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Rot-Grün an der Weser: Bremen wählt den Politikverzicht

In Bremen führt Jens Böhrnsen die erste Große Koalition aus SPD und Grünen auf Landesebene - doch was sagt dieses historische Ergebnis aus? Herzlich wenig, denn an der Weser gab es keine Wechselstimmung, keine Reizthemen, kaum Inhalte. Offensichtlich können die Wähler auch ohne Politik leben.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...764172,00.html
  1. #60

    "Frustartikel"

    Dem ehemaligen katholischen Theologiestudenten Fröhlingsdorf, der ein CDU-Anhänger ist, sollte man seinen "Frustartikel" über den Wahlausgang in Bremen nicht so übel nehmen.

    Seine ersten Schritte machte er bei der Kölnischen Rundschau, einem CDU-nahen Blatt. Auch Journalisten leiden, wenn die Wunschpartei so weit im Keller ist.:-))
  2. #61

    Kompetent die Wahlkirmes abgeritten

    Zitat von saba Beitrag anzeigen
    ja, wie wär's denn, wenn solche Mini-Staaten mit gerademal 500t Wahlberechtigten endlich mal in größeren Verbünden aufgehen würden? Das wäre sicher mal ein gutes Projekt für Rot-Grün ... Stadtstaaten abschaffen - und das Land würde immense Kosten für drittklassige Politiker einsparen.
    Dass in den Regionen eher drittklassige Politiker wirken als in Berlin halte ich fuer einen eklatanten Irrtum. Ich glaube eher, dass das Umgekehrte der Fall ist.
    Haetten wir anstatt der DDR-Merkel in Berlin, statt den IQ-benachteiligten Konservativen und dem Wirtschaftskluengelhaufen FDP dort eher Leute, die das ihnen anvertraute Amt wie einen notariellen Auftrag auffassen wuerden (haben wie seit Helmut Schmidt nicht mehr gehabt), waeren sie halt nicht schlechter als die hier als "drittklassig" apostrophierten Leute aus der Provinz.
    Die sind zumindest dem Volk naeher und leiden unter weniger Realitaetsverlust. Sind ergo unsere weniger schlechten "Repraesentanten".

    Zum spon-spin der angeblichen "Politik-Losigkeit" von Buergern in Bremen und Br.-haven, denen die jetzigen Verwalter erneut ihren naechsten vierjaehrigen Job verdanken:
    das ist bessere Politik und Politikverstaendnis als solche Spinnerinnen und Spinner, wie sie jetzt in Berlin wirken zuzulassen.
    Gehts an Eingemachte von Buergern und Volk, siehe S21 oder Atomkraft, werden Buerger sehr schnell sogar hochpolitisch. In Bremen gabs dazu keinen lokalen Anlass.
    Mir scheinen die Buerger in Bremen deshalb sehr kompetent diesen Kirmestag abgeritten zu haben.
  3. #62

    Politkverzicht in Bremen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Bremen führt Jens Böhrnsen die erste Große Koalition aus SPD und Grünen auf Landesebene - doch was sagt dieses historische Ergebnis aus? Herzlich wenig, denn an der Weser gab es keine Wechselstimmung, keine Reizthemen, kaum Inhalte. Offensichtlich können die Wähler auch ohne Politik leben.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...764172,00.html
    hat es schon deswegen nicht gegeben, weil BIW ein Mandat errungen hat. Weiter so, dann wird es eines Tages auch noch
    eine konservative rechte Gruppierung geben, die nicht so einfach als rechtsradikal verunglinft werden kann.
    Ich wünsche der demokratischen Rechten alles Gute!
  4. #63

    ...

    Zitat von CarlitoJ Beitrag anzeigen
    Schöne These, aber was meint der Autor damit, dass in Bremen Politik keine Rolle spielt?
    Ganz einfach: Wenn es trotz desolater Lage des Landes, Horrorschulden und Pisa-Desaster etc. keinerlei Wechselstimmung gibt und dieselben Parteien gewählt werden wie seit Jahren schon, dann heißt das nunmal, dass den Leuten im Grunde alles scheißegal ist. Gut möglich, dass der Wähler realistisch einschätzt, dass die anderen Parteien es auch nicht besser machen würden -- aber das ist nur ein weiterer Hinweis darauf, dass die These im Artikel stimmt. Das ganze Land inklusive der Regierung und der Opposition hat sich selbst eingelullt und döst bräsig vor sich hin -- man hat sich in der Rolle des Schlusslichts, im permanenten Zustand des Halbschlafes, ganz gut eingerichtet. Politikverzicht eben.
  5. #64

    Sehr gut....

