Irgendwie wäre es mir peinlich, diese lächerlich geringe Schuldenkrise nur durch IWF und Weltbank lösen zu können.
Schaut man sich die Volumina der Schuldner- und Gläubigerbeziehungen von Euroland mit anderen Staaten an, wird das auch deutlich - das Gros der Schulden besteht innerhalb des Euro-Währungsraums.
Was allerdings die Politiker mit den weltweiten Bankstern gemeinsam haben, ist das Unverständnis der Ursachen der Krise, und wer nicht weiß wo er steht und wohin er will, wird nie ankommen:
Ein Europa in der Demografiefalle wird auf der Basis dieser immensen Staatsverschuldung einerseits und seinen Ansprüchen an soziale Sicherung andererseits in Zukunft mit sinkender Kreditwürdigkeit zu kämpfen haben. Die heutige Schuldenbremse kommt zu spät und reicht bei Weitem nicht aus, sondern erfordert viel stärkere strukturelle Eingriffe.
Das Geld muss weg - die Schulden müssen einkassiert werden. Durch Vermögens- und Erbschaftsteuer, damit es kein Unheil mehr anrichten kann. Rezepte wie "aus den Schulden rauswachsen" sind einfach nicht glaubwürdig.
Mit immer mehr Geldmenge immer höhere Brandmauern heraufzubeschwören, kann keine Lösung sein. Solange Schäuble das nicht kapieren möchte (wissen tut er es vermutlich längst), wird das alles nichts. Und Weltbank und IWF tun gut daran, diesem kollektiven Wahnsinn nicht noch stärker beizutreten - und die BRIC-Staaten erst recht!

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