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RockMelt: Der Browser für die Facebook-Ära?

Als "Social Browser" soll der von Ex-Netscape-Machern entwickelte RockMelt den Markt aufmischen. Klingt clever, dürfte aber für Zündstoff sorgen: Der Browser will zum Makler der Daten und Passwörter werden, die er in die so genannte Cloud exportiert - ein Datenschutz-Albtraum.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...727824,00.html
  1. #1

    RockMelt der Browser

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als "Social Browser" soll der von Ex-Netscape-Machern entwickelte RockMelt den Markt aufmischen. Klingt clever, dürfte aber für Zündstoff sorgen: Der Browser will zum Makler der Daten und Passwörter werden, die er in die so genannte Cloud exportiert - ein Datenschutz-Albtraum.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...727824,00.html
    Sowas kommt mir nicht auf die Festplatte. Egal ob auf n'em Apfel oder Windoofrechner. Cloud und Social Networks, sind Sprüche die wir nicht brauchen. Da kann ich ja gleich meine Zugangsdaten fürs Homebanking nebst Tans in die Cloud hochladen. Ich lösche auch meinen Account bei Facebook und Co. wieder. Um Kontakte mit Freunden und Kollegen zu halten reichen mir eMail, Skype etc. allemal. Sollte das nicht gehen, dann gibt es Telefone, Faxgeräte und die guten, alten, sehr persönlichen Briefe. Ich muss auch nicht jederzeit erreichbar sein (will ich auch garnicht!), oder von überall her auf meine Daten zugreifen können. Oder nimmt jemand seine privaten Akten mit in den Skiurlaub?
  2. #2

    Wen wundert's?

    Ich kann mich noch sehr gut an das Drama um die (ursprünglich für Anfang der 1980er geplante) Volkszählung 1987 erinnern. Damals hat man uns alle angespitzt und unter dem "Datenschutz"-Siegel auf die Straße und den passiven Widerstand gebracht. Ziviler Ungehorsam war angesagt. Und zunächst hat ja auch das Bundesverfassungsgericht die Volkszählung untersagt.

    Dass die meisten damaligen Gegner der Volkzählung damals wie heute überhaupt nicht kapiert haben, was Datenschutz eigentlich bedeutet, sieht man heute, rund 20 Jahre später, sehr deutlich bei facebook, meinVZ, und wie sie alle heissen. Heute, wo die Gefahr des Missbrauchs unserer Daten aufgrund der weit fortgeschrittenen technischen Infrastruktur und deren Möglichkeiten (von der vor 20 Jahren noch niemand geträumt hat!) exorbitant höher ist, ziehen sich dieselben Leute mit Informationen freiwillig vor der Welt(!) aus, die Vatter Staat vor 20 Jahren nicht mal wissen wollte.

    Heute - wie vor 20 Jahren - fehlt absolut das Bewusstsein und Wissen zum Thema Datenschutz im Großteil der Bevölkerung, kurioserweise insb. bei denen, die Zugriff auf und Affinität zu dieser Technologie haben. Ganz besonders gilt dies für Schüler. Ich hoffe, dass diese neuen Medien (und deren Gefahren) bald auch offizielles Thema im Unterricht werden und nicht nur auf schwach besuchten Info-Veranstaltungen von Polizei und engagierten Eltern. Sich hier nur auf die heutige Elterngeneration (die 1983 ff. noch so einen Rabbatz gemacht hat) zu verlassen, wäre in meinen Augen ein großer Fehler!
  3. #3

    ...

    Zitat von Niamey Beitrag anzeigen
    ... Ich lösche auch meinen Account bei Facebook und Co. wieder. ...
    Also ob das was nützen würde ... - aber auch die Blase platz genauso schnell wie sie gekommen ist - ... hofffentlich!
  4. #4

    .

    Ob dieser Browser den Herrn Zuckerberg erfreuen wird weiss ich nicht. Immerhin sammelt der Browser ja all die gewinnträchtigen Daten selbst ein.

    Dies tut er zwar unter der Vorgabe sie (nur) verteilen zu wollen, doch niemand wird RockMelt davon abhalten, diese Daten auch an die eigene Zentrale weiter zu leiten oder anderweitig für das eigene Geschäftsmodell zu nutzen. Wenn sich dieser Browser gut verbreitet, hat Herr Zuckerberg ernsthafte Konkurrenz.
  5. #5

    Digitale Bohème

    Das Netz wird bourgeois. Die größten Verfechter der Datenschutzpolitik von Facebook und Google stammen inzwischen aus der Bohème. Für sie passt das Internet perfekt in die Welt des Konsumkapitalismus: Es erzählt eine Geschichte über Selbsterfindung, Innovation und Effizienz. Da passt der neue Browser nur ins Bild. Ein paar interessante Gedanken zu dem Thema gibt es hier.
  6. #6

    Spyware

    Mit Spyware verseuchte Browser sind doch nichts neues. Neu ist eher, die Spyware als Feature zu deklarieren.

    Nun ja, wer so blauägig durchs Leben geht, für den wird es nochmal ein böses Erwachen geben. Aber es müssen halt erst 2-3 Spamanrufe pro Tag kommen, bis die Erkenntnis reift, dass man seine Telefonnummer wohl einmal zu oft angegeben hat...


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