Forum


 

Risiko Wetter: Wind bläst radioaktive Wolke nach Tokio

Bislang wurde Tokio von dem Atomunfall weitgehend verschont - jetzt*könnte sich das ändern: Der Wind dreht auf Nordost. Meteorologen glauben, dass er die Radioaktivität aus dem AKW Fukushima in dieser Nacht in die Millionenstadt trägt. Wie hoch wird die Strahlenbelastung sein?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...750835,00.html
  1. #20

    ...

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Ich bin ziemlich sicher, dass sich die Katastrophe verschlimmern wird und vermutlich nach mehreren Kernschmelzen und ungünstigen Wetterbedingungen so gut wie ganz Japan verstrahlt werden wird. Es gab seit Beginn der Katastrophe keinen positiven Trend in der Entwicklung, im Gegenteil, die Zahl der Hiobsbotschaften erhöht sich an jedem Tag.

    Letztlich sollten sich die Japaner ihren Untergang eingestehen und so viele Bürger wie möglich ausfliegen-ich bin sicher, so gut wie kein Land auf der Erde würde sich weigern, Japaner aufzunehmen, die haben überall ein recht gutes Image und böten mal eine positive Abwechslung zu denen, die sonst überall einwandern und ausgehalten werden müssen.

    Tragisch ist nicht zuletzt, dass im Grunde der Tsunami nur ein vergleichbar kleines Unglück gewesen wäre-zwar gab es viele Tote, aber Japan könnte ohne AKWs längst wieder auf den normalen Alltag zumaschieren und hätte eine ungetrübte Zukunft.

    Nur durch die AKWs ist Japan letztlich zu Fall gekommen und wird sich vermutlich nicht davon erholen. Dabei hätten die nun wirklich keine AKWs gebraucht, Wind-und Wasserkraft haben die doch wirklich zur Genüge, die Sonne scheint auch nicht gerade wenig.

    Bezeichnend ist auch, dass AKW-Betreiber wohl global gleichermaßen schludern und schlampen. Ein Auto, dass man nicht unter bestimmten Umständen nicht mehr bremsen oder steuern kann, darf im Grund nirgends in der Welt verkauft werden (abgesehen von China). Aber AKWs, für die es ebenfalls keine funktionierenden Notfallsysteme zu geben scheint (die funktionieren nur auf dem Papier unter Idealbedingungen), wird der Betrieb und Verkauf erlaubt.

    Brauchen wir denn wirklich so viel Strom? Es würde die Welt kaum zurückwerfen, wenn global nur 12 Stunden Strom aus der Dose kommt und ansonsten Ruhe herrscht. Krankenhäuser können ja 24/7 Energie bekommen, aber ansonsten ist das doch nicht wirklich nötig.
    Also manchmal könnte ich wirklich....

    Dieser "kleine Tsunami" der da über das Land fegte ist natürlich eine Lapalie, die gegen die unglaublichen Auswirkungen der Strahlung, die bisher berichtet wurden, ein Nichts ist...
    Mal zur Erinnerung: Es sind mehr asls 1500 Tote bestätigt; die Schätzungen liegen 10 bis 20x so hoch. Bie google sind 45000 Menschen in den Vermißtenregistern (von denen hoffentlich viele viele wieder auftauchen werden). Die Infrstruktur ist in vielen Küstennahen Städten völlig zerstört, die Gegend unbewohnbar, Hundertausende sind obdachlos....

    Und der GAU? Bisher ist die Kernschmelze nichtmal bestätigt, aber schon sind ihre Auswirkungen deutlich schlimmer als der Tsunami und das Erdbeben. Wo ist eigentlich der Wahrheitsgehalt der Berichtserstattung der Strahlenpanik(mache) gewichen!?

    Es droht Gefahr, ja, aber noch gibt es Hoffnung, da an den problemen gearbeitet wird.

    Japan hat rein gar nichts um Energie zu gewinnen; keine Kohle, kein Öl, die Temperature liegen momentan um den gefrierpunkt (von wegen Solarstrom) und Windräder sind selbst bei uns umstritten.

