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Risikolebensversicherung: So sparen Frauen bei den Unisex-Tarifen

DPADie Risiko-Lebensversicherungen für Frauen werden deutlich teurer - weil die Versicherer ihre Tarife für beide Geschlechter anbieten müssen. Wer jetzt noch abschließt, kann kräftig sparen. Die Zeitschrift Finanztest hat die günstigsten Angebote ermittelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...851061,00.html
  1. #1

    optional

    man fragt sich bei sovielen Fragen, ob es sich überhaupt noch um eine Versicherung handelt, wenn die Versicherungsfirma jegliches Risiko durch EKGs und ähnliches ausschalten wollen. Wenn jeder Kunde sein eigenes Risiko tragen muss, dann ist der Sinn und Zweck der Versicherung (nämlich das Risiko auf viele zu verteilen) irgendwie nicht mehr gegeben.
  2. #2

    Etwas seltsam

    Dieser Artikel ist irgendwie seltsam, denn die Risikolebensversicherung ist wohl so ziemlich die einzige Versicherung, bei der Frauen mehr zahlen müssen als Männer wegen des Unisextarifs. Hat der Spiegel nur Frauen als Leserinnen und keine Männer? Warum wird nicht erwähnt das sich für Männer die Prämien für die private Krankenversicherung stark erhöhen? Und dabei geht es nicht um 30 € im Jahr sondern um 1000 € oder mehr im Jahr. Soll der Artikel so eine Art Geschlechterkampfproganda sein so nach dem Motto "Schaut her wie die armen Frauen benachteiligt werden"?
  3. #3

    Frage andersherum

    Zitat von pömpel Beitrag anzeigen
    man fragt sich bei sovielen Fragen, ob es sich überhaupt noch um eine Versicherung handelt, wenn die Versicherungsfirma jegliches Risiko durch EKGs und ähnliches ausschalten wollen. Wenn jeder Kunde sein eigenes Risiko tragen muss, dann ist der Sinn und Zweck der Versicherung (nämlich das Risiko auf viele zu verteilen) irgendwie nicht mehr gegeben.
    Warum sollte ich als normalgewichtiger Nichtraucher den gleichen Beitrag zahlen wie ein Risikokunde? Die Absicherung kostet für mich eben 4000 EUR für 20 Jahre, für den anderen 6000 EUR, da er ein 1,5-faches Sterberisiko in der Zeit hat. Das ist völlig legitim und nicht ungerecht. Das Risiko bei einem Unfall zu versterben kann auch mit einem EKG nicht ausgeschlossen werden.
    Es geht bei einer Risikolebensversicherung um die Absicherung der Familie, z.B. um den Kindern später ein Studium zu ermöglichen. Der Kettenraucher mit der dicken Plauze zahlt dann halt 150 oder 200 EUR mehr im Jahr, bekommt die Absicherung aber trotzdem.
  4. #4

    Ich frage mich ja immer, wie viele muskulösen Leistungssportler nach BMI-Berechnung Adipositas haben.
  5. #5

    nicht ganz

    Zitat von malwasganzneues Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel ist irgendwie seltsam, denn die Risikolebensversicherung ist wohl so ziemlich die einzige Versicherung, bei der Frauen mehr zahlen müssen als Männer wegen des Unisextarifs.
    in der privaten Unfallversicherung zahlen Frauen ebenfalls deutlich mehr ab 2013.

    Die Einführung von Unisextarifen halte ich für grundverkehrt, hebelt sie doch das Grundprinzip der Risikokalkulation aus.
    Das wird bei den Krankenversicherungstarifen in 2013 ein Heidenspaß. Kein Versicherer weiß um die Menge wechselwilliger Damen, die Tarifkalkulation verkommt zur Farce und wird für (noch) häufigere Prämienanhebungen sorgen.

    "Auch bei ihr ist der Beitragsanteil endgültig verloren, der in die Risikovorsorge fließt. Da ist es besser, Versichern und Sparen zu trennen, empfiehlt "Finanztest".

    allerdings besteht die Möglichkeit die erwirtschafteten Überschüße aus dem Risikoanteil in einem Fonds anzusparen. Zu dieser Ablaufsumme kann am Vertragsende noch ein Risikoüberschußanteil ( bei weniger Toten als kalkuliert) hinzukommen, die Auszahlung ist übrigens steuerfrei ( ohne Einschränkung mind. 60 oder 12 Jahre MLZ o.ä )
  6. #6

