Rhön-Übernahme durch Fresenius: Klinikkonzern schmiedet Gesundheits-Giganten

ReutersIm Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829857,00.html
  1. #40

    Wie oft habe ich gehört und gelesen, wie schlecht es den Krankenhäusern finanziell geht. Es kann z. B. nicht genügend Personal eingestellt werden, um einfachste Hygienemaßnahmen anzuwenden.

    Was ist ist das für eine menschenfreundliche Firma, die 3,1 Milliarden Euro für Betriebe ausgibt, mit denen so gar nichts zu verdienen ist?

    Lesen Sie mal „Der verkaufte Patient“ von Renate Hartwig – dann wissen Sie, wohin die Entwicklung der Gesundheitsindustrie geht:

    In konzerneigenen MVZ (medizinischen Versorgungszentren) wird von angestellten und deshalb abhängigen Ärzten beschlossen, bei welchem Patienten sich welche Behandlung für den Konzern lohnt.

    Die Guten ins Krankenhaus die Schlechten mit Paracemol nach Hause oder ins (möglichst auch zum Konzern gehörende) Pflegeheim.
  2. #41

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich halte es nicht für kriminell, wenn redeniteorientierte Unternehmen für angemessenen Lohn eine guten Service bieten.
    Doch. Weil Sie dem "Volk" zwangsweise Geld entziehen und an "Inverstoren" ausschuetten.
    Bei Konsumguetern ist das vollkommen OK. Aber bei der Grundversorgung nicht. Dort hat "Rendite" nichts verloren.
    Aber naja. Das sind eben zwei verschiedene Meinungen.
    In meiner "Zweit"heimat in Lateinamerika ist noch fast alles staatlich.
    Strom ist fast umsonst und Benzin kostet umgerechnet 25 Cent/Liter.
    Medizinische Grundversorgung ist auch gewaehrleistet.


    Ein gutes Beispiel ist die Privatisierung des Telekommarkts. Heute haben wir einen hundertmal besseren Service, einen hundertmal besseres Angebot als zu den seligen Zeiten der Bundespost und dies noch zu einem viertel des damaligen Preises.

    Das sehe ich auch diametral anders.
    Der Service ist unter aller S*u bei Paketdienst, Post und Telephon.
    In meinem Viertel in Berlin gibts immer noch kein DSL. Wirds auch laut
    Auskunft in den naechsten Jahren nicht.

    Trinkwasser wird auch immer teuerer. Cross-Border-Leasing tut ein Uebriges.
    Wohnungen werden massenhaft an "Investoren" verkauft.
    Ich finde das nicht so toll.
  3. #42

    Zitat von krankenhaushasser Beitrag anzeigen
    Wie oft habe ich gehört und gelesen, wie schlecht es den Krankenhäusern finanziell geht. Es kann z. B. nicht genügend Personal eingestellt werden, um einfachste Hygienemaßnahmen anzuwenden.

    Was ist ist das für eine menschenfreundliche Firma, die 3,1 Milliarden Euro für Betriebe ausgibt, mit denen so gar nichts zu verdienen ist?

    Lesen Sie mal „Der verkaufte Patient“ von Renate Hartwig – dann wissen Sie, wohin die Entwicklung der Gesundheitsindustrie geht:

    In konzerneigenen MVZ (medizinischen Versorgungszentren) wird von angestellten und deshalb abhängigen Ärzten beschlossen, bei welchem Patienten sich welche Behandlung für den Konzern lohnt.

    Die Guten ins Krankenhaus die Schlechten mit Paracemol nach Hause oder ins (möglichst auch zum Konzern gehörende) Pflegeheim.
    Solche Horrorstories mögen zwar immer wieder kolportiert werden und es werden von mediengeilen Autoren auch Bücher veröffentlich aber mit der tagtäglichen Realität hat dies nichts zu tun.

