die Autoritäten und lebte ganz exzentrisch nach eigenem Gusto.
    Ein Philosoph und der Alltag- ein krasser Widerspruch, wie man ihn so oft bei Genies findet.
  5. #14

    In Zeiten wie diesen sollte mehr Robespierre und Saint-Just gelesen werden.
  6. #15

    Rousseau

    Rousseau war in seinem nächsten Leben TOLSTOI und danch OSHO.
  7. #16

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    ...
    Übrigens Rousseaus "infernalische Affäre" - was war denn da los? Ich bin neugierig und kann im Netz nichts dazu finden... sehr eigenartig, weil im Artikel steht, dass sie "ganz Europa ein paar Monate lang beschäftigte."
    Vielleicht können Sie sich hierauf einen reim machen?"
  8. #17

    Zitat von derrassigejosef Beitrag anzeigen
    Das Interview würde vielleicht Kenntnisse vermitteln, wenn Klischees ("Aufklärung", "Erziehung", "Gemeinwohl" usw.) nicht durchweg ein weiteres Mal in Metaphern verwandelt und noch weiter verdünnt würden -- ein dünne Brühe. Und wie bereits ein Kommentator bemerkte: Was war denn nun los bei Rousseau's Englandbesuch? War er möglicherweise ein Mensch aus Fleisch und Blut? Und was trägt das zur Erkenntnis bei? Ärgerlich, eine solche Zeitverschwendung.
    Aus diesem Essay geht hervor, Rousseau hätte des sozialen Aufstieg bewirken wollen, konnte sich aber aufgrund feudaler Strukturen nicht durchsetzen, beziehungsweise wurde er mit seinen Schriften vom Volk ja, aber von maßgeblichen Prominenten nicht anerkannt.