Zitat von
cato-der-ältere
Es gab eine Zeit da wurde gerne mal ein einsamer HartzIV-Empfänger in eine Talkrunde, zusammen mit einem Herrn Henkel oder einem Herrn Röttgen geladen. Nichts hat so meinen Eindruck von Herrn Röttgen geprägt als dessen Retourkutsche auf die wütende, verzweifelte Forderung dieser arbeitslosen Frau nach Unterstützung durch die Gesellschaft. Nein, nein, lehrerhaft den Kopf schüttelnd, indigniert an der Designer-Brille rückend, solch hemmungslose Solidarität käme für ihn nicht in Frage, denn er stehe auf dem Boden der "katholischen Sozialethik"!
Was es damit im Einzelnen auf sich hatte, erfuhr man nicht, da schon der nächste Kandidat das Wort ergriff. Aber eine derart aalglatte, unerträglich verdrehte, gleichwohl für das verlogene Polit-Theater beispielhafte Nummer war entlarvend. So kommt es eben trotz größter Geschmeidigkeit immer wieder mal zur Entgleisung. Wenn es stimmen sollte dass dieser Herr Kanzler werden will, dann sollte man jetzt mal anfangen ihn so zu demontieren dass daraus keinesfalls etwas wird. Diese Herren mit den blütenweissen Hemden und Seidenkrawatten sollen uns allerdings bitte allesamt erspart bleiben.