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Richtungsstreit: CDU-Politiker kritisieren Merkels Schlingerkurs

"Augenblickspolitik", "Wendemanöver", "keine Glaubwürdigkeit": CDU-Landespolitiker üben nach Informationen des SPIEGEL harte Kritik an Angela Merkel. Die Kanzlerin vernachlässigt aus ihrer Sicht*die Kernklientel der Partei, ohne neue Wählerschichten zu gewinnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...765506,00.html
  1. #60

    Wann ist der Rücktritt Merkels alternativlos?

    Zitat von südwest3 Beitrag anzeigen
    Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Hätte die Kanzlerin weiterhin auf die verlängerte AKW-Laufzeiten gesetzt, wäre sie in die geschlossene Abteilung einer Psychiatrie zwangseingeliefert worden.

    Die Folge: sie musste grüner als die Grünen erscheinen und aus den Vorkommnissen in Japan erkennbar lernen.
    Das war nun allerdings die Richtung der Grünen, sodass sehr viele Wähler in Nachhinein den Grünen Recht geben mussten.

    Fazit:
    Die Politik der CDU musste grüner werden, auch mit der vorhersehbaren Folge, die kommenden Wahlen haushoch zu verlieren - das war quasi "alternativlos" !!
    Die Formulierung von der Alternativlosigkeit ist auch vor dem Hintergrund, dass damit allen, die in Politikern noch Vorbilder oder Maßstäbe sehen, das Gehirn gewaschen und der Verstand verklebt wird, eine Unverschämtheit sondergleichen, die alle Errungenschaften der Aufklärung mit ihrer Betätigung des Verstandes negiert. Wenn ein Kanzler auch irgendwo Vorbild (zumindest als öffentliche Person, wie jede öffentliche Person das ist) sein sollte, dann ist es nicht nur falsch, von Alternativlosigkeiten zu sprechen, und ein Versuch, bestimmte Notwendigkeiten zu suggerieren und Angst einzujagen, es ist auch verantwortungslos.
  2. #61

    "Konservative Union"

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Für diese Kernthemen gibt es sehr wohl eine große Wählerklientel. Gäbe es eine seriöse Partei rechts von der Union, hätte diese auf Anhieb 15 bis 20 Prozent. Die bürgerlich-konservativen haben schon lange die Schnauze voll von Merkels "DDR light Politik". Rechts blinken und links abbiegen, das läuft nicht mehr. Im übrigen: Merkel ist maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass die letzten Wahlen für die Union allesamt in die Hose gegangen sind. Wenn sie schon nicht selbstkritisch genug ist, dies einzusehen, muss ihr halt von außen nahe gebracht werden, dass ihre Zeit abgelaufen ist.
    Die Einschätzung, wonach eine konservative Union auf rund 20% käme, ist sicherlich richtig. Aber das würde eben nicht mehr zur Regierungsbeteiligung reichen, die Koalition würde an dieser Gruppe vorbei laufen.

    Die "Kernkompetenz" einer Volkspartei besteht aus der Verknüpfung von Wirtschafts- mit Sozialpolitik. Genauso, wie der SPD mit H4 die Balance abhanden gekommen ist, ergeht es jetzt auch der Union. Sie schafft es nicht das Gefühl zu vermitteln, dass der Aufschwung "überall" ankommt. Aber nur das vermeidet die Richtungsdebatten, die wir seit 6 Jahren führen, und die jetzt auch anfängt die CDU aufzulösen, nachdem es die SPD und die FDP zerbröselt hat.

    Ob der Einklang zwischen Wirtschafts- und Sozialpolitik überhaupt wieder hergestellt werden kann, sei mal dahingestellt. Aber Merkel kann es nicht, und es wird Zeit für die CDU einen Umgang hierzu zu finden.
  3. #62

    Der arme geschundene Schaeuble muss weg, sofort

    Der arme geschundene Schaeuble muss weg, sofort
    Der ist nicht nur körperlich wehrlos, sondern auch den Tricks und Schwindelmanövern der internationalen Finanzspekulanten hilflos ausgeliefert und liefert unsere Lebensersparnisse bieder und treuäugig den Geiern und Hyänen der Abzockerszene aus. Der fällt selbst auf die dümmsten Lügen der Pleitiers rein,( s. seine Erklärung zum ersten Griechen bail-out 2010) wohingegen jeder Stammtisch der Deutschen, egal ob mit Wein oder Bier versorgt, den klaren Durchblick hatte.
  4. #63

    Hinterher gelaufen

    Zitat von Glasperlenspiel Beitrag anzeigen
    ... aber wo sind sie denn links abgebogen? Das Gerede von der "Sozialdemokratisierung der Union" ist doch nur substanzlosen Mediengequatsche. Sie werden doch keine relevante Entscheidung finden, in der sie ihre stramm konservative Linie aufgegeben hätten. Was sie den Leuten erzählen, klingt zwar anders, aber wie sieht die Realität aus?

