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Rote Liste: Trübe Aussichten für Europas Gewässer

In europäischen Seen und Flüssen schwindet die Artenvielfalt: Viele Fische, Muscheln und Schnecken sind gefährdet.*Umweltverschmutzung, Überfischung*und eingeschleppte Arten bringen sie an den Rand des Aussterbens. Doch auch an Land ist die Lage bedrohlich.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...799169,00.html
  1. #10

    Es gibt genug Untersuchungen dazu.

    Klar schwillt dem Angler oder Fischer erstmal neidisch der Kamm, wenn er sieht wie ein Kormoran einen dicken Aal schluckt. Die unzähligen Weißfische, die der Vogel gleich unter Wasser frisst, sieht er nicht.

    Wirklich Schaden machen fischfressende Vögel in Satzfischteichen (betonierte Forellen-Puffs) oder in durch Besatz überfüllten Teichen. Nicht aber in unverbauten Naturgewässern mit normaler Fischdichte. Außerdem gibt es Möglichkeiten zur Schadensabwehr ohne Flinte.

    Grundsätzlich gilt auch in Mitteleuropa: Es sind genauso viele Räuber da, wie der Lebensraum verkraftet. Wären es zuviele, müssten sie verhungern oder weiterziehen. Dazu kommt es automatisch, wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung beim Beutefang nicht mehr stimmt.
  2. #11

    Frage

    Zitat von Fricklerzzz Beitrag anzeigen
    Wenn Sie selbst der nachhaltigen Fischwirtschaft keine Chance geben wollen, sollen wir auf Fisch verzichten ?
    Und nachhaltig heißt dann für Sie das der Mensch mal alles reguliert was dem Mensch nicht in den Kram passt?

    Man kann es ja auch umgekehrt sehen: Abschaffung der Binnenfischerei samt dem Angeln und den Fisch durch die Kormorane nachhaltig bewirtschaften lassen.
  3. #12

    Pro Kormoranbejagung

    Zitat von festuca Beitrag anzeigen
    Klar schwillt dem Angler oder
    Grundsätzlich gilt auch in Mitteleuropa: Es sind genauso viele Räuber da, wie der Lebensraum verkraftet. Wären es zuviele, müssten sie verhungern oder weiterziehen. Dazu kommt es automatisch, wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung beim Beutefang nicht mehr stimmt.
    Dieser Zusammenhang wird auch durch häufige Wiederholung nicht wahrer. Räuber-Beute-Beziehungen werden durch weit mehr Faktoren als die Anzahl der Individueen bestimmt. Kormorane kamen ursprünglich im mitteleuropäischen Binnenland nicht vor. Der Kormoran kann weiterziehen, wenn er ein Gewässer leergefressen hat. Die Fische haben keine Chance zum Ausweichen, da sie nun mal ans Wasser gebunden sind.
    Sowas interessiert die selbsternannten "Naturschützer" natürlich nicht. So ein hübscher schwarzer Vogel eignet sich halt besser zum Spendensammeln als so ein schleimiger Fisch, den eh niemand sieht.
  4. #13

    Titel in der Turbine

    Zitat von festuca Beitrag anzeigen
    Klar schwillt dem Angler oder Fischer erstmal neidisch der Kamm, wenn er sieht wie ein Kormoran einen dicken Aal schluckt. Die unzähligen Weißfische, die der Vogel gleich unter Wasser frisst, sieht er nicht.
    Haben Sie schon einmal gesehen, wie Aale bei der nächtlichen Wanderung von den Turbinen der Wasserkraftanlagen zerhäckselt werden ? Ich sage Ihnen, das ist sehr eindrucksvoll. Da kommt kein Neid auf, weder auf den Kormoran noch auf sonst etwas....

    Wirklich Schaden machen fischfressende Vögel in Satzfischteichen (betonierte Forellen-Puffs) oder in durch Besatz überfüllten Teichen. Nicht aber in unverbauten Naturgewässern mit normaler Fischdichte. Außerdem gibt es Möglichkeiten zur Schadensabwehr ohne Flinte.
    Das stimmt so leider nicht. Leider tendiert die Anzahl der unverbauten Naturgewässer in unseren Landen bei nahezu Null. Möglichkeiten der Schadensabwehr ohne Flinten wurden z.B. durch Tierschützer am Bodensee verhindert.