    Und was den Autovergleich zu den Sicherheitssystemen angeht... Wie oft höre ich von schlauen Kollegen"Da wollte michd er Monteurer übers Ohr hauen und einfach neue Bremsbelege einbauen! Dem habe ich aber was erzählt..."

    Schlaumeier gibt es immer und überall.
  2. #21

    Langsam...

    Zitat von stephan87 Beitrag anzeigen
    Die Amerikaner haben ja selbst Messergebnisse von der radioaktiven Wolke. Sie sagen Besatzungsmitglieder hätten innerhalb einer Stunde eine Monatsdosis abbekommen.

    Und jetzt mal zum Vergleich Tschernobyl: Nach gesicherten (aber natürlich geheim gehaltenen) Messergebnissen der DDR Regierung, war die Strahlenbelastung drei Wochen nach der Katastrophe im 2000km entfernten Gebiet der DDR 16000fach höher als normal.

    Da sieht man mal die Relationen. Gegner Tschernobyl ist das in Japan gerade nicht mehr als ein Kastor-Transport.
    Innerhalb einer Stunde eine Monatsdosis zu bekommen, bedeutet eine 700 fache Dosis gegenüber Normal.

    Das ist zunächst schon einmal ganz beachtlich für ein AKW welches an sich noch komplett gekapselt ist....
  3. #22

    Die Japaner hatten

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen

    Tragisch ist nicht zuletzt, dass im Grunde der Tsunami nur ein vergleichbar kleines Unglück gewesen wäre-zwar gab es viele Tote, aber Japan könnte ohne AKWs längst wieder auf den normalen Alltag zumaschieren und hätte eine ungetrübte Zukunft.

    Nur durch die AKWs ist Japan letztlich zu Fall gekommen und wird sich vermutlich nicht davon erholen. Dabei hätten die nun wirklich keine AKWs gebraucht, Wind-und Wasserkraft haben die doch wirklich zur Genüge, die Sonne scheint auch nicht gerade wenig.
    in den 70er und 80er Jahren ein weltweit führendes, viel beachtetes Programm zur Entwicklung ihrer immensen geothermischen Ressourcen, gehörten eine Zeitlang zur Weltspitze bei der Forschung im Bereich unkonventioneller geothermischer Systeme. Das alles wurde zugunsten des Ausbaus der Atomenergie aufgegeben.
  4. #23

    Na!

    Zitat von stephan87 Beitrag anzeigen
    Die Amerikaner haben ja selbst Messergebnisse von der radioaktiven Wolke. Sie sagen Besatzungsmitglieder hätten innerhalb einer Stunde eine Monatsdosis abbekommen.

    Und jetzt mal zum Vergleich Tschernobyl: Nach gesicherten (aber natürlich geheim gehaltenen) Messergebnissen der DDR Regierung, war die Strahlenbelastung drei Wochen nach der Katastrophe im 2000km entfernten Gebiet der DDR 16000fach höher als normal.

    Da sieht man mal die Relationen. Gegner Tschernobyl ist das in Japan gerade nicht mehr als ein Kastor-Transport.
    Gegen drei kerngeschmelzte AKWs (inkl. MOX und Plutonium-Fallout) wird Tschernobyl letztlich ein geradezu lächerlicher KNICK der Weltgeschichte bleiben. WETTEN?
  5. #24

    Wohl kaum

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Ich bin ziemlich sicher, dass sich die Katastrophe verschlimmern wird und vermutlich nach mehreren Kernschmelzen und ungünstigen Wetterbedingungen so gut wie ganz Japan verstrahlt werden wird. Es gab seit Beginn der Katastrophe keinen positiven Trend in der Entwicklung, im Gegenteil, die Zahl der Hiobsbotschaften erhöht sich an jedem Tag.

    Letztlich sollten sich die Japaner ihren Untergang eingestehen und so viele Bürger wie möglich ausfliegen-ich bin sicher, so gut wie kein Land auf der Erde würde sich weigern, Japaner aufzunehmen, die haben überall ein recht gutes Image und böten mal eine positive Abwechslung zu denen, die sonst überall einwandern und ausgehalten werden müssen.
    Das ist doch wirklich totaler Unsinn. Warum sollte ganz Japan nicht mehr bewohnbar sein, wenn sowas passiert? Nach Tschernobyl ist doch auch nicht halb Europa unbewohnbar. Die Medien übertreiben ja schon, aber dieses hier ist ja schon fast lächerlich..
    Entschuldigung wegen meiner "Böshaftigkeit", aber das entbehrt doch jeder Vernunft.
  6. #25

    16000 x

    Zitat von stephan87 Beitrag anzeigen
    Die Amerikaner haben ja selbst Messergebnisse von der radioaktiven Wolke. Sie sagen Besatzungsmitglieder hätten innerhalb einer Stunde eine Monatsdosis abbekommen.

