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Rohstoffsuche in Deutschland: Herr Müllers Gespür für Erz
SolarworldLithium gilt als Rohstoff der Zukunft, man braucht es zum Bau von Akkus für Elektrofahrzeuge und Solarsysteme. Jetzt sucht ein deutscher Konzern im Erzgebirge nach dem begehrten Leichtmetall. Geologen vermuten ein Lager von Milliardenwert.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...828889,00.html
- #20 30.04.2012 17:19 von
Glück auf!
Ich muss damtschweli mal insofern zur Seite springen, als dass das Erzgebirge als eines der ältesten industriellen Bergbaugebiete der Welt gelten kann und Agricola als Begründer der Mineralogie und Bergbaukunde gilt. Freiberg hat mit der Bergakademie die älteste noch betriebene Montanwissenschaftliche Universität der Welt und damit genügend Expertise und Erfahrung direkt vor Ort. Desweiteren ist der Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet rein bergbau- und verfahrentechnsich nicht mit den Lagerstätten im Erzgebirge zu vergleichen.
Ich gebe Ihnen aber trotzdem recht und das schwingt im Artikel etwas unterschwellig mit: bei der Spekulation über neue Lagerstätten weht viel Wehmut über die vermeintlich grossen Tage des Bergbaus durch der schale Luft der Gruben. Lokalpatriotismus gepaart mit der Sehnsucht man könne mit einer Handvoll Bergwerken und ein Paar ppm Lithium, Germanium oder Indium im Gestein, ein Wörtchen am Weltmarkt miteden, weckt eben Träume. Ich habe in Freiberg studiert und kenne diesen etwas naiven Stolz über die eigene Geschichte ziemlich gut.
Das Erzgebirge ist in der Tat reich an Rohstoffen, aber, unter Berücksichtigung der hiesigen Umwelt-, Arbeitsschutzbedingungen und aller möglichen Auflagen, lohnt sich das nie und nimmer. Vergleichebahre Lagerstätten kann man in Afrika, Südamerika oder Asien ausbeuten. Dort gibt es genug billige Manpower und korrupte Regierungen und Milizen. In Mitteleuropa macht sich niemand für so geringe Gehalte die Finger schmutzig und versaut sich den Vorgarten. Das ist zwar hart, aber so läuft der Laden nun mal. - #21 30.04.2012 20:03 von
Die riesigen Salzhalden der K S müssten auch noch Litihum beinhalten und könnten im tagebau gefördert werden. Wer allerdings glaubt in Zinnwald könne man für 30 Mill. € ein Bergwerk erstellen, geht irr. So jenseits der 300 Mill. € sind schon notwendig
- #22 30.04.2012 20:03 von
Die riesigen Salzhalden der K S müssten auch noch Litihum beinhalten und könnten im tagebau gefördert werden. Wer allerdings glaubt in Zinnwald könne man für 30 Mill. € ein Bergwerk erstellen, geht irr. So jenseits der 300 Mill. € sind schon notwendig
- #23 01.05.2012 12:05 von
Ja. Auch wenn ich mal davon ausgehe, dass sich die höchsten Konzentration auf den Abraumhalden messen lassen (dort muss man sich ja nicht unbedingt aufhalten), "strahlen" weite Teile des Erzgebirges durch die natürlich Beschaffenheit des Untergrundes.
Einen kurzen Überblick gibt es hier: Strahlende Erde - Geogene Radioaktivität
Mann kann also weder rücksichtslosen Bergbau dafür verantwortlich machen noch kann man wirklich was dagegen tun. Ich weiss nicht mehr genau, wie hoch die Strahlenbelastung absolut sind. Auf jeden Fall überstiegen, sie die Dosen, denen man durch Mobiltelefone und Flugreisen ausgesetzt ist nicht.
ICh weiss nicht ob es solche Aufbereitungsverfahren gibt. Es wäre zwar sicherlich erstrebenswert vor Ort sauberen, arbeitsplätzeschaffenden und nachhaltigen Bergbau zu betreiben, aber der Fakt, dass sich noch keine internationalen Konzerne um Abbaurechte reissen, bzw. massiv in die Exploration investieren ist mir Beweiss genug, dass sich das noch nicht lohnen kann. Es sei denn, man ist aus Political Correctness und Heimatliebe bereit das x-fache für die geförderten Rohstoffe zu bezahlen.
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