    Zitat von Freeflow Beitrag anzeigen
    Ich habe das heute schon in einem anderen Thread erzählt, aber egal: Wenn alle, die in Bremen ihr Geld verdienen auch in Bremen ihre Steuern zahlen würden, dann hätte das Land deutlich höhere Einnahmen.
    Ausserdem erfüllt und bezahlt das Land Bremen viele Aufgabn, die auch dem niedersächsischen Umland zu Gute kommen.
    ...ich wär für ´ne sofortige Eingliederung Bremens in Niedersachsen. Damit das zukünftig nichts anderes wär als ´ne OB-Wahl. Eine größere Bedeutung steht dieser Wahl meiner Meinung eigentlich auch gar nicht zu.
  6. #65

    "Analysen" sehen aber anders aus...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Bremen führt Jens Böhrnsen die erste Große Koalition aus SPD und Grünen auf Landesebene - doch was sagt dieses historische Ergebnis aus? Herzlich wenig, denn an der Weser gab es keine Wechselstimmung, keine Reizthemen, kaum Inhalte. Offensichtlich können die Wähler auch ohne Politik leben.http://www.spiegel.de/politik/deutsc...764172,00.html
    Nach "herzlich wenig" sieht es in der "Analyse" dann aber doch nicht aus, z. B.:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So könnte in Bremen rechnerisch laut mancher Hochrechnung sogar eine grün-schwarze Regierung möglich sein. Die Grünen hätten dann schon den zweiten Ministerpräsidenten in Deutschland stellen können.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die CDU landete nämlich, historisch einmalig, erstmals überhaupt bei einer Landtagswahl hinter der Ökopartei.
    Und dann auch noch das:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der ehemalige Richter Böhrnsen verwaltet das Land mehr wie ein Notar, als dass er regiert. Immerhin sorgte er dafür, dass Bremen weiterlebt. Auch in den kommenden Jahren kann sich das Land über Milliardenhilfe des Bundes freuen. Den Bremern genügt das offensichtlich.
    Ein GEWAEHLTER VOLKSVERTRETER tut das beste, wenn er sein Amt "verwaltet"!

    Oder muss Boehrnsen beweisen, dass er guter "Regent" ist, indem er den Atomausstieg ein halbes Jahr frueher oder spaeter fordert, die Abschaffung der spaetroemischen Dekadenz prophezeit oder eine Grossveranstaltung ohne Sicherheitskonzept nach Bremen holt?

    Davon haben wir leider mehr als genug.

    Herr Böhrnsen, lassen Sie sich bitte nicht durch diese "Analyse" beeinflussen. Bleiben Sie, der sie sind! Das ist gut so! Die Waehler (und Nichtwaehler) haben dies frei und demokratisch bestaetigt.
  7. #66

    CDU. Tschüss Volkspartei.

    Wenn von 10 Wahlberechtigten gerade mal einer (1,x) CDU wählt, kann die CDU in Bremen sich eigentlich nicht mehr als Volkspartei bezeichnen.

    -bpauli
  8. #67

    Nachsicht üben

    Zitat von Bayerr Beitrag anzeigen
    das Bremer Ergebnis gefällt SPON nicht. Schließlich versuchen sie seit einiger Zeit Schwarz-Grün als Modell der Zukunft herbeizuschreiben.
    Grundsätzlich finde ich die Praxis nicht schlecht, Wahlergebnisse von Journalisten kommentieren zu lassen, die dem Sieglager eher kritsch gegenüberstehen. Das Herz des AUtors schlägt offensichtlich für die CDU und aus dieser Perspektive scheint es sehr nachvollziehbar, von grün-schwarzen Bündnissen als Machtoption zu fabulieren - mehr als ein Traum wird daraus nicht werden, aber das hat Herr F. Ja bereits Selbst erkannt.
  9. #68

    Fortschreitender realitätsverlust

    Zitat von Tabris2011 Beitrag anzeigen
    Gewinner sind ja wohl die grünen - und zwar auch durch alle landtagswahlen hindurch. aber das weiss der ross-täuscher gabriel natürlich selber ganz genau... ist halt ein politiker.
    Eines muß man Herrn Gabriel lassen: er repräsentiert seine Partei höchst überzeugend. So peinlich wie seine Interpretation der Letzten Landtagswahlergebnisse wirken die Anbiederungsversuche seiner Partei während der letzten Jahre. Vielleicht sollte jemand, auf den die Entscheider in der SPD auch hören, darauf hinweisen, daß es manche Wähler goutieren, wenn die Partei, der sie ihre Stimme geben, für andere Inhalte als das Bestreben steht, möglichst viele Schalthebel der Macht mitbedienen zu dürfen. Angesichts der Stimmenanteile aus den letzten Wahlen könnte man nämlich den Eindruck gewinnen, daß diese Art Wähler Mehrheiten beschafft und diese Einsicht wenig Verbreitung in der SPD gefunden hat.
  10. #69

    Können heißt nich nicht auch tun

    [QUOTE=rurei;7898618]
    Zitat von awbferdi Beitrag anzeigen

    @ Rot-Grün hat bisher in Bremen eine hervorragende Politik gemacht.

    Kreditfinanziert kann das jeder und zwar wirklich jeder, wo ist da die Kunst ?
    Die Kunst besteht darin, gute Politik qua passender rahmenbedingungen nicht nur praktizieren zu können sondern selbige dann auch tatsächlich zu realisieren.








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