    Kein Krankenhaus, weder privat, noch kirchlich, noch staatlich wird einem Patienten die notwendige Versorgung verwehren.

    Dies kann sich ein staatliches krankenhaus nicht leisten und ein privates erst recht nicht

    Tatsächlich sind viele staatliche krankenhäuser veraltet und finanziell unterversorgt. Hinzu kommt in vielen Fällen, daß es aufgrund der geographischen Lage keine Chance gibt, ausreichend patienten zu bekommen, so daß Defizit unvermeidlich sind. Rhön und Helios werden natürlich vorher prüfen, wo sich der Betrieb welchen Krankenhaustyps lohnt.

    Wenn man es richtig macht, läßt sich durch den Betrieb von Krankenhäusern durchaus Geld verdienen und trotzdem Patienten und Mitarbeiter anständig behandeln.

    Was glauben Sie, wer zahlt mehr für einen MRT, das Kreiskrankenhaus Posemuckel oder die Rhönkliniken, wie werden die Logistikkosten im Krankenhaus Buxtehude im Vergleich zu den Helioskliniken sein.

    Wieveil weniger gibt Rhön für Medikamente/Spritzen/Verbände/Verbrauchsmaterial aus als das Krankenhaus Hintertupfing?

    Wieviel billger ist ein moderner Krankenhausbau gegenüber dem Modell von 1890? im täglichen Betrieb??

    Wir reden hier in der Summe locker über Millairdenbeträge!
  4. #43

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Doch. Weil Sie dem "Volk" zwangsweise Geld entziehen und an "Inverstoren" ausschuetten.
    Bei Konsumguetern ist das vollkommen OK. Aber bei der Grundversorgung nicht. Dort hat "Rendite" nichts verloren.
    Aber naja. Das sind eben zwei verschiedene Meinungen.
    In meiner "Zweit"heimat in Lateinamerika ist noch fast alles staatlich.
    Strom ist fast umsonst und Benzin kostet umgerechnet 25 Cent/Liter.
    Medizinische Grundversorgung ist auch gewaehrleistet.


    Das sehe ich auch diametral anders.
    Der Service ist unter aller S*u bei Paketdienst, Post und Telephon.
    In meinem Viertel in Berlin gibts immer noch kein DSL. Wirds auch laut
    Auskunft in den naechsten Jahren nicht.

    Trinkwasser wird auch immer teuerer. Cross-Border-Leasing tut ein Uebriges.
    Wohnungen werden massenhaft an "Investoren" verkauft.
    Ich finde das nicht so toll.

    Moderne Krankenhäuser entziehen dem "Volk" kein Geld, sondern mehren den Wohlstand sogar, weil sie effizienter und besser arbeiten.

    Wenn dabei ein Teil der Einsparungen als Dividende ausgeschüttet wird, ist dies nur recht und billig. Leider gibt es nur wenige Beispiel dafür, daß auch der Staat das kann, deshalb bin ich ein Fan der Privatisierung von allen nicht-hohheitlichen Aufgaben, wie gesagt unter strikter Regulierung und Aufsicht.

    Ich wußte nicht, das Lateinamerika ein gutes Beispiel für sichere Energieversorgung und ein vorbildliches Gesundheitssystem ist.
    Wollen Sie das wirklich mit dem vergleichen was hier selbstverständlich ist??

    Im übrigen würde auch in Deutschalnd der Liter Benzin kaum mehr kosten, wenn man die Steuer weglassen würde. Wollen sie das?

    Ich erinnere mich an die letzen JAhre der Deutschen Bundespost. Die Schaltung eines Telefons (natürlich nur die wunderbaren Apparate, die druch deutsche Beamte geprüft wurden) dauerte 3 Wochen. Die Kosten für die Schlatung ware enorm, die grundgebühr war ca. 27 DM. Mein monatliche Gebühr war ca. 300 DM.

    Wollen Sie dahin zurück?

