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Risiken am Klettersteig: Stau an der Felswand
DPATouren auf Klettersteigen werden immer populärer. Doch viele Sportler wagen sich dabei an Schwierigkeitsgrade, die ihre Fähigkeiten übersteigen. Die Unfallzahl steigt - und Bergführer kritisieren eine enorme Leichtfertigkeit im Umgang mit tödlichen Risiken.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-859392.html
- #10 05.10.2012 06:34 von
soso. Tödliche Unfälle sind in "echten Kletterrouten" (was verstehen Sie darunter?) viel höher? Sind dort die Free-Climber rausgerechnet? Und die Anfänger und Amateure, die sich nicht richtig sichern (siehe Bild Nummer 2 in der Fotostrecke!)? Passiert ja nix, bin ja angehängt?
Die Kosten muss auch jeder selbst tragen, vorausgesetzt man ist nicht im DAV. Dass man darüber aber die anderen Klettersteiggeher in Gefahr bringt ist das größere Problem. Nicht die paar Tausend für den Hubschraubereinsatz. - #11 05.10.2012 06:46 von
ja, und für "echte Bergunfälle" gibt es auch die Bergrettung.
Aber eigentlich nicht für Städtler, die das ganze Jahr mit ihrer Jack Wolfskin-Jacke in der Stadt shoppen gehen und dann aber auch mal ein Abenteuer erleben wollen. Wenn Sie wüssten, wie viele leicht bekleidete und Sandalen "wandernden" Touris man sieht, oder aber auch an Felswänden Kletterer mit schlechter SIcherungstechnik, ohne Konzetration,... mich wunderts, dass nicht weit mehr passiert. - #12 05.10.2012 09:21 von
Ganz unschuldig ...
sind die - hier warnenden Bergführer nun auch nicht. Denn beim Planen und Errichten der Klettersteige hängen die Bergführerbüros natürlich auch mit drin. Letztendlich leben sie auch vom Tourismus. Ich gehe schon seit vielen Jahren Klettersteige und beobachte die Entwicklung mit Grausen. Gerade die Österreicher bauen Klettersteige auf Teufel komm raus. Immer verrückter, schwieriger- oft auch eine leichte Variante nebenan, gleich an der Hütte oder am Lift- eben Gaudi für jedermann. Und gutes Geld für Hütten, Lifte, Bergführer usw. Mit Bergerlebnis hat das leider nicht mehr viel zu tun. Die Vorstellung, dass Klettersteige Klettertouren für alpin unerfahrene- eben sicher am Drahtseil ist- endete für viele schon tötlich- und die Toten werden immer mehr werden. Garantiert. Es ist und bleibt alpines Gelände, mit dem viele überfordert sind. Und da ist die Natur einfach gnadenlos. Diesen Instinkt haben sicher viele verlernt. DAbei kann das Klettern fast für jeden eine wundervolle Sache sein- wenn man etwas demütiger ist und wirklich seinen Fähigkeiten angemessen in den Berg steigt, evtl. mit Bergführer, einen Klettersteigkurs mitmacht, sich konditionell vorbereitet usw. Aber das passt nicht in unsere Spaßgesellschaft, die jetzt auch in den Bergen etabliert ist. Ziemlich traurig. Ein Beispiel vom Juli 2012, Masare-Rotwand-Klettersteig im Rosengarten(Dolomiten), eigentlich ein eher mittelschwerer Klettersteig. Gleich zu Beginn begegnete ich einer Gruppe mit einem Jungen, der völlig blockiert war, es ging nicht mehr vor und zurück, an einer relativ leichten Stelle. Am Abstieg überholte ich zwei ältere Herren, die sich in Zeitlupe den Fels herunterquälten, wobei der eine dem anderen mit der Hand den Fuß an die richtige Stelle setzte ... Wer wirklich noch den Berg erleben will, der sollte sich Kletttersteige mit einem Zustieg von mehreren hundert Höhenmetern aussuchen(möglichst ohne Hütte am Einstieg). Alles andere meide ich mittlerweile mit großem abstand. Traurig, Traurig ...
Übrigens sind sich viele nicht bewußt, welch falsche Sicherheit das Drahtseil bietet: Wer im senkrechten Gelände ungebremst in die nächste Verankerung knallt, hat leider keine Guten Aussichten- jüngstes Beispiel: August 2012 Ottenalm, Österreich: ein Toter 17 jähriger, Klettersteig-Set einfach gerissen.- Also viel Spaß! - #13 05.10.2012 09:37 von
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