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Romandebütantin Sarah Kuttner: "Simsalabim, guck mal, Witz!"

Schluss mit lustig? Als quasselnde Göre revolutionierte Sarah Kuttner das Musik-TV. Jetzt hat sie mit "Mängelexemplar" ihren ersten Roman geschrieben - über die Volkskrankheit Depression. In Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht sie über ihre ernsten Seiten, Angstattacken und kalkulierte Tabubrüche.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...611776,00.html
  1. #1

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    Sarah Kuttner ist nicht nach meinem Geschmack. Das heißt ja noch lange nicht, dass sie nichts drauf hat, aber trotzdem drängt sich angesichts von Interviews und Ankündigungen der Eindruck auf, als ob man eine ins Trudeln gekommene Medienkarriere jetzt mit aller Macht (und mit reichlich kollegialer Unterstützung) wieder aufs richtige Gleis schieben will.

    Für einen Autor ist zu Recht alles wichtig, was er schreibt. Aber ist es auch mitteilenswert?
  2. #2

    Mainstream

    Die eigentliche Tragik unserer Zeit besteht darin, dass es
    inzwischen vollkommen egal ist, ob man moderiert, modelt, Bücher schreibt, Filme dreht, Musik macht.
    Scheinbar zählt nichts anderes als die erworbene Popularität
    und der Wille sie bestmöglich zu vermarkten.
    Das die Print- und Onlinemedien solche Kampagnen fortwährend stützen ist traurig aber wohl Ausdruck des Zeitgeistes.
  3. #3

    Glaub,

    ich schreibe auch mal ein Buch.
  4. #4

    noch ein Buch...noch ein Buch

    toll, bestimmt ganz was neues zu dem Thema, noch dazu von einer Autorin mit viel Expertenerfahrung und Lebenserfahrung sowieso. Wird bestimmt ein Bestseller, genauso wie das von diesem Dieter B. oder wie hieß das Buch noch von dem Dingsbums über Dings...hach vergessen...
  5. #5

    Wozu?

    Weshalb ein Interview zu einem Roman, dessen einzige Existenzberechtigung der Name der Autorin ist, deren einziger Verdienst es war, auf den sekundären Vermarktungssendern weniger negativ aufgefallen zu sein als einige Kolleginnen?

    Gut, die Frage erübrigt sich, aber wo blieben die kritischen Fragen zur Marktplatzierung? Feuchtgebiete erreichte viele Leser über die Bekanntheit von Charlotte Roche, die dank naiver Fragen einige Künstler aus der Reserve locken konnte, und sich ungekünstelt selber darstellt. Das war erfrischend in einer Fernsehlandschaft, in der auf jugendlich getrimmte Moderatoren brav die Selbstdarstellung von Verlagsmusikern erlaubten.

    Das Buch selber war kaum bahnbrechend, die geplante und erreichte Verbreitung des Stoffes um so mehr. Hier hätte sich ein Kommentar zum momentanen Buchmarkt in Deutschland angeboten. Die Rolle der Vermarktung scheint einen bisher unerreichten Stellenwerk in unserer Kultur eingenommen zu haben. Musik kennen wir aus dem Radio, Bücher aus dem Fernsehen. Ein Netz der Intertextualität lässt sich so bequem neu spannen, und Verweise auf ein modernes Selbstverständnis und populäre Kultur erhalten Marktwert.

    Oder übt Kuttner Kritik an der Verbreitung einer modernen Medienideologie? Die Depression als Symptom einer medial motivierten Selbstentfremdung? Fragen über Fragen. Immerhin weiß ich nun, dass die Moderatorin eine andere Person ist als die Privatperson, und dass man bei Kuttners zuhause nur morgens liest.
  6. #6

    @ foul breitner

    Wir sollten das gemeinsam machen - so komme ich an Deine Fans und Du an meine! Mir schwebt sowas wie ein Tagebuch vor - ich glaub, das gab's bisher noch nicht!
  7. #7

    Mehr Klo

    Zitat von sam clemens Beitrag anzeigen
    Wir sollten das gemeinsam machen - so komme ich an Deine Fans und Du an meine! Mir schwebt sowas wie ein Tagebuch vor - ich glaub, das gab's bisher noch nicht!
    Ich lasse meine SPON Artikel drucken " Klapperschlange, Heisenberg & Klo. "
    Vielleicht bekomme ich so eine Stelle bei Viva, gehe anschließen zur Läuterung zum NDR und schreibe ein richtiges Buch mit dem Titel " Trockengebiete "
  8. #8

    Typisch

    Was soll denn dieses Rumgehacke auf dem Buch? Gelesen hat es hier anscheinen keiner (ich auch nicht). Wenn es denn so störend ist, dass jeder Pseudopromi bei Verlagen sofort einen Vertrag bekommt, dann schimpft über die Verlage. Ihr würdet einen hoch- oder sonstwie dotierten Vertrag doch auch nicht ausschlagen, zumal es ja nicht ehrenrühriges ist, ein Buch zu schreiben.

    Stören tut mich an dem Buch etwas ganz anderes, nämlich der Preis! Runde 15 Euro, die Verlage spinnen doch! Was soll das? Zu DM Zeiten hat man Bücher als Taschenbuch für um die 10 Mark bekommen, auch ganz neue Titel. Ich weigere mich, solche Wucherpreisblattsammlungen zu erwerben.

    Und wer hier durch die ganzen Bohlenbücher in seiner Intelligenz beleidigt zu werden-schreibt doch selber mal was. Wers Alphabet kann, ist mit im Rennen. Romane sollen übrigens unterhalten, nicht informieren oder bilden. Soviel zur Qualität der Kritiker hier im Forum, die offenbar die unterschiedlichen Kategorien der Literatur noch gar nicht begriffen haben.
  9. #9

    Buch schreiben

    Zitat von Foul Breitner Beitrag anzeigen
    ich schreibe auch mal ein Buch.
    Prima Kommentar, Foul. Ist scheinbar auch ganz einfach. Man setzt sich hin and faengt an. Jede Hausfrau, jede TV- Ansagerin, Pipi-Maedchen, Formel-1 Fahrer. Jeder schreibt heute ein Buch. Und Spiegel on-line macht dann kostenlos die promotion. So viel Glueck hatte Thomas Mann nicht. Der musste noch monatelang anstrengende Vorlesereisen machen.








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