Forum


 

Rote Karte für Gaddafi: Libyens Top-Fußballer laufen zu Rebellen über

Auch das ist ein Schlag für das Gaddafi-Regime: 16 Spitzenfußballer und ein Top-Trainer sind in das Lager der Aufständischen gewechselt. Die Sportler genießen in Libyen hohes Ansehen. Gleichzeitig kam es in der Hauptstadt Tripolis nach Nato-Angriffen zu schweren Explosionen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...770553,00.html
  1. #50

    Die Medien werden instrumentalisiert ..

    Dass es den Rebellen - vor allem zu Beginn der Rebellion - gelang und - immer noch - gelingt, die westlichen Medien zu instrumentalisieren, ist hinlänglich bekannt und wird immer wie evidenter. Nachweise dazu wurden in diesem Forum bereits zu Hauf geführt; hier einer mehr:
    http://www.independent.co.uk/opinion...i-2302830.html

    Ich war seit einigen Jahren mit dem libyschen Diplomaten MURAD HAMIMA (auch. HAMAIMA) befreundet. HAMIMA brüstete sich immer damit, einer der engsten Vertrauten M. Ghaddafis zu sein. In der sog. "Geiselaffäre" führte HAMAIMA die Verhandlungen gegen die Schweiz - und konspirierte mit dem Genfer Anwalt Poncet gegen die Eidgenossenschaft und die Republik Genf. Ich traf HAMAIMA meistens in Genf, manchmal in Bern oder Berlin.
    Bereits anfangs März lief HAMIMA zu den Putschisten über
    http://www.swissinfo.ch/ger/specials...l?cid=29638350
    und berichtete in den Medien (z.B. Blick) über das angeblich schwere Schicksal, welches seine Familie in Al-Zawyia angeblich erdulden müsse, weil sie angeblich schweren Bombardierung der Regierung ausgesetzt sei.

    In einem privaten Anruf an mich (in welcher er sich bei mir über die Resonanz seiner Erklärungen in die Medien erkundigte - es gab damals allerdings keine, weil HAMIMA viel zu unbedeutend ist) stellte ich HAMIMA zur Rede, dass er ja gar keine Verwandten in Zawyia habe (was ich von ihm wusste) und dass die Bevölkerung in Zawyia für Ghaddafi
    und gegen die Rebellen sei. Er bedeutete mir, das spiele gar keine Rolle. Hauptsache sei, es kämen viele Leute ums Leben - auch wenn sie von den Rebellen selber umgebracht werden - und die Medien schöben dies Ghaddafi in die Schuhe. Dies brauche man gegenwärtig (damals: Beginn März), um die Medien und die Internationale Gemeinschaft gegen
    Ghaddafi zu mobilisieren.

    Nachdem die UN Resolution 1973 aufgrund von Medienberichten und nicht aufgrund von Untersuchungsberichten verabschiedet wurde, scheint dies den Putschisten gelungen zu sein.
  2. #51

    Sprache der Diktatoren entlarvt die Gesinnung:

    [QUOTE=..Putshcisten, die den Aufruhr angezettelt haben..[/QUOTE] Früher (Südafrika, Chile, Nicaragua) hießen die Aufständischen 'Revolutionäre'. Botha, Pinochet, Somoza sprachen von Aufrührern. Verkehrte Welt: Heute beschimpfen die Linken Libysche Aufständische gegen einen Diktatur als 'Aufrührer'. Wer nur weit genug links rausläuft kommt ganz rechts wieder hervor. Ja sowas!: Dürfen die das? Hat das der Große Revolutionsführer eigentlich gestattet sich zu erheben?? Die begabten Söhne mit ihren Eliteeinheiten werden den Aufrührern aber das aufrühren gründlich austreiben ...!
  3. #52

    Na ganz bestimmt! Ist ja Gaddafi-Tradition so viel Gnade.:-)

    [QUOTE=Amnestie - Gerichtsverfahren unter int. Beobachtung für die Putshcisten..[/QUOTE] Aber sicher: und wir singen alle ein Kumbaya dazu! Fein. Seit wann läuft denn der glorreiche Herr Revolutionsführer auf Samtpfötchen? Wollte er die 'Benghazi-Ratten' nicht neulich vernichten? Haben hier allierte einen Softie aus Muammar gemacht? Und die wichtigste Frage überhaupt: Wie viele Gaddafi-Kritiker gibt es LEBENDIG eigentlich in seinem schwindenden Machtbereich?
    Ich denke das Amnestie-Gefasel glaubt hier wirklich niemand ernsthaft, aber der offensichtlichen Realität steht wie so oft das ideologische Weltbild im Wege. Und das aufzugeben nach dem Zusammenbruch fast aller angeblich linken Diktaturen wäre wohl zu schmerzhaft?! Also Augen zu und durch!
  4. #53

    Bei den Rebellen

    Zitat von Hape1 Beitrag anzeigen
    ....SpOn berichtet, dass ein paar unbedeutene Fussballer das Land verlassen haben. Mich würde mal interessieren, ob diese auf den Seiten der Rebellen mitkämpfen.... .