    Oder glauben Sie im Ernst, dass das was sich in bezug auf die Banken oder Europa (Euro ...) abspielt, irgendetwas mit linker Politik zu tun hat?
    Sie werden doch nicht behaupten, dass Merkels Familien- und Bildungspolitik noch viel mit CDU-Politik zu tun hat. Sie ist doch den Sozis und Grünen hinterher gelaufen. Und die Internationalisierung Deutschlands mit Aufgabe nationaler Souveränität entspricht auch bei weitem nicht dem, was die konservative Union jahrzehntelang propagiert hat.
  5. #64

    Tragödie

    Zitat von tumatsch Beitrag anzeigen
    Ach ja ? Na das warten wir mal ab. Das wird ganz anders kommen.

    Frau Merkel hat nicht den Grünen recht gegeben sondern 80% aller Deutschen. Das Sie das nicht glauben, ist Ihre besondere Tragik. Sie haben fertig. Keiner hört auf Sie. Hören Sie endlich auf mit Ihrem Dummenfang. Das ist langweilig.
    80% stimmt so nicht. Zitat Spiegel :

    "Eine Mehrheit von 53 Prozent ist nach einer Infratest-dimap-Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend jetzt der Ansicht, alle deutschen Atomkraftwerke sollten so rasch wie möglich stillgelegt werden (43 Prozent dagegen). Dem ZDF-Politbarometer zufolge sind sogar 60 Prozent für einen Atomausstieg so schnell wie möglich."
    80% waren für eine Überprüfung.
  6. #65

    Merkel und die Kritik an ihr

    Zitat von National-Oekonom Beitrag anzeigen
    Die "Flexibilität" ist keine. Es ist nichts drin ,was irgendwie substanziell hinterlegt ist. Statt dessen konfiguriert Merkel populistische Überlegungen ideologisch um.
    Aschermittwoch - Demaskierung? Oh ihr Blinden!
    Angela, die Schwaze Flugente, schwang sich doch schon immer in die Ferne, um dort zu punkten, wenn hierzulande unangeneme Entscheidungen anstanden!
    Entschied sie dann mal eine, war der Halbzeitwert in Tagen bemessen, dann schwenkte sie um 180 Grad und flatterte in die Gegenrichtung. So war sie schon 1990 und so wird sie immer bleiben. Intellektuell unteres Mittelmaß eben.
  7. #66

    CDU Wahlkampf für die Grünen

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Sie werden doch nicht behaupten, dass Merkels Familien- und Bildungspolitik noch viel mit CDU-Politik zu tun hat. Sie ist doch den Sozis und Grünen hinterher gelaufen. Und die Internationalisierung Deutschlands mit Aufgabe nationaler Souveränität entspricht auch bei weitem nicht dem, was die konservative Union jahrzehntelang propagiert hat.
    ja aber jetzt wissen deren Wähler, dass sie auf die richtigen Themen gesetzt hatten. Die Grünen werden doch dauerend von der CDU bestätigt.

    Je mehr grüne Politik Merkel macht, umso weniger werden CDU wählen. Das hat sie aber bis heute nicht kapiert. Die Kopie ist immer schlechter als das Original.
  8. #67

    Informationsdefizit

    Zitat von Simpso Beitrag anzeigen
    Wird nicht reagiert heißt es, die Situationen würden ausgesessen oder ignoriert werden.
    Es wird doch gar nicht mehr "regiert". Das Elend wrd nur noch verwaltet. Und unsere Kanzlerin ist die oberste Verwaltungsangestellte.

