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Risiko Atomkraft: Forscher errechnen horrende Haftpflicht-Kosten für AKW

Diese Studie dürfte der Atomlobby gar nicht gefallen. Erstmals haben Forscher der Finanzbranche untersucht, wie teuer eine Haftpflichtversicherung für ein Kernkraftwerk wäre.*Das Ergebnis: Es geht um zig Milliarden Euro - und am Ende zahlt der Bürger.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...761826,00.html
  1. #240

    Folgendes

    Zitat von mr future Beitrag anzeigen
    Diese Versicherungswirtschaft versichert gern - denn das ist ihr Brot - und bei steigendem Risiko steigen die Prämien. Das ist etwa so wie in der Finanzwirtschaft. Es muss uns doch verwundern, wenn sich die Versicherungswirtschaft weigert, AKWs angemessen zu versichern.
    Gar nicht. Versicherungen versichern prinzipiell nur statistisch berechenbare Ereignisse. Da Super-GAUs so selten sind, sind sie versicherungsmathematisch nicht beherrschbar. Aus dem selben Grund versichern Versicherungen auch keine Erdbeben, Vulkanausbrüche, Mondmissionen etc. Wenn Super-GAUs häufiger und damit berechenbarer wären, wären sie auch versicherbar. Insofern ist die Nichtversicherbarkeit eher ein Kompliment für die AKWs.
  2. #241

    Treudoof

    Wer`s noch immer nicht glauben will, der sollte sich damit abfinden, dass die gesamte Bevölkerung einen Störfall nicht einmal annähernd jemals bezahlen könnte. Und ich denke, der finanzielle Aspekt ist dabei noch der Geringste.
    Allein der Weiterbetrieb und die künftigen jämmerlichen Entsorgungsversuche werden deutlich teurer werden als ein sofortiger Ausstieg; und kommende Generationen werden jeden Tag verfluchen den wir gewartet haben.
  3. #242

    Was ist daran neu ?

    Jedem halbwegs geradeaus denkenden Menschen ist dieses
    Manko seit Jahrzehnten bekannt.
    Dieses Risiko ist bewußt eingegangen worden um an den
    beim Abbrand entstehenden Stoff zu gelangen und die
    entstehende el.Leistung ist eine Sekundärprodukt dieser
    Technik.
  4. #243

    ot

    Wenn schon polemisiert wird: Wie sind eigentlich Gebäude gegen Erdbeben oder anderen unwahrscheinlichen Ereignissen versichert?

    http://www.finanzprofit.de/versicher...g/gebaeude.php

    Nicht versichert sind üblicherweise:

    Schäden die der Versicherungsnehmer vorsätzlich oder grob fahrlässig herbei geführt hat;
    Schäden die durch Kriegsereignisse jeder Art, innere Unruhen oder Erdbeben entstanden sind;
    Schäden die durch Kernenergie entstanden sind;
    Sengschäden, sofern nicht per Klausel mitversichert;
    Kurzschluss und Überspannungsschäden, sofern nicht per Klausel mitversichert, bzw. durch Brand oder Explosion entstanden
    Schäden an versicherten Sachen, solange das Gebäude noch nicht bezugsfertig oder wegen Umbauarbeiten für seinen Zweck nicht mehr benutzbar ist;
    Schäden durch Plantsch- oder Reinigungswasser
    Grundwasser, stehendes oder fließendes Gewässer, Hochwasser oder Witterungsniederschläge oder einen durch diese Ursachen hervorgerufenen Rückstau;
    Erdsenkung oder Erdrutsch, es sei denn, dass Leitungswasser die Ursache hierfür war;
    Schwamm;
    Sturmflut;
    Lawinen oder Schneedruck;
    Eindringen von Regen, Hagel, Schnee oder Schmutz durch nicht ordnungsgemäß geschlossene Fenster, Außentüren oder sonstige Öffnungen, es sei denn, dass diese Öffnungen durch Sturm oder Hagel entstanden sind
  5. #244