    Das wäre dann tatsächliches "Überlaufen".
    Libyan national goalkeeper Juma Gtat
    http://news.yahoo.com/nphotos/Libyan...757466798.jpg/


    Libyan footballers Owsma Abdul Salam
    http://de.eurosport.yahoo.com/250620...011162342.html
  5. #54

    Freundeskreis Libyen

    Zitat von Ana75 Beitrag anzeigen
    Ich war seit einigen Jahren mit dem libyschen Diplomaten MURAD HAMIMA (auch. HAMAIMA) befreundet. HAMIMA brüstete sich immer damit, einer der engsten Vertrauten M. Ghaddafis zu sein. In der sog. "Geiselaffäre" führte HAMAIMA die Verhandlungen gegen die Schweiz - und konspirierte mit dem Genfer Anwalt Poncet gegen die Eidgenossenschaft und die Republik Genf. Ich traf HAMAIMA meistens in Genf, manchmal in Bern oder Berlin.
    Bereits anfangs März lief HAMIMA zu den Putschisten über
    http://www.swissinfo.ch/ger/specials...l?cid=29638350
    und berichtete in den Medien (z.B. Blick) über das angeblich schwere Schicksal, welches seine Familie in Al-Zawyia angeblich erdulden müsse, weil sie angeblich schweren Bombardierung der Regierung ausgesetzt sei.

    In einem privaten Anruf an mich (in welcher er sich bei mir über die Resonanz seiner Erklärungen in die Medien erkundigte - es gab damals allerdings keine, weil HAMIMA viel zu unbedeutend ist) stellte ich HAMIMA zur Rede, dass er ja gar keine Verwandten in Zawyia habe (was ich von ihm wusste) und dass die Bevölkerung in Zawyia für Ghaddafi
    und gegen die Rebellen sei. Er bedeutete mir, das spiele gar keine Rolle. Hauptsache sei, es kämen viele Leute ums Leben - auch wenn sie von den Rebellen selber umgebracht werden - und die Medien schöben dies Ghaddafi in die Schuhe. Dies brauche man gegenwärtig (damals: Beginn März), um die Medien und die Internationale Gemeinschaft gegen
    Ghaddafi zu mobilisieren.
    Hallo Ana,

    nun lernen wir also nach und nach Ihren Freundes- und Bekanntenkreis in Libyen kennen, interessant, weiter so!

    Haben Sie Hamina nicht gefragt, was er gegen Gaddafi hat und warum er zu den Rebellen wechselte?
    Immerhin riskiert dieser Mann mit Falschaussagen sein Leben, auch das seiner Familie!
  6. #55

    Rote Karte ..?

    Zitat von R.Koch Beitrag anzeigen
    Libyan national goalkeeper Juma Gtat
    http://news.yahoo.com/nphotos/Libyan...757466798.jpg/


    Libyan footballers Owsma Abdul Salam
    http://de.eurosport.yahoo.com/250620...011162342.html
    Nette Bilder der beiden Herren...

    Das Dumme ist - beide Herren spielen nicht in der Nationalmannschaft von Libyen. Siehe Posting # 33.
    BBC musste die beiden Sportler etwas aufwerten, um ihrem Propagandagag etwas mehr Gewicht zu geben.
    Ein Platz in der Nationalmannschaft dürfte den Beiden aber sicher sein, wenn die Putschisten den Bürgerkrieg gewinnen sollten...
  7. #56

    ...

    Zitat von R.Koch Beitrag anzeigen
    Libyan national goalkeeper Juma Gtat
    http://news.yahoo.com/nphotos/Libyan...757466798.jpg/


    Libyan footballers Owsma Abdul Salam
    http://de.eurosport.yahoo.com/250620...011162342.html
    Wenn die denn mal Spielen würden. Der dritte Ersatztorwart einer libyschen Veireinsmannschaft als NationalTorwart zu bezeichnen ist schon was.

    Vielleicht soll der Marktwert gesteigert werden. Schalke sucht ja noch ein Torwart.
  8. #57

    Hallo Herr Koch

    Zitat von R.Koch Beitrag anzeigen
    Hallo Ana,

    nun lernen wir also nach und nach Ihren Freundes- und Bekanntenkreis in Libyen kennen, interessant, weiter so!

