ob es einem Staatsminister wirklich schaden wuerde - speziell mit dieser Herkunft - wenn er (wenn er sie denn dann hat/haette) mehr Emotionen und Betroffenheit zeigen wuerde?
dapdSchwieriger Termin für Philipp Rösler auf seiner Vietnamreise: Der FDP-Politiker besuchte ein Heim für behinderte Jugendliche, Spätopfer des von Amerikanern im Krieg eingesetzen Giftgases Agent Orange. Und plötzlich wird der Minister persönlich.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...856483,00.html
ob es einem Staatsminister wirklich schaden wuerde - speziell mit dieser Herkunft - wenn er (wenn er sie denn dann hat/haette) mehr Emotionen und Betroffenheit zeigen wuerde?
Der Herr Rösler ist einfach zu gut für die Politik. Irgendwann muss er es doch auch mal merken und wieder in seinen Beruf zurück kehren. Mich freut, wenn Politiker noch "menscheln" und nicht die aalglatten Profis ohne Profil darstellen. Für den Erfolg in der Politik ist dies aber heutzutage eher hinderlich (gelinde auagedrückt)
... in einem anderen Ihrer Artikel ist beschrieben, dass Herr Roessler sich beruehrt fuehlte, als er eine Mail zugeleitet bekam mit einem Foto einer der Nonnen, die sich um das kleine Baby Roessler einst kuemmerten. Warum besucht er sie dann nicht? - Die ersten Lebenswochen und -monate sind die wichtigsten im Leben, heisst es. Auch wenn der mittelalte Herr Roessler sich nicht mehr erinnern kann, es duerften dies wohl die wichtigsten Wochen und Monate in seinem Leben gewesen sein. .... Ich finde es daher etwas bloede und verlogen, was der mittelalte Herr Roessler so erzaehlt und was er so tut. Auf Parteitagen 'freut' er sich, dass seine Verwandschaft gekommen ist. Selber kuemmert er sich ueberhaupt nicht drum.
Unser Verein Chao-Vietnam e.V. versucht seit Jahren, Hilfe alle Arten, um Agent Orange Problematik sowie Opfer bekannter zu machen. So selten bekommen wir Interesse der Presse. Ich würde mich freuen, wenn mehr Menschen durch diese Pressemeldung im Zusammenhang des Besuchs von Herrn Rössler in Vietnam unserem Verein aktiv helfen werden. Wir habe eigene Seite im Internet. Helfen Sie uns, mehr Menschlichkeit zu bekommen.
...dass ich hier schon wieder Kommentare lese, die die Gesten und Gefühle von Hr. Rösler kritisieren. Da scheint die Antipathie der Empathie gewaltig im Wege zu stehen.
Ich freue mich, dass Herr Rösler diese Gelegenheit hat und wahrnimmt. Ebenso scheint mir das bisschen Geld, das laut Artikel gegeben werden soll, mehr als angemessen ausgegeben wird. Diese Form von Nachrichten finde ich persönlich sehr wertvoll, da sie auf das Positive und Menschliche fokussieren.
wie cool! im friendship village hab ich drei monate gearbeitet, im garten,weil sie dran arbeiten sich komplett selbst zu versorgen und mit den kindern. man muss aber dazu sagen, dass es eindeutig eines der besseren heime ist, da es keine rein staatliche einrichtung ist, sondern von deutschen, kanadischen und amerikanischen spendern unterstützt wird. an einem der leider vor ein paar jahren durch überschwemmung nicht mehr bewohnbaren häuser ist sogar ein schild dran mit dem hinweis,dass es vom land baden- württemberg finanziert wurde. außerdem arbeiten dauernd freiwillige wie ich dort. in staatlichen heimen geht es viel schlimmer zu
.. die man nur bekommen kann, wenn man genug diplomatische Kontakte hat. Ich veröffentliche es nun einfach: in Hoi An, d.h. in der Mitte des Landes (genau in der Gegend, wo die meißten Kräuter produziert/angebaut werden, die so wichtig für die Küche sind) wird das Agento Orange am Flughafen IMMERNOCH in riesigen Tanks gelangert, die vor sich hinrosten. Man kommt am Flughafen an, steigt aus, geht über's Rollfeld - hinter den Büschen die Kanistertürme. Kurz, man weiß einfach nicht, was man mit dem Agent Orange in diesen rauen Mengen anfangen soll. Also lagert der GIFTMÜLL dort immernoch. Das ist kein gesichertes Endlager, sondern langsam rostende , siechende Umweltverschmutzung.
Die aussteigenden Touristen wissen es natürlich nicht - und dass sich ausländische Journalisten für das Thema interessieren würden .. möchte man gerne glauben, aber welchen Einfluss sollte man hier ausüben? Auf eine Diktatur? Aus Deutschland?
Der Strand in Hoi An ist immernoch kontaminiert, genauso natürlich wie die umliegenden Felder aus Sand auf dem die Kräuter angebaut werden. Fragen Sie mal in Berlin einen vietnamesischen Gemüsehändler, wo er seinen Thaibasilikum bestellt: in anderen asiatischen Ländern, niemals in Vietnam. O-Ton: die verseuchten Kräuter soll keiner essen!
Die werden in ganz Vietnam verkauft (!).
Die Fischer dort mit ihren Hütten wurden gerade in den letzten 5 Jahren ENTEIGNET ohne Ersatz zu bekommen, und diejenigen, die sich gewehrt haben -juristisch - sind in Gefängnissen gelandet. Als Systemfeinde. So viel zur Diktatur dort.
Nächster Punkt: jetzt entstehen dort Luxusuressorts auf den Grundstücken der enteigneten Fischer. Der Tourist aus dem Westen hat davon keine Ahnung, sieht aber die teilweise nur halb abgerissenen Ruinen der Fischerhütten - und könnte sich Fragen dazu stellen, wenn er an der Schnellstrasse im Taxi vorbeirauscht.
Aber natürlich staunt der Tourist und bemerkt diese Probleme nicht, ich würde mich freuen, wenn der Spiegel diese Erkenntnisse endlich ein mal selbst beobachten, recherchieren und veröffentlichen würde - und dann in Verbindung mit Politikerbesuchen stellen würde (!). Welch Hohn dieser Besuch ist, die Opfer zu bedauern, statt etwas an der Situation zu ändern (!).