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Risiko für ESM: Bankenhilfe gefährdet Rating für Rettungsschirm

Getty ImagesFür Europas Krisenstaaten sind sie die große Hoffnung: direkte Finanzhilfen des Rettungsschirms ESM für angeschlagene Banken. Doch ein internes Papier des Europäischen Rates warnt: Bankenhilfen könnten das Risiko des ESM deutlich steigern - und damit sein Top-Rating gefährden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-862254.html
  1. #1

    Der Geldkrieg …

    … machen wir uns doch nichts vor. Es geht hier doch schon lange nicht mehr um seriöse Geschäfte. Hier geht es nur noch um Abzocken in astronomischen Dimensionen … der „Geldkrieg“ ist ausgebrochen und keiner sagt es laut. Es reicht wenn am Ende die Masse Mensch in Europa, natürlich auch weltweit, dafür zahlt. Dieses Geldsystem „hat fertig”.

    Geht nur noch mit schwarzem Humor, so witzlos wie die Angelegenheit ist. Hier eine Karte von Europa nach Ende des Geldkrieges:

    Europa nach dem großen Geldkrieg in den Grenzen von 2020 … ist schneller zu erfassen als die tägliche, öder Kriegsberichtserstattung zum Thema, die sowieso nur die wenigsten wirklich begreifen. Die normalen Menschen ahnen nur, dass da eine Menge schief läuft, krigen das Thema aber innerlich nicht wirklich zu packen.

    Die Rate-Schlacht um den ESM, der sich gerne zur europäischen FED aufschwingen möchte, dürfte noch lange nicht zu Ende sein. Noch einmal darüber nachdenken wer hier wohl wieder die Deutungshoheit hat.
  2. #2

    Wie üblich. Banken sollen gerettet werden und im Gegenzug werden Reformen verlangt, die die unteren Schichten weiter in den Dreck treten!
  3. #3

    Hahaha. Der tolle Bazooka-ESM (aka Enteignung Deutschlands) ist noch gar nicht richtig eingeführt, da kommen sie wieder aus den Löchern und senken Ratings. Wer hätte DAS bloss gedacht?
  4. #4

    Schon wieder belogen.

    Der ESM sollte nur für EU-Staaten sein, die sich zu hoch verschuldet haben und denen die Pleite droht. Von Banken war nie die Rede.

    Was bilden sich die EU-Bonzen eigentlich ein. Dass sie den Souverän nach Belieben belügen dürfen?
  5. #5

    Wer steht hinter dem ESM

    Zitat von Dr.pol.Emik Beitrag anzeigen

    Die Rate-Schlacht um den ESM, der sich gerne zur europäischen FED aufschwingen möchte, dürfte noch lange nicht zu Ende sein. Noch einmal darüber nachdenken wer hier wohl wieder die Deutungshoheit hat.
    Um ueber die Bonitaet des ESM urteilen zu koennen muss man doch erst einmal seine Garantoren anschauen.
    Also D ist mit etwas unter 300 Mrd drin. Dann ziehen sie mal alles von der Liste der uebrigen ab was wackelt, also Italien und schlechter.
    Und dann schauen sie sich an wer fuer die anderen 500 Mrd + gerade steht und dann schaetzen sie die Rating mal selbst ab.
    Interessant, aber AAA+ wuerde ich da nicht geben. Nicht einmal am Stammtisch.
  6. #6

    Lasst mal den Michel ran...

    ...der will zahlen. Deshalb waehlt er auch mit Begeisterung immer wieder die Euroretter von CDU/CSU/SPD/Gruene/FDP. Die einzig Euro kritische Partei im Bundestag, die Linken, wurden bei den letzten Wahl schwer abgestraft. Ich hoffe der Michel bekommt wofuer er waehlt, Renten weg, Ersparnisse weg, Rentenalter rauf und Steuern rauf.
    Am besten nur noch Essensmarken und Wohnungsbezugscheine fuer den Michel, das Gehalt wird direkt and den ESM ueberwiesen.
    Dann hat er endlich was er will der Michel. Allen Anderen rate ich auszuwandern aus dem Reich der Euroretter.
    Im Prinzip geht es nur noch darum das die Banken und deren Polit-Marionetten die Bevoelkerung Europas moeglichst effizient bewirtschaften. Ein aehnliches Verhaeltnis wie der Bauer zu seinem Nutzvieh, und der Michel findet das auch noch gut wie die letzten Wahlen beweisen.
  7. #7