    Haben Sie Hamina nicht gefragt, was er gegen Gaddafi hat und warum er zu den Rebellen wechselte?
    Immerhin riskiert dieser Mann mit Falschaussagen sein Leben, auch das seiner Familie!
    Hamima - wie fast alle abgesprungenen Diplomaten - hat seine Familie bereits nach Kairo verbracht, bevor der Putsch los ging (weshalb ich eine Planung vermute). Im Gegensatz zum Leben in Tripolis musste Hamimas Familie in Kairo einige Privilegien abgeben, die ihnen der libysche Staat in Tripolis ermöglicht hatte: so die Tochter den
    privaten Klavierunterricht beim privaten Klavierlehrer und der kleine Sohn seinen Astronomieunterricht. Die Geschwister und weiteren Verwandten Hamimas leben in Libyen und sind unbehelligt - wie übrigens auch der in Tripolis verbliebene Teil der Familie des übergelaufenen Fatah Younis, dessen Bruder immer noch eine Stelle im
    Verwaltungsapparat der Regierung Mahmoudi hat. Ghaddafi bzw. recte die Regierung in Tripolis üben keine "Sippenhaft", obwohl Personen wie Sie, dies wohl gerne hätten. Gründe für eine gegenteiligen Unterstellung oder Verdacht gibt es keine - ausser Vorurteile...

    Weshalb Hamima und Co. absprangen, haben sie nie gesagt. Jedenfalls können es nicht die schönrednerischen Gründe wie Menschenrechte etc. sein, denn um solche haben sich diese Leute früher überhaupt nicht gekümmert, sondern nur um Nebengeschäfte, die ihnen zusätzliches Geld bringen sollten (Sie erinnern sich sicher an ein NATO Ziele in Tripolis). Gelegenheit zum Absprung hätte es gerade für Diplomaten
    zudem früher jederzeit gegeben. Ich nehme an, Hamima und Co. erhoffen sich schlicht und einfach: eine bessere Position in einer neuen
    Regierung.
  9. #58

    Vorurteil um Vorurteil...

    Zitat von heth13 Beitrag anzeigen
    Aber sicher: und wir singen alle ein Kumbaya dazu! Fein. Seit wann läuft denn der glorreiche Herr Revolutionsführer auf Samtpfötchen? Wollte er die 'Benghazi-Ratten' nicht neulich vernichten? Haben hier allierte einen Softie aus Muammar gemacht? Und die wichtigste Frage überhaupt: Wie viele Gaddafi-Kritiker gibt es LEBENDIG eigentlich in seinem schwindenden Machtbereich?
    Ich denke das Amnestie-Gefasel glaubt hier wirklich niemand ernsthaft, aber der offensichtlichen Realität steht wie so oft das ideologische Weltbild im Wege. Und das aufzugeben nach dem Zusammenbruch fast aller angeblich linken Diktaturen wäre wohl zu schmerzhaft?! Also Augen zu und durch!
    Sie haben vermutlich die Fernsehbotschaften zum Thema weder selber noch vollständig gehört sondern - wenn überhaupt - nur das, was man Ihnen vorgesetzt hat.

    Ghaddafi passt zudem nicht in ein "Links-Rechts" Schema.

    Ich denke das Demokratie-Gefasel glaubt hier wirklich niemand ernsthaft, aber der offensichtlichen Realität steht wie so oft das ideologische Weltbild im Wege. Und das aufzugeben nach dem Fehlschlag fast aller fremdinstallierten Demokratien wäre wohl zu schmerzhaft?! Also Augen zu und durch

    Aber bevor Sie mit den Putschisten Ihr "agnus dei" anstimmen, sollten Sie sich vielleicht doch noch genauer anschauen, wer Ihre Mitsänger eigentlich sind und wie unschuldig sie sind ....
  10. #59

    Vom Umgang Gaddafis mit seinen Kritikern:

    Zur Erinnerung 17.Feb.2011: Nach einem Blutbad der Polizei unter den Demonstranten: „Die Antwort wird scharf und brutal sein“, verkündeten die Revolutionären Komitees, die als ideologisches Rückgrat des Regimes gelten (Zitat Ende).
    Es amüsiert mich wie sich einzelne Forumsschreiber verzweifelt an die letzten linken Regime dieser Welt klammern. Jetzt Genosse Revolutionsführer, und Maximo Leader Commandante (leider schon zu zittrig zum kommandieren der Arme!), morgen vielleicht schon der Geliebte Große Führer in Pjönjang!
    Wir Normalos öffnen derweilen seit gut dreißig Jahren regelmäßig Sektflaschen wenn wieder eine Diktatur gefallen ist - und es waren Dutzende Dominosteine. Tunesien und Ägypten sind die aktuellsten Fälle. Mit Libyen, Syrien und Bahrain werden wir wohl bald zu Feier-Alkoholikern ... :-)


TOP



TOP