    Grundsätzlich gilt auch in Mitteleuropa: Es sind genauso viele Räuber da, wie der Lebensraum verkraftet. Wären es zuviele, müssten sie verhungern oder weiterziehen. Dazu kommt es automatisch, wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung beim Beutefang nicht mehr stimmt.
    Auch das ist falsch. Der Kormoran war in unseren Gegenden niemals heimisch. Er ist erst seit wenigen Jahren in diese Gefilde vorgedrungen. Hat er einmal den Bestand in einem Gewässer soweit dezimiert, dass er nicht mehr satt wird, fliegt er einfach weiter zum nächsten Gewässer. Das leergefressene Gewässer bleibt verödet, bis auf ein paar kapitale Exemplare, zurück.
  5. #14

    Nomen est omen,

    Zitat von wildschuetz Beitrag anzeigen
    Dieser Zusammenhang wird auch durch häufige Wiederholung nicht wahrer...
    Kormorane kamen ursprünglich im mitteleuropäischen Binnenland nicht vor...
    Genau das wird auch durch Wiederholung nicht wahrer. Sie sollten sich ihre Informationen nicht nur aus "Wild&Hund" oder "Rute&Rolle" holen. Kormorane waren immer im Binnenland ansässig, das beweisen subfossile Knochenfunde. Im 19. Jahrhundert wurden sie im Binnenland ausgerottet. Bei Fontane können Sie nachlesen, dass man sogar die Potsdamer Garde aufbot, um eine große Brutkolonie bei Berlin zusammenzuschiessen. Was in den letzten Jahrzehnten ablief, war also nur eine Wiederbesiedlung. Übrigens, die Kormoranbrutbestände stagnieren seit einigen Jahren in Deutschland ganz Europa bzw. gehen sogar zurück.
  6. #15

    Zitat von wildschuetz Beitrag anzeigen
    Kormorane kamen ursprünglich im mitteleuropäischen Binnenland nicht vor.
    Zitat von Bins Beitrag anzeigen
    Der Kormoran war in unseren Gegenden niemals heimisch. Er ist erst seit wenigen Jahren in diese Gefilde vorgedrungen.
    Auch diese Zitate werden "durch häufige Wiederholung nicht wahrer."
    Der Kormoran war schon immer ein heimischer Vogel unserer Binnengewässer. So heimisch das er hier sogar eine Unterart ausbilden konnte.
    Er wurde dann vom Menschen im Binnenland nahezu ausgerottet und ist durch die Bemühungen des Naturschutzes erst seit ca. 30 Jahren wieder auf dem Vormarsch, wobei er bereits stagniert und teils leicht zurück geht.

    Zitat von Bins Beitrag anzeigen
    Hat er einmal den Bestand in einem Gewässer soweit dezimiert, dass er nicht mehr satt wird, fliegt er einfach weiter zum nächsten Gewässer. Das leergefressene Gewässer bleibt verödet, bis auf ein paar kapitale Exemplare, zurück.
    Auch das ist Anglerlatein. Wäre es so, würden sich ja nirgends große Kolonien ausbilden die ja bekanntlich ein Dorn im Auge der Angler sind. Würde er ein Gewässer leer fressen und er dann weiterziehen könnte er nirgends Kolonien ausbildern, geschweige denn über Jahrzehnte hinweg.
  7. #16

    Zitat von wildschuetz Beitrag anzeigen
    Dieser Zusammenhang wird auch durch häufige Wiederholung nicht wahrer. Räuber-Beute-Beziehungen werden durch weit mehr Faktoren als die Anzahl der Individueen bestimmt. Kormorane kamen ursprünglich im mitteleuropäischen Binnenland nicht vor. Der Kormoran kann weiterziehen, wenn er ein Gewässer leergefressen hat. Die Fische haben keine Chance zum Ausweichen, da sie nun mal ans Wasser gebunden sind.
    Sowas interessiert die selbsternannten "Naturschützer" natürlich nicht. So ein hübscher schwarzer Vogel eignet sich halt besser zum Spendensammeln als so ein schleimiger Fisch, den eh niemand sieht.
    Andere Foristen haben ja schon erwähnt dass es die heutigen Gewässer den Tieren einfach machen und dass Kormorane das Binnenland wieder besiedeln nachdem sie ausgerottet wurden.