    Zitat von Dr.pol.Emik Beitrag anzeigen
    Es reicht wenn am Ende die Masse Mensch in Europa, natürlich auch weltweit, dafür zahlt. Dieses Geldsystem „hat fertig”.
    Und das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche und außerdem, da hat Mutti Recht, alternativlos. Denn, würden sich die EU-Normalbürger solidarisieren und, wie die Isländer, den Banken den Vogel zeigen, nach dem Motto: 'Ihr habt euch rein geritten, dann seht mal, wie ihr raus kommt!', dann würde in der Tat das kapitalistische System zusammen brechen. Was kommt dann? Auf jeden Fall etwas besseres.

    Bloß im Moment schlottern ja allen Politikern die Knie, dank perfekter Banken-Lobbyarbeit; also muss es erst ganz schlimm kommen, damit es endlich besser wird. Im Ernst kann ja niemand glauben, dass die maroden Großbanken tatsächlich noch zu retten wären, nein, die gehen hübsch über den Jordan, aber erst, wenn die großen Privatinvestoren und Spekulanten ihr Geld gerettet haben, mit schmerzhafter und tatkräftiger Hilfe von Millionen Steuerzahlern.
  8. #8

    Unbekannte Haftungsrisiken und fehlende Perspektiven!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Europas Krisenstaaten sind sie die große Hoffnung: direkte Finanzhilfen des Rettungsschirms ESM für angeschlagene Banken. Doch ein internes Papier des Europäischen Rates warnt: Bankenhilfen könnten das Risiko des ESM deutlich steigern - und damit sein Top-Rating gefährden.

    EU bangt um Rating für Rettungsschirm ESM - SPIEGEL ONLINE
    Schon sein Vorgänger EFSF, der ja zeitlich und von seiner Aufgabenstellung befristet war, hat schon gezeigt, dass man mit diesen Fondslösungen alleine kaum weiter kommt. Mit den noch vorhandenen ausleihungsfähigen Restmitteln des EFSF wurden spanische Banken rekapitalisiert.
    Der ESM nun soll parallel zu diesem alten Rettungshilfsfonds laufen. Dieser sollte eigentlich in den neuen Fonds ESM überführt werden.
    Wenn der ESM Staaten refinanzieren soll und noch gleichzeitig notleidende Banken rekapitalisieren muss, reichen dessen Volumen niemals aus und dürfte sehr sehr schnell erschöpft sein. Deshalb drängt man wohl auch auf die Errichtung einer zusätzlichen europäischen Bankenunion mit gemeinsamer Haftungseinlagensicherung.

    Daneben spielt in diesem Rettungsreigenkonzert die EZB noch eine wichtige Solorolle als Kreditschöpfungsquelle. Target 2, ELA, der Ankauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt, riesige Liquiditätszuteilungen à la LTRO von über 1.000 Milliarden EUR wurden ebenfalls schon als Rettungsstützen benötigt.

    An den wirklichen ökonomischen Problemstellungen innerhalb dieser europäischen Währungsunion jedoch ändern diese Maßnahmen nichts, viele Euroländer sind nicht leistungs- und wettbewerbsfähig, ihre Defizite und ihre Schuldenquote wachsen und befinden sich in einer nachhaltigen und starken zyklischen Abschwungphase mit steigenen Arbeitslosigkeiten und leiden zusätzlich unter großen Kapitalabflüssen.

    Diese Entwicklungen und diese Faktoren beziehen auch Ratingagenturen und potentielle Anleger mit in ihre Überlegungen ein.

    Schuldenkrise: Die Trickkiste der Gelddrucker - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
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    „Die Target-Falle“: So wurden die Euro-Retter erpressbar - Europas Schuldenkrise - FAZ
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  9. #9

    Zitat von Dr.pol.Emik Beitrag anzeigen
    Dieses Geldsystem „hat fertig”.
    Und was kommt danach? Ach so, das Geldsystem. Geld wird es immer geben.


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