    Und jetzt mal zum Vergleich Tschernobyl: Nach gesicherten (aber natürlich geheim gehaltenen) Messergebnissen der DDR Regierung, war die Strahlenbelastung drei Wochen nach der Katastrophe im 2000km entfernten Gebiet der DDR 16000fach höher als normal.

    Da sieht man mal die Relationen. Gegner Tschernobyl ist das in Japan gerade nicht mehr als ein Kastor-Transport.
    Nun, jetzt wissen wir also warum die Merkel so verstrahlt ist....
  7. #26

    Auf Thema antworten

    Zitat von lalito Beitrag anzeigen
    Die Ausreise und Rückholwelle sowie die Umkehr der US-Navy ...
    Die US-Navy ist nicht umgekehrt. Sie hat neuen Kurs gesetzt. Getreu dem Strahlengrundsatz: Jede Exposition ist zu vermeiden, jede notwendige so gering wie möglich zu halten.
    Zitat von lalito Beitrag anzeigen
    ...zeigen m. E., dass rational Denkende das Land bereits aufgegeben haben.
    Das wollen Deutsche Grüne und Greanpeace so. Das sind weltweit aber auch die einzigen, die am warmen Heizkörper sitzend, sich den Super-GAU herbeiwünschen, um ihn für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren.

    Weder US-Amerikaner, noch Chinesen und Russen, geschweige denn Japaner selbst haben irgendwas aufgegeben, sondern erklärten sich verantwortlich und stellen sich dieser Verantwortung.

    Deutsche Atomexperten reisten aus und jammern jetzt auf einer PK bei Phoenix. Russische verleg(t)en nach Japan und helfen!

    Wir haben 39 THW-Helfer geschickt-bravo!

    Russland hat nun schon 3 Iljuschin mit Helfern und Gerät geschickt, die USA die
    Zitat von Ludwig Schmidt Beitrag anzeigen
    bzw. die Carrier Strike Group 7 der US-Pacific Fleet vor Ort. Das heißt: ...
    Dazu haben Russland und die USA umfangreiche Gaslieferungen angekündigt.

    Die Chinesen sind dabei Hife zu schicken. Europa/ Deutschland? Nicht nennenswert.

    Nochmal: In Deutschland wird viel vermutet, gewusst wird wenig.
    Zitat von lalito Beitrag anzeigen
    ...Bin mit Traurigkeit und ganzem Herzen bei den Menschen die bleiben und durch die Realität dieser Katastrophe müssen.
    Darin sind wir uns einig.

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    "Wind bläst radioaktive Wolke nach Tokio"
    Die Berichterstattung im TV und Radio, auch im SpOn, läuft rund um die Uhr. Was man aber nie zu hören bekommt, sind genaue Angaben über entwichene Radioaktivität.
    Das Einzige war jetzt die Geschichte mit dem amerikanischen Flugzeugträger.
    Dabei gibt es überall Geigerzähler zu kaufen, im Elektronikhandel ein ganzes Sortiment.
    Sind die so blöd oder soll etwas verheimlicht werden?
    Verzeihen Sie meinen Zynismus: Wissenschaftliche Meßergebnisse? Wer will denn die? Panik lässt sich ohne doch viel besser verbreiten! Sie erinnern sich an die Demos vor den Kasernen, als dort vertrahlte Molke "eingelagert" wurde? DAS ist die Arbeitsweise von Greanpeace, die GRÜNEN! Meßergebnisse stören da nur.