    Zitat von Simpso Beitrag anzeigen
    Bisher jedenfalls ist D seit Jahrzehnten gut über die Runden gekommen und Kritik üben können nur diejenigen, die den gleichen Kenntnissstand wie z.B. unsere Kanzlerrette haben. Ansoonsten ist jegliche besserwisserische Kritik nur hohles geschwätz von dummen menschen. Schlaue Menschen reden nur dann, wenn sie genügend Hintergrundinformationen haben.
    Demzufolge wäre es geboten, das Volk auf denselben Kenntnisstand zu brungen und an den elitären Erkenntnissen und Einsichten teilhaben zu lassen. Andernfalls erübrigt es sich auch anirgendwelchen Wahlen teilzunehmen, da einem die Grundlagen für jede vernünftige Entscheidungsmöglichkeit schon grundsätzlich fehlen. Aber offenbar will man sich jede Kritik verbieten und sich selbst gegen jede Kritik immunisieren. Demokratie ohne Information ist Nonsense und verkommt zur reinen Scheinveranstaltung. Da hat man in der Lotterie bessere Chancen einen richtigen Tipp abzugeben. Da sind wenigstens die Voraussetzungen, die Möglichkeiten und die Wahrscheinlichkeiten bekannt.

    Zitat von Simpso Beitrag anzeigen
    Und sich hinterher hinzustellen und zu sagen "ja hätte man." ist auch ein sicheres Zeichen für mindere Intelligenz, denn hinterher weiß man mehr und von da aus ist leicht dumpfen.
    Ja hätte man... dem Volk mal nicht die nötigen Informationen vorenthalten um überhaupt die Möglichkeit zu bekommen sich eine fundierte Meinung bilden und Kritik zu üben, oder um wenigstens Entscheidungen intellektuell nachvollziehen zu können.

    Ist es Teil Ihres Verständnisses von Demokratie zu behaupten: "Das Volk ist zu dumm und kann gar nicht mitreden. Damit das so bleibt enthalten wir euch auch alle nötigen Informationen vor und verbitten uns demzufolge jegliche Kritik."

    Zitat von Simpso Beitrag anzeigen
    Ich bin inzwischen jedenfalls sehr genervt von den Besserwissern und "hätte man"-Typen, die ohne background nur aus ihrem warmen Sessel heraus rumtönen. Die sind ganz weit unten, ganz nieder.
    Sie sollten nicht von Ihrem Kenntnisstand auf den Anderer schließen. Ist es ausgeschlossen, dass manchen Demokraten sich in der heutigen Mediengesellschaft Informationen auf anderem Wege als durch Parteitagsreden und die medialen Propagandaabteilungen sowie der Parteipresse beschaffen?
  9. #68

    ...

    Das Problem der Merkel-CDU ist lange nicht nur die Atomkraft-Debatte. Aber daran wird einiges deutlich.... Undeutlichkeit. Diejenigen, die "Pro-Atomkraft" sind, sehen eine Kanzlerin die auf einmal eine 180 Grad-Wende vollzieht. Alle, die gegen Atomkraft sind, so schnell wie möglich aussteigen wollen, glauben ihr diese Kehrtwende nicht.

    Ich z.B. denke ständig: Sie wird verschleiern, verzögern, so wenig wie möglich tun, damit der Ausstieg so schnell wie möglich laufen wird. Und die Frage ist ja nicht mal nur ob ich da richtig oder falsch liege, sondern dass sicherlich sehr viele sehr skeptisch sind.

    Unterm Strich denke ich, Merkel mag sein wie sie will, aber in dem Job wird man von mächtigen Interessengruppen so zerrieben, dass ein guter Job gar nicht mehr möglich ist. Gilt sicherlich auch für die meisten Ministerposten.
  10. #69

    Schäuble, der beste Finanzminister aller Zeiten.

    Zitat von Kampfbuckler Beitrag anzeigen
    Der arme geschundene Schaeuble muss weg, sofort
    Der ist nicht nur körperlich wehrlos, sondern auch den Tricks und Schwindelmanövern der internationalen Finanzspekulanten hilflos ausgeliefert und liefert unsere Lebensersparnisse bieder und treuäugig den Geiern und Hyänen der Abzockerszene aus. Der fällt selbst auf die dümmsten Lügen der Pleitiers rein,( s. seine Erklärung zum ersten Griechen bail-out 2010) wohingegen jeder Stammtisch der Deutschen, egal ob mit Wein oder Bier versorgt, den klaren Durchblick hatte.
    Genau deshalb ist er doch der beste Mann für den Job. Es kommt nur auf die PErpektive an.


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