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Riskante Kreuzfahrt-Manöver: Kapitäne müssen Highlights bieten
Warum fuhr das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" so nahe an die Küste heran? Ein deutscher Experte ist der Meinung: Die Kapitäne auf solchen Luxuslinern sind einem enormen Druck ausgesetzt - die Passagiere haben große Erwartungen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...809192,00.html
- #20 15.01.2012 17:32 von
ich habe einige Kreuzfahrten u.a. mit Costa hinter mir und irgendwelche Highlights die das Risiko mit sich führen, dass das eigene Leben bedroht ist habe ich nie gebraucht. Highlight war ja an und für sich die Kreuzfahrt als solche. Und die Erwartung eines Passagieres ist doch eher, dass man dort ankommt wo man hin will. Achterbahn fahren kann ich ja dann auf dem Volksfest.
- #21 15.01.2012 17:32 von
Italiener?
Das Schiff gehört dem Kreuzfahrtgiganten Carnival in USA, Costa ist nur eeine Marke von Carnival, die Amerikaner bestimmen, was gebaut wird und wer das Schiff fährt. Auch wenn der Kapitän Italiener ist, der Großteil der Mannschaft kommt wie überall auf diesen Schiffen aus Asien.
Entweder hat der Kapitän hier richtig Mist gebaut, oder das Schiff hatte vorher einen Defekt, war beim Schwesterschiff Carnival Splendor schon mal der Fall. Carnival sollte besser gescheite Schiffe bei der Meyerwerft oder STX kaufen, statt Billigliner von Fincantieri in Italien. - #22 15.01.2012 17:33 von
- #23 15.01.2012 17:35 von
- #24 15.01.2012 17:37 von
Der Kapitän verließ das Schiff zu früh
Zitat aus dem Artikel:
Es sich sehr seltsam, dass der Kapitän das Schiff vor Abschluss der Evakuierung der Passagiere verlassen hat. Noch seltsamer ist die Tatsache, dass er die Hafen-Kommandantur nicht informiert hat. Aus diesem Grund würde ich a priori den Vorsatz nicht ausschließen....das Schiff um 21.45 Uhr auf den Felsen auflief, der Kommandant aber schon gegen 0.30 Uhr an Land war. Zu diesem Zeitpunkt versuchten noch zahlreiche Passagiere und Besatzungsmitglieder, das sinkende Schiff zu verlassen. Der Kapitän habe es außerdem versäumt, die Hafenkommandantur in Livorno rechtzeitig darüber zu informieren, was an Bord geschieht. - #25 15.01.2012 17:37 von
- #26 15.01.2012 17:37 von
Abhängig von seiner Masse, benötigt ein Schiff etwa das 15- bis 20-fache seiner Länge, um zum Stillstand zu kommen. Ein Echolot müßte also in etwa mehr als 4,5 Kilometer des Seegebietes in Fahrtrichtung - bei Höchstgeschwindigkeit - untersuchen können, um automatisch eine Kurskorrektur überhaupt noch rechtzeitig vornehmen zu können.
Das Schiff operierte in Küstennähe, bei welcher Geschwindigkeit es auf Grund lief, ist zur Zeit wohl noch unbekannt. Die Offiziere verließen sich wohl auf Seekarten, die möglicherweise ungenau waren. - #27 15.01.2012 17:38 von
Neidhammelei ???
Genau !
Und jeder Rallye-Dakar-Fahrer ist ein Idiot.
Und jeder Skifahrer soll sich doch die Haxen brechen (könnte ja auch zu Hause bleiben!).
Und jeder Benz oder Porsche-Fahrer, der sich vor eine deutsche Eiche setzt, ist selber Schuld!
Und jeder, der auf so einem Prasser-Liner auch noch freiwillg arbeiten will ... ach nein ... gut, die vielleicht nicht! Aber zumindest jeder Gast, der an Bord eines solchen Schiffes mal an einem Glas Sekt oder auch Schampus schlürft, sollte von Amts wegen seine Rettungsweste gleich persönlich beim Kapitän abgeben müssen !
Vielen Dank für Ihren erhellenden Beitrag.
Ihr Mitgefühl bewegt sich in engen Grenzen ?
Hochmut kommt vor dem Untergang ??
Diesen Satz sollten Sie sich mal zu Herzen nehmen wie mir scheint ! - #28 15.01.2012 17:45 von
Doch. Es könnte Vorsatz gewesen sein...
- #29 15.01.2012 17:55 von
hier wurde
offenbar "nautisch" nicht sehr genau hingeguckt! Denn es gibt bei den Echolots die Einstellung > Flachwasser < ! Das heißt, Flachwasser liegt vor, wenn die Übertragung den Charakter eines Wellenleiters mit wenigen akustischen Moden hat. Dies ist der Fall wenn die Wassertiefe nur wenige Wellenlängen des abgestrahlten Echo-Schallstrahls beträgt. Als Faustformel kann man ansetzen, dass Flachwasserausbreitung vorliegt, wenn das Produkt von Wassertiefe in m und Frequenz in kHz kleiner als 100 ist. Zudem ist der nach vorne abgestrahlte Winkel, schon wegen der Schiffsgeschwindigkeit über Grund, eine recht genau, und ständig zu kontrollierende Größe. Warum, bei allen guten nautischen Ausbildungen dann jemand ein so großes Schiff, das sicher ne knappe Seemeile Fahrweg benötigt, um wesentlich vom momentan anliegenden Kurs abzulaufen, in so, für das riesen Schiff enge Manövergebiete fährt, ist uns schleierhaft! Aber vllt. sind ja automatische Maschinensteuerungen ausgefallen, oder es war der Autopilot falsch programmiert? Aber das würden wir eher nicht als wahrscheinlich ansehen. Und wenn man, wie jeder Seefahrer, Nautik studiert hat, weiß man, dass sich der Meeresboden durch Seebeben, jederzeit, und überall ändern kann.
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