ReutersIm Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829857,00.html
Was Sie ansprechen nennt sich Selbstverwaltung und existiert bereits: Gemeinsamer Bundesausschuss
Lesen und verstehen ...
Moderatorin im Fernsehen die Reporterin vor Ort, wie es zu den Eisenbahnunfällen kommen konnte, wo die Eisenbahnen doch privatisiert wurden.
"Genau deshalb", bemerkte die Reporterin.
Hat die dumm geschaut, die Moderatorin im Fernsehen.
So ist es auch mit den Kliniken in Giessen/Marburg.
Unendliche Wartezeiten, Hygieneskandale, Lohndumping, perfide Methoden um ehemalige Landesbedienstete loszuwerden. Da ganze Programm halt. Neues Personal gibt es dann für die Hälfte.
Es ist eben nicht effektiver, besser und billiger, sondern weniger effektiv, weil kein Effizienzlohn gezahlt wird , und damit wird alles schlechter und am Ende teurer.
Die Belege hierzu stehen regelmäßig in der hiesigen Zeitung.
Lösen Sie sich von dem Gedanken, daß in Krankenhaus lauter "Mutter Theresas" für einen Gotteslohn arbeiten und sich den Kopf darüber zerbrechen, wie sie noch menschlicher sein können.
Im Krankenhaus arbeiten Menschen, die - wie die meisten Menschen - gern einen guten Job machen, Geld verdienen und ein nettes Zuhause haben wollen.
Eben Menschen wie Sie und ich!
Selbstverständlich gehört die Menschlichkeit und Fürsorge zu dieser Aufgabe, selbstverständlich vertragen sich beide Ziele miteinander, und selbstverständlich will auch der kapitalgeber Geld verdienen.
Solange der Staat vernünftige Regeln vorgibt, solange alle Beteiligten wissen, welche Bedürfnisse das Unternehmen Krankenaus zu erfüllen hat, habe ich absolut nichts gegen private Krankenhäuser
Warum auch nicht?
Ich lese auch Zeitung und die schreiben etwas weniger Klischees.
Danach hat der private Betreiber die hoorenden Verlust, die das Klinikum seit Jahrzehnten auf Steuerzahlers Kosten gemacht hat, weitgehend elimiert.
Danach hat man zahlreiche hahnebüchenen Abläufe abgeschafft und tatsächlich übrflüssiges Personal abgebaut.
Danach hat man mehrere Hundert Millionen u.a. in neue OP investiert.
Die Hygieneskandal fand meines Wissens nicht in Gießen/Marburg staat, sondern in Fulda.
Beim medizinischen Personal bekommen Sie Personal nicht "für die Hälfte", da es verbindliche Tarifverträge gibt.
Insgesamt würde ich - ohne daß ich wirklich detailliert informiert zu sein - denken, daß die Privatisierung durchaus erfolgreich war und die Entwicklung seitdem ebenfalls
Dies wäre eine Katastrophe.
Fresenius könnte ungefragt Medikamentenstudien in seinen Kliniken durchziehen.
Hervorragend wären dafür Diabetes und Demenz geeignet.
Beide Märkte sind gesundheitliche "CashCows" für Pharmaunternehmen sowie die Versorgungsindustrie- vor allem deshalb weil beide Krankheiten sehr langen Behandlungsbedarf erfordern ohne das sich der Gesundheitszustand der Betroffenen gravierend verschlechtern muß.
Wegen schnellerem Anstiegs der Sterblichkeit wäre Krebs weniger geeignet, wenngleich Krebstherapien deutlich teurer sind.
In diesem Kontext sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ein gewisser Prof. Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach Mitglied des Aufsichtrats der Rhön-Klinikum Aktiengesellschaft ist und dafür im Jahr 2011 mit € 62 Tsd. honoriert wurde. Vgl. Geschäftsbericht 2011 unter http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/rka_2/deu/download/20120426_GB_2011_de_PW.pdf
"Dies wäre eine Katastrophe. Fresenius könnte ungefragt Medikamentenstudien in seinen Kliniken durchziehen"
Tasächlich, an diese Gefahren habe ich noch garnicht gedacht, hinkommt noch das Risiko, das Patienten systematisch abgemurkts werden, Jungfrauen missbraucht und Vampirparties mit Blutkonserven gefeiert werden.
Danke daß Sie uns auf solche Risiken hingewiesen haben.