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Rhön-Übernahme durch Fresenius: Klinikkonzern schmiedet Gesundheits-Giganten

ReutersIm Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829857,00.html
  1. #1

    Glattes Katastrophenscenario

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern.

    Rhön-Übernahme durch Fresenius: Klinikkonzern schmiedet Gesundheits-Giganten - SPIEGEL ONLINE
    Wer, bitteschön, möchte glauben, dass da irgendwas Gutes bei rauskommt? Allein die Marktmacht ist schon zum Fürchten. Aber bitteschön: immer weiter mit dem neoliberalen Umbau staatlicher und kommunaler Strukturen. Is' ja klar, wer am Ende bezahlt.
  2. #2

    Ganz ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern.

    Rhön-Übernahme durch Fresenius: Klinikkonzern schmiedet Gesundheits-Giganten - SPIEGEL ONLINE
    ... ganz toll. Das KANN NUR im Sinne der Patienten und des Personals sein ;)) und dass diese schleimigen und korrupten Politiker das begrüssen hätte ja jetzt auch keiner gedacht... sch.... Aktiengrosskonzerne... wie ich finde ein ganz klarer Fall für das Kartellamt...
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern.

    Rhön-Übernahme durch Fresenius: Klinikkonzern schmiedet Gesundheits-Giganten - SPIEGEL ONLINE
    Warum bekomme ich immer ein ungutes Gefühl, wenn in Fragen der Gesundheit nur über Gewinne, Rendite und Erträge geredet wird?
  4. #4

    Macht pur = Abzocke pur. Der Parameter Gesundheit spielt da keine Rolle.
  5. #5

    Das ...

    ... drohende Szenario ist natürlich jedem halbwegs klar denkenden Menschen klar: mit zunehmender Marktmacht solcher Konzerne werden andere Anbieter rigoros aus dem Gesundheitssektor verdrängt.

    Was medizinisch notwendig ist oder nicht wird in Zukunft einseitig vom Anbieter allein nach wirtschaftlichen Aspekten bestimmt werden, allenfalls noch in gemeinsamer Absprache mit den Banken des Gesundheitswesens (i.e. den Krankenkassen).

    Wieder einmal versagt die Politik: weder schafft sie geeignete Kontrollmechanismen oder nutzt ihre Position um derartigen Entwicklungen vorzubeugen, noch sind die Politiker in der Lage ein geeignetes Umfeld zur Erhaltung der bestehenden medizinischen Strukturen zu kreieren.

    Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren: so eine Entwicklung ist den "Volksvertretern" sogar lieb, kann man sich doch in Zukunft hinter den Konzernen verschanzen, wenn man begründen muss, warum bestimmte medizinische Leistungen nicht mehr von den Versicherungen bezahlt werden. Frage an die Experten: Herr Professor Lauterbach, haben wir vielleicht zu viele Politiker mit Interessenkonflikten in den Aufsichtsgremien derartiger Unternehmen ?
  6. #6

    Tolle Nachricht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern.

    Rhön-Übernahme durch Fresenius: Klinikkonzern schmiedet Gesundheits-Giganten - SPIEGEL ONLINE
    Wenn man Helios von innen kennt, dann kann man sich über das, was sich da abzeichnet, kein bißchen freuen. Das ist weder gut für die Mitarbeiter, noch (und vor allem) für die Patienten. Auch die Zulieferer unterliegen bereits dem Aldisyndrom. Es gibt an diesen Geldgeiern nicht gutes.
  7. #7

    Wann begreift die schlaue Politik endlich, dass im Gesundheitswesen die Begriffe Wettbewerb, Rendite, Aktionäre vollkommen fehl am Platze sind? Diese Konzerne quetschen die Sozialkassen aus, betreiben Lohndumping und betrachten Patienten als Mittel der Gewinnmaximierung.
    Das Gesundheitssystem sollte in finanziell gut ausgestatteter staatlicher Kontrolle sein - ebenso wie die Energieversorgung. Die Privatisierungen als (Volks)Enteignungen sind einer der größten Fehler der Vergangenheit. Allerdings sollte der Staat diese Bereiche auch nach wirtschaftlichen Kriterien führen.
  8. #8

    so toll

    Zitat von Bono Beau Beitrag anzeigen
    Wer, bitteschön, möchte glauben, dass da irgendwas Gutes bei rauskommt? Allein die Marktmacht ist schon zum Fürchten. Aber bitteschön: immer weiter mit dem neoliberalen Umbau staatlicher und kommunaler Strukturen. Is' ja klar, wer am Ende bezahlt.
    sind diese konzerne nicht, die zahlen so schlecht, dass der personalmangel dazu führt, dass abteilungen geschlossen werden ...

    auf lange sicht hat die ganze privatisiererei nicht unbedingt dazu geführt, dass etwas für die patienten besser oder kosten eingespart würden. schon allein deshalb nicht, weil das alles kapitalgesellschaften sind, die gewinn machen müssen.
    ich denke, es ist an der zeit, mal alles zusammenzurechnen und ein fazit zu ziehen, welches modell besser funktioniert, erfahrungen sind inzwischen genügend mit allen möglichen modellen vorhanden. und dann das zu wählen, das für die den großteil der kosten tragenden versicherten am besten und günstigsten ist.
  9. #9

    das ist das dilemma

    Zitat von thelensus Beitrag anzeigen
    Wann begreift die schlaue Politik endlich, dass im Gesundheitswesen die Begriffe Wettbewerb, Rendite, Aktionäre vollkommen fehl am Platze sind? Diese Konzerne quetschen die Sozialkassen aus, betreiben Lohndumping und betrachten Patienten als Mittel der Gewinnmaximierung.
    Das Gesundheitssystem sollte in finanziell gut ausgestatteter staatlicher Kontrolle sein - ebenso wie die Energieversorgung. Die Privatisierungen als (Volks)Enteignungen sind einer der größten Fehler der Vergangenheit. Allerdings sollte der Staat diese Bereiche auch nach wirtschaftlichen Kriterien führen.
    die kapitalgesellschaften sind un geeignet, ein krankenhaus anständig (menschlich, wie auch immer) zu führen, die öffentliche hand wird i.a. als selbsbedienungsladen angesehen, deshalb ist sie meist ungeeignet, ein krankenhaus wirtschaftlich zu führen.


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