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Romney-Wahlkampf: USA auf dem Weg in die Spardiktatur

REUTERSMitt Romneys "Running Mate" Paul Ryan käme auch in Deutschland gut an. Sein radikaler Sparplan für die USA ist nicht schlimmer als Europas Fiskalpakt. Doch umsetzen lassen sich solch realitätsfernen Ideen eigentlich nur in einer Diktatur.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,850136,00.html
  1. #1

    der autor ist zu staatsglaeubig (religioes, daher kommt derlei vorstellung naemlich eigentlich)

    die wohlhabendsten staaten der erde haben alle in relation niedrigere steuern. scheint manchen noch gar nicht aufgefallen? auch skandinavien ist das laengst realistischer geworden, sonst waere es nach unten gegangen. der staat hat "eigentlich" lediglich das zusammenleben der menschen auf metaebene zu organisieren und ueberall dort, wo es an synchronisationsmoeglichkeit fuer individuen fehlt einzugreifen. sonst ueberhaupt nicht. diese freie vorstellung ist bei vielen in europa ueberhaupt nicht im bewusstsein, weil sie viel zu unemanzipiert und abhaengig gepraegt aufgewachsen sind - auch durch solche artikel. es sollte aber jeder so weit wie moeglich selbst entscheiden, was er mit seinem geld macht, nicht andere, nicht der staat. nur menschen, die sich selbst nicht trauen, dass sie besser mit geld umgehen als der staat, supporten ueberhaupt so krude vorstellungen wie dass der staat alles regeln soll. das ist aber nicht nachhaltig. historisch widerlegt ist ansonsten gar nichts, da auch in den USA stets ein starker staat vorhanden war und echte weitestgehende autonomie der buerger weltweit noch nie realisiert wurde. im unterschied zu den ganzen in die brueche gegangenen sozialistischen experimenten existert der umkehrfall nicht! es wird nur von den ueblichen verdaechtigen permanent so getan.

    die usa haben anders als europa im uebrigen ganz andere finanzierungsmoeglichkeiten (weil sie nicht auf alle steuern haben, waehrend in deutschland bereits auf alles steuern liegt - ausser luft zum atmen, aber selbst das indirekt bereits).

    die ganzen staatschulden sind das resultat eines fehlenden abgleichs mit der realitaet. statt lediglich kurzfristig zu puffern (etwa wegen katastrophen usw.), was ein sinnvoller strukturschutz ist, ist der staat laengst pervertiert. er puffert/supportet nicht mehr die realitaet ab, sondern hat laengst angefangen sie dank linker/rechter oeko-sozialisten/nazieinfluesse zu ersetzen - er soll fuer alle sorgen, hat sich in solche gottes-vorstellung abstrahiert.

    ein fehler!

    nachhaltig bedeutet, man reicht die unbillen der realitaet gepuffert durch... die groessten unbillen vermeiden, gleichzeitig aber auch durchlaessig genug um immer realistisch zu bleiben.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mitt Romneys "Running Mate" Paul Ryan käme auch in Deutschland gut an. Sein radikaler Sparplan für die USA ist nicht schlimmer als Europas Fiskalpakt. Doch umsetzen lassen sich solch realitätsfernen Ideen eigentlich nur in einer Diktatur.

    Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan und sein Sparplan für die USA - SPIEGEL ONLINE
    Euro-Bonds Münchau ist mal wieder zurück und vergleicht Äpfel mit Birnen. Die Pläne von Romney haben rein gar nichts mit den Europa-Plänen zu tun.
    Letztere sollen ja nur das System BRD emulieren, das stabile Preis, Wohlstand und Demokratie sicherte.
    Ja, Demokratie, nix Diktatur. Die Diktatur kam übrigens nach den Hyperinflationen in Deutschland...nur mal so
  3. #3

    Verstehe den Artikel nicht.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mitt Romneys "Running Mate" Paul Ryan käme auch in Deutschland gut an. Sein radikaler Sparplan für die USA ist nicht schlimmer als Europas Fiskalpakt. Doch umsetzen lassen sich solch realitätsfernen Ideen eigentlich nur in einer Diktatur.

    Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan und sein Sparplan für die USA - SPIEGEL ONLINE



    Der Artikel vermischt ja einiges. Zum einen wird gesagt, dass ein Politiker wie Ryan in Ländern wie den USA und D gut ankommt. Dann wird auf die Einsparungen in Spanien und Griechenland verwiesen.

    Deutschland verfolgt hingegen im Vergleich zu solchen Ländern nur kommode Sparziele und kommt mit diesen gut zurecht.