    Heute bekomme ich ein Telfon in Stunden, für 20 Euro kann ich 30x 24 Stunden im Monatg telefonieren. Ein Gespräch mit den USA kostete 1990 einen Tageslohn heute 2 Euro! Finden Sie nicht es gab Fortschritte?

    Wenn Sie kein DSL haben, kaufen Sie sich ein SIM Karte mit Flatrate für 9 Euro (z.B. Simyo) und surfen Sie los. Im übrigen dürfte in 1-2 Jahren die gesamte Republik über LTE gut versorgt sein.

    Ich bin nicht mit allen Paketservices zufrieden aber diemeisten machen eien annehmbare Job.

    Es ist nicht Aufgabe des Staats Wohungen zu bauen und zu besitzen, er kann Belegungsrecht erwerben udn Bedürftigen so Wohungen bereitstellen. Insoweit fidne ich es völlig richtig, daß die Kommunen ihre Wohnungsbestände abgegeben und vor allem Schulden damit bezahlen (z.B. Dresden!) Auch hier ist natürlich ein Regulierung und Überwachung absolut notwendig. Man muß Miethaien natürlich zeigen, wer das Sagen hat! Trotzdem haben auch Vermieter Anspruch auf Rendite!

    Mein Trinkwasser ist übrigens seit ca. 8 Jahren nicht teuerer geworden. Gestiegen sind nur Abwassergebühren, weil Bürgermeister ihre Kläanlagen überdimensioniert haben und dafür die Kanäle zuwenig gewartet wurden.

    Bei Cross-Border Leasing sprechen Sie sicher einen guten Punkt an, es ist tatsächlich skandalös, wenn irgendwelche stupiden unwissenden Bürgermeister und Gemeinderäte nach den ihnen völlig unbekannten Steuergesetzen der USA merkwürdig geschäfte machen.

    Da bin ich ganz bei Ihnen!
  5. #44

    Halten Sie Michael Moore auch für einen mediengeilen Autor ? Und Sicko ist eine Horrorstory und hat mit der Realität in den USA nichts zu tun? In diesem Film können Sie sehen, wohin in Deutschland die Reise geht.
  6. #45

    Zitat von krankenhaushasser Beitrag anzeigen
    Halten Sie Michael Moore auch für einen mediengeilen Autor ? Und Sicko ist eine Horrorstory und hat mit der Realität in den USA nichts zu tun? In diesem Film können Sie sehen, wohin in Deutschland die Reise geht.
    Sorry, ich hätte vielleicht ausdrücklich sagen müssen, aber alle meine Äußerungen bezogen sich nicht auf zimbabwesche Krankenhäuser, nicht auf Kongolesische und auch nicht auf amerikanische Kliniken,

    Meine aussagen bezogen sich nur auf deutsche Kliniken!

    Ich glaube nicht daß Moore hierzu etwas gesagt hat.

    Wohin die Reise in Deutschland geht, wird man sehen, ich bin da eher optimistisch
  7. #46

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Wohin die Reise in Deutschland geht, wird man sehen, ich bin da eher optimistisch
    Erhalten Sie sich Ihren Optimismus!

    Falls die Zahl in Ihrem Nick ihr Geburtsdatum sein sollte: denken Sie daran, dass das sozialverträgligliche Frühableben mit 65 Jahren aufhört. Dann ist das MHD abgelaufen und und das Ableben ist nur noch sozialverträglich.
    Und genau so werden Sie dann in unseren Krankenhäusern schon heute behandelt.
    Von den Menschen, die in Krankenhäusern mit Krankenhauskeimen verseucht werden, sind 80 % über 60 Jahre alt. Und die Versorgung von Patienten mit diesen Keimen ist einfach zu teuer. Deshalb wird man als Angehöriger heute schon gefragt, ob man wirklich darauf besteht, dass seine Mutter oder sein Vater behandelt wird.
    Das sind keine Horrorgeschichten sondern Erfahrungswerte.
  8. #47