    Nur Kernkraft hat den Makel "nicht versicherbar"

    Zitat von Gast100100 Beitrag anzeigen
    Wenn schon polemisiert wird: Wie sind eigentlich Gebäude gegen Erdbeben oder anderen unwahrscheinlichen Ereignissen versichert?

    http://www.finanzprofit.de/versicher...g/gebaeude.php

    Nicht versichert sind üblicherweise:
    Nein, nur Kernkraft und kriegerische Ereignisse sind nicht versicherbar.
    "üblicherweise nicht versichert" ist ein Unterschied zu "nicht versicherbar"!
    Aus Ihrem Link habe folgendes kopiert:
    Welche Schäden und Gefahren sind in der Wohngebäudeversicherung versichert?

    Die Gebäudeversicherung ersetzt in erster Linie Schäden infolge von
    Brand, Blitzschlag, Explosion
    Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges oder seiner Teile/ Ladung
    Leitungswasser
    Entschädigt werden auch Bruchschäden an Rohren der Wasserversorgung und Frostschäden an sonst. leitungswasserführenden Einrichtungen
    Sturm und Hagel

    sofern vereinbart: Elementarschäden (Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung, Schneedruck, Erdrutsch, Lawinen)
  6. #245

    Aber hallo....

    Zitat von wb99 Beitrag anzeigen
    Gar nicht. Versicherungen versichern prinzipiell nur statistisch berechenbare Ereignisse. Da Super-GAUs so selten sind, sind sie versicherungsmathematisch nicht beherrschbar. Aus dem selben Grund versichern Versicherungen auch keine Erdbeben, Vulkanausbrüche, Mondmissionen etc. Wenn Super-GAUs häufiger und damit berechenbarer wären, wären sie auch versicherbar. Insofern ist die Nichtversicherbarkeit eher ein Kompliment für die AKWs.
    Dass im Sachgebiet gewerblich kerntechnischer Energieumwandlung tatsächlich so einiges nicht beherrscht wird, ist ja nun mittlerweile OFFENSICHTLICH.

    Die versicherungsmathematische Betrachtung der AKW-Risiken gehört allerdings explizit nicht zu genannt von Menschen Unbeherrschtem.

    Die renommierten Versicherungsexperten am Finanzplatz Schweiz sind für ihre Rechenkünste bzgl. mit gewissen Wahrscheinlichkeiten eintretenden Schadensereignissen nun weltweit bekannt.
    Weshalb das Schweizer Bundesamt für Bevölkerungsschutz ja auch problemlos auf die Expertise genannter Rechenkünstler zurückgreifen konnte.

    Die maximal zu erwartende Schadenshöhe (Seite 7, Abbildung 2, Monetarisiertes Risiko technischer Gefahren) für einen AKW-Crash wird nach der aktuellen, schweizer KATARISK-Studie mit grob 6-7 Billionen Schweizer Franken abgeschätzt (mit dem Eintritt eines solchen Ereignisses auf 10 Millionen Jahre).
    NICHT in die Berechnungen (Stand: Jahr 2003)zur Millionstel-Wahrscheinlichkeit eingegangen ist allerdings zwangsläufig die nunmehr erwiesene Tatsache, dass mit Tschernobyl und Fukushima global gleich 4 Super-Gau Kernschmelzen innerhalb von 25 Jahren auftraten.

    Weshalb die Schweizer ja nun in Folge von Fukushima auch nicht neu rechnen, sondern gleich den Ausstieg aus der gewerblichen Kernenergie-Nutzung beschliessen wollen.
    Denn kein Versicherungsunternehmen (auch kein weltweiter Zusammenschluss ebensolcher) darf solch ein Billionen-Risiko versichern, da die hierzu ggf. zu entschädigende Summe nicht mal der gesamte internationale Finanzmarkt aufbringen könnte.


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