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Richtungsstreit: CDU-Politiker kritisieren Merkels Schlingerkurs

"Augenblickspolitik", "Wendemanöver", "keine Glaubwürdigkeit": CDU-Landespolitiker üben nach Informationen des SPIEGEL harte Kritik an Angela Merkel. Die Kanzlerin vernachlässigt aus ihrer Sicht*die Kernklientel der Partei, ohne neue Wählerschichten zu gewinnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...765506,00.html
  1. #70

    Kurs??????

    Schlingerkurs würde ja noch heissen, dass irgend eine Richtung zu erkennen wäre, oder?
    Ne, das ist sowas wie stockbesoffen auf der Eisbahn mit Sommerreifen fahren.

    Das Schlimme nur - nenne mir irgendjemand mal auch nur eine Partei, die Deutschland wirklich wieder auf Kurs brächte.
    Die Politik und die sog. Elite haben mit der Zeit soviel an
    Kompetenz und Glaubwürdigkeit verloren, daß das Niveau unterirdisch geworden ist.
    Keiner - absolut keiner von diesen Kaspern - würde normal in der freien Wirtschaft noch ernst genommen werden.

    Hört euch einfach mal wieder Reinhard Mey an - Das Narrenschiff ( http://www.youtube.com/watch?v=8Lz_qPvKCsg )- und ihr könnt wieder lachen :-)

    Grüsse
    Steff
  2. #71

    Die Quadratur des Kreises?

    Bareiß fordert eine Rückkehr der CDU zu ihren Traditionsthemen: "Entlastung des Mittelstands, die Sicherung von Arbeitsplätzen und innere Sicherheit - all das findet bei uns doch gar nicht mehr statt."
    Herr Bareiß verlangt von seiner Partei eine Leistung, wozu sie offensichtlich nicht mehr fähig ist. Die CDU hat sich sehr stark Richtung links bewegt. Es wird kein Zufall sein, dass die CDU eine FDJ-Funktionärin aus den neuen Bundesländern zum Vorsitzenden gewählt hat.
  3. #72

    Die "Energiewende" wird sich noch als nette Überraschung für unser Nachbarn

    erweisen.

    Denn wenn im Winter wirklich Engpässe auftreten, werden die deutschen Stromkonzerne auf dem europäischen Energiemarkt Strom hinzukaufen. Fast egal, was es kostet - Deutschland kann das zahlen. Das heißt: Blackout gibt es dann europaweit - möglicherweise gar nicht in Deutschland.

    Denn es gibt einen europäischen Strommarkt. Und in der Marktwirtschaft gibt es den Begriff der (oberen) Grenzkosten. Zu diesem wird Strom verkauft. Glaubt man also in D., in großem Umfang Wind/Solarenergie zu entsprechenden (teuren) Preisen produzieren zu wollen, treibt das die Kosten in ganz Europa. Der französische Verbraucher zahlt dann den Preis, den die Windenergie kostet, egal wie viele Kernkraftwerke in Frankreich auf Hochlast laufen - es sei denn, die Franzosen schaff(t)en es, die Merkel-Moratorien auszugleichen (woran sie möglicherweise schon arbeiten).

    Mögliches Endergebnis: Alles weiter mit Atomstrom, nur teurer :)

    Den theoretischen Fall : Blackout geht vor Zukauf - wollen wir hier mal ausblenden, obwohl mich jetzt auch ein entsprechendes Gesetz nicht mehr wundern würde.
  4. #73

    Seien Sie ohne Sorge.....

    Zitat von Der Markt Beitrag anzeigen
    Ich habe selten einen Kanzler erlebt, der so wie Merkel für gar rein nichts steht. Ein Fähnchen im Wind. Null Substanz. Die ist einfach nur da, sich an der Macht labend. Steht wahrscheinlich jeden Morgen vor dem Spiegel und chantet: "Ich bin Kanzlerin, ich bin Kanzlerin."
    Bin ich froh, wenn die weg ist. Bis September 2013 müssen wir sie noch ertragen.
    Noch zwei Landtagswahlen verlieren, dann wird sie zurück-(ge-)treten. Wetten dass!
  5. #74

    Ihrem Fazit....

    Zitat von südwest3 Beitrag anzeigen
    Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Hätte die Kanzlerin weiterhin auf die verlängerte AKW-Laufzeiten gesetzt, wäre sie in die geschlossene Abteilung einer Psychiatrie zwangseingeliefert worden.

    Die Folge: sie musste grüner als die Grünen erscheinen und aus den Vorkommnissen in Japan erkennbar lernen.
    Das war nun allerdings die Richtung der Grünen, sodass sehr viele Wähler in Nachhinein den Grünen Recht geben mussten.