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen

    Ich wußte nicht, das Lateinamerika ein gutes Beispiel für sichere Energieversorgung und ein vorbildliches Gesundheitssystem ist.
    Fuer jemanden der keine Pflichtversicherungen mag und mit Grundversorgung zufrieden ist mit Sicherheit. Ich zahle hier 10 Dollar im Monat fuer Strom. Pauschal. Ich habe keinen Zaehler.
    Krankenhaus ist auch guenstig. Ein kompliziert gebrochenen Finger kostet im gehobenen, klimatisierten Krankenhaus in der Stadt ~500 Dollar.
    Wenn man will und robust ist gehts im Dorf auch umsonst.

    Wollen Sie das wirklich mit dem vergleichen was hier selbstverständlich ist??
    Nein. Die Sachen die in Deutschland selbstverstaendlich sind halte ich aber persoenlich fuer unnoetig. Deshalb lebe ich auch mittlerweile fast dauerhaft in Suedamerika.

    Im übrigen würde auch in Deutschalnd der Liter Benzin kaum mehr kosten, wenn man die Steuer weglassen würde. Wollen sie das?
    Ja. Selbstverstaendlich. Wer will das nicht? Dafuer 100 oder 150% Luxussteuer auf neue Autos.

    Ich erinnere mich an die letzen JAhre der Deutschen Bundespost. Die Schaltung eines Telefons (natürlich nur die wunderbaren Apparate, die druch deutsche Beamte geprüft wurden) dauerte 3 Wochen. Die Kosten für die Schlatung ware enorm, die grundgebühr war ca. 27 DM. Mein monatliche Gebühr war ca. 300 DM.

    Wollen Sie dahin zurück?
    Von mir aus. Ich fand das nicht so schlimm.

    Ein Gespräch mit den USA kostete 1990 einen Tageslohn heute 2 Euro!
    Soweit ich weiss kostete damals eine Minute nach USA 2 Mark 60. Ich habe da Verwandte.
    In der PX war es umsonst.
  9. #48

    Zitat von krankenhaushasser Beitrag anzeigen
    Erhalten Sie sich Ihren Optimismus!

    Falls die Zahl in Ihrem Nick ihr Geburtsdatum sein sollte: denken Sie daran, dass das sozialverträgligliche Frühableben mit 65 Jahren aufhört. Dann ist das MHD abgelaufen und und das Ableben ist nur noch sozialverträglich.
    Und genau so werden Sie dann in unseren ....
    Aus meiner Sicht verleumden Sie unser Gesundheitssystem in übler Weise. Unabhängig davon ob private oder öffentliche Instutionen, bin ich sicher, daß niemand durch "Keime" verseucht wird. Das es hier und da Schlamperein gibt ist klar, aber darin absichtliche Handlungen zu unterstellen ist bösartig.

    Unser Gesundheitssystem ist bei allen Probleme eines der besten der Welt. Ich bin wie gesagt auch für die nächsten Jahrzehnte sehr optimistisch, daß Ihre Horrorszenarien nicht eintreffen
  10. #49

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Unser Gesundheitssystem ist bei allen Probleme eines der besten der Welt. Ich bin wie gesagt auch für die nächsten Jahrzehnte sehr optimistisch, daß Ihre Horrorszenarien nicht eintreffen
    Jawol, sie haben Recht.

    In unserem Gesundheitssystem arbeiten ausschließlich kleine Engelchen, die immer fröhlich und freundlich ihrem Tagwerk nachgehen und mit ihrem unglaublichen Wissen nur Gutes tun. Sie machen niemals Fehler - und wenn doch mal, wird das sofort zugegeben. Und niemand möchte mit dem Gesundheitssystem übermäßig Geld verdienen.

    Schauen Sie bitte nicht auf meine Homepage - sonst verlieren Sie noch Ihren Kinderglauben. Sie werden Ihre Erfahrungen ohnehin irgenwann selber machen müssen.