Warum fuhr das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" so nahe an die Küste heran? Ein deutscher Experte ist der Meinung: Die Kapitäne auf solchen Luxuslinern sind einem enormen Druck ausgesetzt - die Passagiere haben große Erwartungen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...809192,00.html
Der Kurs der "Costa Concordia":
http://2.bp.blogspot.com/-UGMVjC3qmw..._concordia.jpg
Das Unterwasserschiff der "Costa Corcordia" wird wohl tatsächlich bei "Le Scole" schwer beschädigt worden sein. Fuhr dann noch an der Hafeneinfahrt vorbei, wendete um 180 Grad und wurde, bevor es dann später kenterte, in seichteres Wasser, direkt vor dem Hafen, manöveriert.
Um 21:30 Uhr sitzt die Hälfte der Passagiere beim Essen und kriegt nichts von draußen mit, die andere Hälfte ist entwaeder bei einer Bordveranstaltung oder auf der Kabine. An Deck dürfte im Januar wohl so gut wie niemand sein.
Das Manöver wahr höchstwahrscheinlich ein Gruß an die Kameraden an Land auf Giglio, also nicht wegen der Passagiere.
Den Satz zu wiederholen, macht ihn nicht richtiger.
Hier ist "der Mensch" (höchstwahrscheinlich) an einem dämlich agierenden Vertreter seiner Spezies (nämlich dem Kapitän) gescheitert.
Das hat mit "der Natur" wenig zu tun.
Wenn jemand Krankes stirbt, weil eine komplizierte medizinische Operation misslingt, würden sie dann auch den obigen Satz trompeten? Denn da wird auch moderne Technik "gegen die Natur" eingesetzt.
Sehe ich mir die Szenen an der Einbootungsstation an überkommt mich der Horror vor so einer Situation!
Wer sollte in dem Gedränge, dem Sprachenwirrwar kompetent handeln, den Überblick behalten und gezielte Anweisungen geben!
die verstanden und situationsbedingt zügig ohne wenn und aber befolgt werden?
Ich habe Hochachtung vor den Besatzungsmitgliedern die da offensichtlich gut agierten und die Menschen von Bord brachten.
jetzt im Nachhinein dem nachgeordneten Personal das Chaos anzulasten ist unfair!
Falls der in der Karte eingetragene Kurs so stimmt, und auch die angenommene Geschwindigkeit des Schiffes, dann ist das Schiff während der Durchfahrt möglicherweise auch passend gemacht worden. Der Abstand zwischen den Felsen bei "Le Scole" beträgt etwa 55-60m. Das Schiff war 35,5m breit und rauschte da mit 15 Knoten durch und führte während der Durchfahrt noch eine Kurskorrektur durch. Den zwei Hauptfelsen sind noch kleinere vorgelagert. Kann man in Google Maps erkennen.
Ich vermute nach der Durchfahrt war klar, dass das Schiff schnell sinken würde. Deshalb später das Wendemanöver. Vermutlich ist der Rumpf sogar auf beiden Seiten schwer beschädigt. Kurz vor der Passage gab es wegen der Geschwindigkeit keine Ausweichmöglichkeit mehr. Der eigentliche Navigationsfehler muss also schon vorher passiert sein; selbst wenn sich herausstellen sollte, dass nur eine Rumpfseite beschädigt worden ist - z.B. durch eine Vorbeifahrt an "Le Scole".
(Ich kann offengestanden nicht verstehen, wie jemand den Versuch unternehmen kann, da mit einem 290m Schiff durchzukommen.)
Der Tiefgang des Schiffes ändert sich mit der Dichte des Wassers, in Frischwasser mehr, in Salzwasser weniger, die Temperaturunterschiede machen sich nur marginal bemerkbar, es handelt sich eh nur um wenige, bei der Stabiltätsrechnung zu berücksichtigende sonst aber zu vernachlässigende Centimeter.
Um mit voller Fahrt sicher zu vermeiden eine Grundberührung zu haben muss ich den Squad berücksichtigen, die Faustformel ist den halben Tiefgang Wasser unter dem Kiel zu haben.
Bei 8m Tfg. also 4m.
Das existierende Kartenmaterial ist hervorragend (eigene Praxis)
Das Verhalten der verantwortlichen Nautiker ist nicht zu entschuldigen.
Die Dichte des Wassers wird keine Rolle gehabt haben. Die Wassertemperatur betrug etwa 14 Grad Celsius.
Der Squat-Effekt könnte sich während der Passage mit hoher Geschwindigkeit - zwischen den Felsen bei "Le Scole" - ausgewirkt haben. Darüber wird auch im Internet bereits diskutiert.
Ich frage mich nur, ob es überhaupt geplant war, diese Passage zu wählen? Ich glaube nicht und als der Navigationsfehler (so meine Vermutung) bemerkt wurde, war es bereits zu spät für eine Kurskorrektur. Wie der Kurswechsel während der Passage zu beurteilen ist, ist wohl als Versuch zu werten wieder in tieferes Wasser zu gelangen. Als dann auf der Brücke klar wurde, dass das Schiff wohl unvermeidlich relativ schnell sinken würde, wurde gewendet und das Schiff in die Nähe des Hafens manöveriert, um den Untergang in tieferen Gewässern zu vermeiden.