    Fazit:
    Die Politik der CDU musste grüner werden, auch mit der vorhersehbaren Folge, die kommenden Wahlen haushoch zu verlieren - das war quasi "alternativlos" !!
    stimme ich zu. Allerdings haben die Ereignisse in Japan überhaupt nichts (nullkommanix) mit unseren KKW zu tun oder irgendetwas verändert. Der Fehler war die Laufzeitverlängerung ohne Prüfung nach neuestemStand der Technik. Und Fehler einzugestehen, ist in der Politik kaum möglich, wäre aber wahrscheinlich die harmlosere Alternative gewesen.
  6. #75

    Es macht Spass....

    ...aus der Ferne zu beobachten, wie meine ehemalige Heimat sich selbst ruiniert. Frau Merkel scheint ihre angelernte Wendehalstaktik...so war der Begriff doch nach der 'Wende'... wieder einmal par excellence zu demonstrieren.
    In meinem Unternehmen waeren Vorbestrafte (Schaeuble), Betrueger (der Graf), Inkompetente und Egomanen (Frau Merkel, Herr Westerwelle) schon lange entsorgt worden. Nur in der deutschen Politik redet sich das Volk das Versagen noch immer schoen.
    Frau Merkel ist das beste Beispiel dafuer, dass es in 1990 auch fuer DDR-Buerger einen Einbuergerungstest haette geben sollen.
  7. #76

    Pragmatimus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Augenblickspolitik", "Wendemanöver", "keine Glaubwürdigkeit": CDU-Landespolitiker üben nach Informationen des SPIEGEL harte Kritik an Angela Merkel. Die Kanzlerin vernachlässigt aus ihrer Sicht*die Kernklientel der Partei, ohne neue Wählerschichten zu gewinnen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...765506,00.html
    in einer hocharbeitsteiligen Welt wäre noch verständlich. Aber noch nicht einmal diese Methode ist erkennbar.

    Ich kann nur hoffen, das die FDP die Richtung hin zum Pragmatismus durchsetzt. Bei der Atompolitikfrage hat Rösler jetzt die einmalige Möglichkeit, seiner Partei im Hinblick einer Politik des Augenmaßes und der Vernunft zu verschaffen.
  8. #77

    "Sie schafft es nicht das Gefühl zu vermitteln, ...

    Zitat von deppvomdienst Beitrag anzeigen
    Die Einschätzung, wonach eine konservative Union auf rund 20% käme, ist sicherlich richtig. Aber das würde eben nicht mehr zur Regierungsbeteiligung reichen, die Koalition würde an dieser Gruppe vorbei laufen.

    Die "Kernkompetenz" einer Volkspartei besteht aus der Verknüpfung von Wirtschafts- mit Sozialpolitik. Genauso, wie der SPD mit H4 die Balance abhanden gekommen ist, ergeht es jetzt auch der Union. Sie schafft es nicht das Gefühl zu vermitteln, dass der Aufschwung "überall" ankommt. Aber nur das vermeidet die Richtungsdebatten, die wir seit 6 Jahren führen, und die jetzt auch anfängt die CDU aufzulösen, nachdem es die SPD und die FDP zerbröselt hat.

    Ob der Einklang zwischen Wirtschafts- und Sozialpolitik überhaupt wieder hergestellt werden kann, sei mal dahingestellt. Aber Merkel kann es nicht, und es wird Zeit für die CDU einen Umgang hierzu zu finden.
    dass der Aufschwung "überall" ankommt."
    Verehrter dvd, vom Gefühl kann ich mir aber auch nichts kaufen. Der Aufschwung muss in Euro und Cent in meinem Geldbeuten ankommen - und das macht er schon jahrelang nicht.
  9. #78

    bundeskanzler

    gerhard schröder hat mit der agenda dieses land auf den richtigen kurs in der bundesliga der nationalstaaten gebracht. aber die wurde verkannt und das scheitern begann.

    gabriel handelt auf nahezu gleiche weise. hoffentlich hat man dazu gelernt und lässt ihn sich erstmal entfalten.

    wenn man kanzler knacken kann, kann man ihn...
  10. #79

    xxx

    Zitat von Glasperlenspiel Beitrag anzeigen
    Man muss ja kein Fan von Frau Merkel sein, aber klar ist doch, dass sie wahrscheinlich intelligenter ist als die meisten der CDU- und CSU-Granden zusammengenommen. (...)
    Ich sehe das mit Merkels Eigenschaften eher umgekehrt. Wenn allein Merkel die herausragende (angeblich so „intelligente“) Figur mit Machtinstinkt in ihrer Partei ist, wie intellektuell durchschnittlich und vor allem: BAR JEDER VISION muß dann erst der Rest der Führungsriege dieser Partei sein. So kommt man den personellen Qualitäten dieser Führungsriege schon etwas näher.

    Allein Merkel's ganz spezielle Interpretation des "Führungsanspruchs", läßt das Spiel hinter den Kulissen erahnen. Da dürfte mehr mit enormer individueller Druckausübung gearbeitet werden, als mit sachlich-intelligenter Argumentation, um zu einer Linie zu kommen.








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