    Selbsternannte "Naturversteher" wollen die "Natur" (und ja der Mensch ist auch Teil davon) nicht mit anderen teilen und glauben das alleinige Recht auf Fisch/Wild zu besitzen. So ein Vogel eignet sich halt besser als alleiniger Räuber der Seen und Flüsse dar anstatt die Schuld beim Menschen für die Begradigung und Umbau der Gewässer zu suchen.
    Es tragen immer die andern Schuld, hier der Kormoran, aber dass der Mensch es den Raubtieren einfach macht wollen Leute wie Sie nicht wahrhaben. Was für Sonntagsjäger der Wolf ist, ist für Sonntagsfischer der Kormoran.
  8. #17

    Teichwirtschaft

    „Bis heute tragen Karpfenteichwirtschaften zu einer Bereicherung der Diversität des Biotopangebots und damit zu einer Vergrößerung der Artenzahl in der Kulturlandschaft bei.“

    „Für den nationalen sowie internationalen Arten- und Biotopschutz sowie den Erhalt der Biodiversität spielen diese Landschaftselemente eine herausragende Rolle.“

    …. schreibt der NABU über die Teichwirtschaft und folgerichtig haben in Brandenburg von insgesamt 4300 ha Teichfläche 53%NSG-Status, 76% LSG-Status 59% FFH-Status 50% SPA-Status.


    Daraus folgen dann eine Reihe von Auflagen:


    keine Beseitigung von Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen
    Schilfschnitt nur im Einvernehmen der zuständigen Naturschutzbehörde
    keine Eingriffe in Uferstrukturen oder Ufervegetation
    kein Einsatz von Makrophytenfressern
    keine Bekämpfung mit Bioziden
    keine Desinfektionskalkung
    kein Einsatz von Düngermitteln im Teich oder Uferbereich
    kein Bau von Stegen oder Gebäuden im Uferbereich
    kein Bootfahren (außer zur fischereilichen Nutzung)
    keine Freizeitaktivitäten (Schwimmen, Surfen, Modellsport)
    kein Angeln
    keine Wassergeflügelhaltung oder –mast
    Karpfenproduktion ohne Zufütterung (POF)
    sofortiges Wiederbespannen des Teiches nach dem Abfischen (Winterbespannung)
    Festlegung von Abfisch- und/oder Anstauterminen
    Verzicht auf besondere Fischarten (Wels, Hecht)

    und neuerdings soll man auch den Kormoran fressen lassen. Bei zweisömmrigen Karpfen geht das bis zum Totalverlust, im Durchschnitt sind es in Brandenburg über 60% Verlust. . Normal wären ca. 30% durch Fischfressende Tiere am Teich. (.. bestimmt kommt gleich einer ins Forum der seiert: „die gönnen den Tieren den Fisch nicht“)

    In der Jahresvogel – Kampagne wurde geschrieben Kormorane machen keine Probleme man bräuchte nur ein paar Drähte über den Teich spannen.
    In Wahrheit hat der NABU in seiner eigenen Teichwirtschaft die Aufzucht kleiner Karpfen aufgegeben und mästet nur importierte tschechische Karpfen. Die nicht mehr benötigten Teiche – eigentlich für de n Artenschutz wichtig - lässt er verlanden.

    http://www.openpr.de/drucken/363798/...erungsnot.html

    Bei der Mast der größeren Karpfen haben Libellen, Molche oder Schnecken schlechte Karten aber was ist das schon gegenüber möglichst vielen Kormoranen.

    Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt haben die Satzfischaufzucht schon aufgegeben, in Bayern werden Teiche aufgegeben....
  9. #18

    Hist. Quellen

    Zitat von festuca Beitrag anzeigen
    Bei Fontane können Sie nachlesen,


    Hallo festuca,
    wer im Glashaus sitzt....

    lesen SIE doch mal selbst bei Fontane nach:

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/5731/23

    Ein paar Auszüge:

    „Der Kormoran kam. Der Kormoran oder schwarze Seerabe, sonst nur in Japan und China heimisch, hatte auf seinen Wanderzügen auch mal den baltischen Küstenstrich berührt und es »am Werbellin« anscheinend am wohnlichsten gefunden. Denn hier war es, wo er sich plötzlich zu vielen, vielen Tausenden niederließ.“

    klingt nicht heimisch!

    „Alle Förster aus den benachbarten Revieren wurden herangezogen, das Garde-Jägerbataillon in Potsdam schickte seine besten Schützen, ...“

    nicht Garde das waren tatsächlich JÄGER die mit ihren Jagdwaffen eingezogen wurden.

    „Sind auch nicht wiedergekommen. Aber die Muränen auch nicht.“

    Haben die Vögel also doch eine Fischart ausgerottet?

    Übrigens zum historischen Vorkommen hie noch ein paar Zitate:
    Der NABU schreibt:
    Der Kormoran war früher ein verbreiteter und häufiger Brutvogel. Aus dem 19. Jahrhundert sind riesige Binnenlandkolonien mit hunderten oder tausenden Brutpaaren beschrieben, die stellenweise sogar unter dem Einsatz der Armee vernichtet wurden.
    LBV:
    „Richtig ist aber, dass man den Kormoran bis in die 1970er Jahre in Bayern selten zu Gesicht bekam (KELLER & VORDERMEIER 1994, 1996, WÜST 1981), weil er als mutmaßlicher Fischereischädling in Deutschland Jahrhunderte lang gnadenlos verfolgt und fast ausgerottet wurde – zum Teil sogar unter Einsatz des Militärs (...…) – so Fontane 1879 über einen Einsatz der Gardejäger, einer preußischen Elitetruppe, in der Mark Brandenburg!“

    Haben Sie evtl. die falschen Quellen gelesen?

    Als weitere Literaturquellen empfehle ich den GLUTZ: „Der Kormoran hat in Süddeutschland nie gehorstet.“
    Westfalen ist dann bereits süddeutsch – die dortigen Ornithologen schreiben das auch.

    Oder aber zeitgenössische Ornithologen die die Einwanderung beschreiben: für Deutschland, Dänemark, Holland und Schweden.


    Die „subfossile Knochenfunde“ haben Sie mal nachgefragt wie viel wirklich gefunden wurden?
    Die vom NABU als >>zahlreich<< beschriebenen Funde vom Bodensee waren 6 Knochen aus tausenden Jahren Untersuchungszeitraum, vom Federsee 3 Knochen. Die sind durchaus mit Irrgästen der atlantischen Kormoran-Unterart erklärbar. Die werden auch heute noch regelmäßig beobachtet.
  10. #19

    Pro Kormoranbejagung?

    Zitat von wildschuetz Beitrag anzeigen
    Dieser Zusammenhang wird auch durch häufige Wiederholung nicht wahrer. Räuber-Beute-Beziehungen werden durch weit mehr Faktoren als die Anzahl der Individueen bestimmt. Kormorane kamen ursprünglich im mitteleuropäischen Binnenland nicht vor. Der Kormoran kann weiterziehen, wenn er ein Gewässer leergefressen hat. Die Fische haben keine Chance zum Ausweichen, da sie nun mal ans Wasser gebunden sind.
    Sowas interessiert die selbsternannten "Naturschützer" natürlich nicht. So ein hübscher schwarzer Vogel eignet sich halt besser zum Spendensammeln als so ein schleimiger Fisch, den eh niemand sieht.
    Wie wäre es denn mit Menschenbejagung, oder wenn das zu krass erscheint, mit drastischer Menschenreduzierung? Ironie aus, aber: Homo 'sapiens' ist meines Wissens die einzige Gattung, die durch ihre Lebensweise samt unkontrollierter Vermehrung auf dem besten Weg ist, nicht nur die allermeisten anderen Arten, sondern auch die eigenen Lebensgrundlagen zu vernichten.








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