    Für die Sparprogramme in Ländern wie Spanien oder Griechenland sind jedoch diese selbst in erster Linie verantwortlich. Sie können ja das Gegenteil davon tun und auf Gesundung durch Wirtschaftswachstum setzen. Wie sie es auch machen, sie müssen von ihrem Schuldenberg runter.
  4. #4

    Ignoranz ist kein Argument, Herr Münchau

    Nicht mehr Geld auszugeben, als man einnimmt, führt also zur Diktatur. Warum eigentlich, weil dann auch die Gefälligkeitspolitiker mit dem auskommen müssten, was der Haushalt hergibt und Nürburgringe nicht finanzierbar wären?
    Und im Gegenzug erleben wir jetzt die „Freiheit der nachfrageorientierten Politik und des Schuldenmachens“? Nein, das ist eine Diktatur der Symbiose eines wuchernden Finanzsektors und vom Allmachtswahn befallener Staaten. Sparer werden enteignet, Steuerzahler geplündert, Verträge und Gesetze gebrochen.
    Hätten alles Euroländer Schuldenquoten unter 60 Prozent des BIP, würden wir alle „diese Freiheiten“ nicht erleben sondern gefangen in der „Diktatur“ mit dem auskommen zu müssen, was wir erarbeiten. Aber das, Herr Münchau, gehört für sie sicher auch zu den Mythen …
  5. #5

    Interessante Sichtweise!

    Wie immer im Leben macht "die Menge das Gift". Der Spargedanken mag für die US-Bürger derzeit noch neu sein - nach meiner persönlichen Erfahrung lästern sie aktuell lieber über die europäische/merkelsche Sparpolitik - aber aus objektiver Sicht können auch die Amerikaner nicht immer weiter mehr ausgeben als sie haben.

    Dennoch: Die Schwierigkeit in der aktuellen Lage besteht hüben wie drüben wohl offensichtlich darin, die richtige Balance zwischen Investitionen/Wachstum und Sparen/Entschulden zu finden. Wie bei einem Langstreckenlauf wird bei diesem Rennen nicht der schnellste Sprinter gewinnen, sondern Ausdauer, die richtige Strategie und Konstanz wird den Sieger formen.

    Klingt wahrscheinlich schlau daher gesagt, ich bin aber selbst gespannt, welche Lösung letztlich die richtige sein wird ;-)
  6. #6

    Münchau macht es einem nicht leicht.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mitt Romneys "Running Mate" Paul Ryan käme auch in Deutschland gut an. Sein radikaler Sparplan für die USA ist nicht schlimmer als Europas Fiskalpakt. Doch umsetzen lassen sich solch realitätsfernen Ideen eigentlich nur in einer Diktatur.

    Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan und sein Sparplan für die USA - SPIEGEL ONLINE
    Das einzige was bei Münchaus Kolumne stimmt ist das Datum das drüber steht. Man fragt sich wo Münchau in Europa eine "Variante Ryanscher Politik" entdeckt haben will wo wir vom Sparen so weit weg sind wie eh und je. Richtig kurios wird als er als er ausgerechnet in der Haushaltspolitik radikale Charaktere entdeckt haben will und dabei Kirchow und Metzger aufführt. Da müssen ihm die Grünen doch seit Jahrzehnten glatt entgangen sein deren gesamtes Politikmodell auf dem schüren von Angst vor dem jeweils nächsten Weltuntergang basiert, sei es nun Waldsterben, Atomtod oder Klimawandel. Wenn man in der deutschen Politik radikale Charaktere sucht, findet man sie ja wohl da. Man braucht sich nur bizarre Gestalten wie Claudia Roth oder Jürgen Trittin ansehen.
    Im nächsten Absatz findet er dann den Ansatz der Schuldenbegrenzung durch Sparen "historisch widerlegt". Richtig ist indess das Gegenteil, sein Modell des Begrenzen der Schulden durch Wachstum hat noch nie und noch nirgends funktioniert. Das einzige was von staatlichen Konjunkturprogrammen bislang immer übrig blieb waren die Schulden die man zu ihrer Finanzierung machte.
    Immerhin ein Gutes hat Münchaus Kolumne diese Woche, er fordert ausnahmsweise keine Eurobonds.
  7. #7

    Schuldenabbau durch Wachstum

    Ich bin kein so gebildeter Ökonom wie der Autor - aber dessen dauernde Wiederholung, Schuldenabbau funktioniert nur durch mehr Wachstum, erinnert mich irgendwie an ein Schneeballsystem - warum nur... aber vielleicht fehlt mir nur der Überblick über die Gesamtzusammenhänge ...:)
  8. #8

    ..eigentlich nur in einer Diktatur!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mitt Romneys "Running Mate" Paul Ryan käme auch in Deutschland gut an. Sein radikaler Sparplan für die USA ist nicht schlimmer als Europas Fiskalpakt. Doch umsetzen lassen sich solch realitätsfernen Ideen eigentlich nur in einer Diktatur.

    Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan und sein Sparplan für die USA - SPIEGEL ONLINE
    Danke für den Hinweis darauf, dass die EU eine Diktatur ist.
    Endlich mal ein wahres Wort!
  9. #9

    Netter

    Artikel der, wenn man ihn genauer betrachtet fundamental genauso ein Pamphlet darstellt, wie das kritisierte Wirtschaftsprogram eines konservativen Hardliners. Wenn dann noch parallelen zu einem Oswald Metzger gezogen werden, der sich mit unbequemen Wahrheiten ins Offside gestellt hat, dann liegt die Wahrheit eher bei: Jedes Volk bekommt die Regierung und das Fernsehprogramm was es verdient. Und alle drei sind vom Niveau her gleich.


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