    Mal davon abgesehen, dass Sie es schon können müssen, um mit einem Geigerzähler den sehr weichen Beta-Minus-Strahler (wohl momentan Hauptbetandteil der radioaktiven Wolke) Tritium http://de.wikipedia.org/wiki/Tritium nachzuweisen bzw. zu messen-die Haut schirmt die Strahlung ausreichend ab, das nützt freilich nichts in der Lunge bzw. ganz allgemein im körperinneren. Aber Sie sehen an meiner Klammer: Auch ich weiß es schlichtweg nicht, muss spekulieren. Damit höre ich jetzt gleich wieder auf.
  8. #27

    ....

    Zitat von 1zelner Beitrag anzeigen
    Laßt uns Deutsche den japanischen Menschen helfen. Schnelle Hilfe mit Flugzeugen organisieren. Die Menschen könnten hier in Deutschland bei Familien unterkommen. Meine Familie nimmt gerne eine Familie auf - und bestimmt auch ganz viele andere Deutsche Bürger!
    125 Mio Japaner!?
  9. #28

    Da läuft doch was im Dunkeln...

    Als ich heute morgen von meinem Radiowecker aufwachte und die Nachricht über die 2. Explosion in Reaktor 3 auf WDR2 hörte, kam mir die Meldung schon sehr eigenartig vor:

    - Lediglich weitere Wasserstoffexplosion
    - Keine nennenswerte Radioaktivität freigesetzt
    - Druckbehälter intakt

    Da man allerdings schon bei Explosion 1 erhöhte Strahlung im Umfeld gemessen hatte, konnte da ja irgendwas nicht stimmen. Als ich dann das Video der Explosion 2 auf SPON gesehen hatte, dachte ich, ich guck nicht richtig. Ich sah eine Explosion, der ein glühender Feuerball voranging und sich eine riesige, dunkle Rauchsäule bildete, die in einer Art Pilz mündete. Diese Explosion war mit der wirklichen Wasserstoffexplosion von Reaktor 1 nicht im Ansatz zu vergleichen (man vergleiche einfach das Bildmaterial und überzeuge sich selbst!).

    Jetzt sagt der Kachelmann auf Twitter, dass die Messstationen in einem Umkreis von 150km um den Reaktor zensiert werden und zwar offensichtlich aus gutem Grund!

    Meine Theorie:
    Explosion 2 war keine reine Wasserstoffexplosion, sondern etwas Super-Gau ähnliches. Auf jeden Fall wird eine Menge radioaktiver Substanzen in die Luft gelangt sein. Die Zuständigen haben die Dramatik sofort erkannt und eine beruhigende Pressemitteilung verlesen lassen, damit keine Panik ausbricht. Hier wird auf jeden Fall nicht mit offenen Karten gespielt. Wenn es doch bloß eine harmlose Wasserstoffexplosion war und kaum nennenswerte Radioaktivität freigesetzt wurde, wieso werden dann Messstationen in 150km Umkreis zensiert oO?

    Was ich aber noch viel interessanter finde:
    Explosion 1 wurde in der ARD schön von Ranga Yogeshwar analysiert und erklärt. Über Explosion 2 gibt es überhaupt keine Debatte in den Medien, obwohl sie völlig anders verlief als Explosion 1. Beides harmlose Wasserstoffexplosionen! Ich bin mir ziemlich sicher, dass die deutschen Medien etwas wissen, was sie nicht preisgeben dürfen...
  10. #29

    Wissen Sie,

    Zitat von atomkraftwerk Beitrag anzeigen
    Au ja, jetzt wirds lustig. "Wie hoch wird die Strahlenbelastung sein?" Jeder darf mal mitbieten. Wer bietet das meiste? Welches Schweinderl hättn's denn gern.
    Ich mach mir nachher auch meine Rotlictlampe an, die strahlt auch schön warm, gegen meine Kopfschmerzen.
    genau dieser Zynismus, genau dieses Überspielen mangelnder Argumente mit Lächerlichmachen der Gegenseite, genau das ist ein Typicum für die Branche, macht misstrauisch und lässt ein ganzes Paket von Verhaltensmängeln vermuten, dass wir uns im Umgang mit der Atomtechnologie nun mal nicht leisten können. Wo solche Charaktere mit einer derart diffizilen Materie umgehen, muss man ihnen das Spielzeug aus der Hand nehmen.


TOP



TOP