    Zitat von grief Beitrag anzeigen
    Warum sollte ich als normalgewichtiger Nichtraucher den gleichen Beitrag zahlen wie ein Risikokunde? Die Absicherung kostet für mich eben 4000 EUR für 20 Jahre, für den anderen 6000 EUR, da er ein 1,5-faches Sterberisiko in der Zeit hat. Das ist völlig legitim und nicht ungerecht. Das Risiko bei einem Unfall zu versterben kann auch mit einem EKG nicht ausgeschlossen werden.
    Es geht bei einer Risikolebensversicherung um die Absicherung der Familie, z.B. um den Kindern später ein Studium zu ermöglichen. Der Kettenraucher mit der dicken Plauze zahlt dann halt 150 oder 200 EUR mehr im Jahr, bekommt die Absicherung aber trotzdem.
    Natürlich ist das legitim und ich möchte auch nicht die hohen Beiträge zahlen weil jemand anderes zuviel Futtert oder raucht. Aber es ist die Frage wo die Risikoeinschätzung des Kunden ihre Grenzen hat. Das Risiko in einem Verkehrsunfall zu versterben kann ebenso begrenzt werden. Wahrscheinlich müssen sie ihre Punkte in Flensburg auch angeben und ihre KFZ-Versicherung wird vllt. auch zu Rate gezogen. Ebenso wie oft sie Nach Amerika fliegen und bei einem Terroranschlag ums Leben kommen könnten. Am besten sie bleiben ihr Leben lang zu Hause und machen täglich 3 Stunden Sport auf dem Heimtrainer.
    Wenn ihr ganzes Leben analysiert wird finde ich es irgendwann zu pervers.
  7. #7

    Müssten praktisch alle sein...

    Zitat von saga1310 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich ja immer, wie viele muskulösen Leistungssportler nach BMI-Berechnung Adipositas haben.
    ... mein BMI bei theoretischen 0% Körperfett (habe das mal bestimmen lassen) wäre immer noch 23.
    Bei 5% wären es gut 25. Leider wäre man dann derart ohne Reserven, dass sich die Lebenserwartung im Schnitt schon reduziert ist.
    Mit normalem Köperfettanteil um 15% sind es dann schon fast 28,5... und mit dem oberen Wert des Normalbereichs von 20% dann 29. Und beim Maximum des empfohlenen Wertebereichs von 25% sind Sie bei ca. 31.
    Das mal so als Grobberechnung ohne Einbeziehung von Sekundäreffekten wie Muskelabbau.
    Und bei mir war es jetzt nicht mal extremer Kraftsport sondern "nur" das begleitende Fitnesstraining zum Hockey, dass ja nicht zu Lasten der Beweglichkeit gehen darf.
    Bei meinem bankdrückenden Kollegen können Sie locker nochmal überall mindestens 5 Punkte draufhauen... der würde nach BMI noch "adipös verhungern"...
  8. #8

    Unisex ist doof

    Zitat von grief Beitrag anzeigen
    Warum sollte ich als normalgewichtiger Nichtraucher den gleichen Beitrag zahlen wie ein Risikokunde? Die Absicherung kostet für mich eben 4000 EUR für 20 Jahre, für den anderen 6000 EUR, da er ein 1,5-faches Sterberisiko in der Zeit hat. Das ist völlig legitim und nicht ungerecht. Das Risiko bei einem Unfall zu versterben kann auch mit einem EKG nicht ausgeschlossen werden.
    Es geht bei einer Risikolebensversicherung um die Absicherung der Familie, z.B. um den Kindern später ein Studium zu ermöglichen. Der Kettenraucher mit der dicken Plauze zahlt dann halt 150 oder 200 EUR mehr im Jahr, bekommt die Absicherung aber trotzdem.
    Sehe ich ganz genauso - allerdings hat eben *auch* das Geschlecht des Versicherten einen Einfluss auf das Risiko, nicht nur bei Krankheit und Lebensversicherung, natürlich auch bei Unfall, Haftpflicht usw.

    Manchmal stellen da Männer ein höheres Risiko dar, manchmal Frauen.

    Mir ist völlig schleierhaft, warum alles andere (Gewicht, Gesundheitszustand, Hobbies, genereller Lebenswandel, Raucherstatus, Alkoholkonsum, ...) für die Risikoeinschätzung hergenommen werden darf - aber nicht das Geschlecht.

    Und jetzt komme mir keiner mit "das Geschlecht kann man sich nicht aussuchen, man kann aber aufhören zu rauchen": Das stimmt, aber seinen Gesundheitszustand kann man u.U. auch nur sehr mittelbar beeinflussen, der zählt aber dennoch.
  9. #9

    Im Zweifel gegen den Mann.

    Höhere Beiträge für Frauen in der Risikolebensversicherung sind das NICHT-Thema schlechthin. Es ist vergleichsweise irrelevant, wenn der Beitrag eine Risikolebensversicherung von vielleicht € 100 auf € 130 pro Jahr steigt. Tief in die Röhre blicken werden angesichts der Unisextarife vor allem die Männer: In den privaten Krankenversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und privaten Rentenversicherungen u.s.w. werden Männer drauflegen müssen und hier wird es um viele hundert, wenn nicht tausend Euro pro Jahr gehen. Anders herum ausgdrückt handelt es sich um eine Leistungskürzung zu Lasten der Männer. Eine Betsrafung für eine um 5 Jahre geringere Lebenserwartung. Der Wohnort, das Alter, die Lebensgewohnheiten, dies alles darf bei Versicherungsbeiträgen berücksichtigt werden, nur der entscheindende Faktor Geschlecht nicht mehr. So dürfen die Männer angesichts ihrer 5 Jahre geringeren Lebenserwartung den Frauen den Lebensabend subventionieren. Willkommen in der Femokratie. In der gesetzlichen Rente ist dies übrigens schon seit langem so. Im Zweifel gegen den Mann.








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