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Rhön-Übernahme durch Fresenius: Klinikkonzern schmiedet Gesundheits-Giganten

ReutersIm Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829857,00.html
  1. #20

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich glaube kaum, daß das neue Unternehmen eine sonderliche Marktmacht hat, die weitaus meisten Kliniken sind staatlich oder kommunal.

    Meien Erfahrungen als Patient mit Helios sind uneingeschränkt positiv, besser jedenfalls als in staatlichen Krankenhäusern.

    Insgesamt halte ich den Deal für sinnvoll
    Diese Marktmachtkonzentration ist ganz gewiss nicht sinnvoll.
  2. #21

    ^^^^^^^

    Zitat von bert1966 Beitrag anzeigen

    Was medizinisch notwendig ist oder nicht wird in Zukunft einseitig vom Anbieter allein nach wirtschaftlichen Aspekten bestimmt werden, allenfalls noch in gemeinsamer Absprache mit den Banken des Gesundheitswesens (i.e. den Krankenkassen).
    Was Sie ansprechen nennt sich Selbstverwaltung und existiert bereits: Gemeinsamer Bundesausschuss

    Lesen und verstehen ...
  3. #22

    Zitat von Bono Beau Beitrag anzeigen
    Wer, bitteschön, möchte glauben, dass da irgendwas Gutes bei rauskommt? Allein die Marktmacht ist schon zum Fürchten. Aber bitteschön: immer weiter mit dem neoliberalen Umbau staatlicher und kommunaler Strukturen. Is' ja klar, wer am Ende bezahlt.
    schade, daß hier der artikel aus dem print spiegel dieser woche nicht auch noch verlinkt ist, der eine kritische auseinandersetzung über die privatisierung der unikliniken gießen marburg ist, die derzeit ze den rhön-kliniken gehören.
  4. #23

    Und dann fragte die

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Sorry, ich vertete die genau entgegengesetze Meinung, die Privatisierungen der lezten Jahrzehnte waren richtig und überfällig. Nach allen Erfahrungen der letzten 200 Jahre ist doch wohl klar, daß die privatwirtschaftliche Organisation eines Unternehmens effektiver, besser, billiger ist.
    Moderatorin im Fernsehen die Reporterin vor Ort, wie es zu den Eisenbahnunfällen kommen konnte, wo die Eisenbahnen doch privatisiert wurden.
    "Genau deshalb", bemerkte die Reporterin.
    Hat die dumm geschaut, die Moderatorin im Fernsehen.
    So ist es auch mit den Kliniken in Giessen/Marburg.
    Unendliche Wartezeiten, Hygieneskandale, Lohndumping, perfide Methoden um ehemalige Landesbedienstete loszuwerden. Da ganze Programm halt. Neues Personal gibt es dann für die Hälfte.
    Es ist eben nicht effektiver, besser und billiger, sondern weniger effektiv, weil kein Effizienzlohn gezahlt wird , und damit wird alles schlechter und am Ende teurer.
    Die Belege hierzu stehen regelmäßig in der hiesigen Zeitung.
  5. #24

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich kann als Patient nur Positives über Helios sagen, erstklassige Räume, erstklassiger Service und vor allem erstklassige Medizin.
    Über die Mitarbeitersituation bin ich nur oberfächlich informiert, großartige Beschwerden sind mir aber nicht zu Ohren gekommen.
    Menschen und Unternehmen müssen geld verdienen, nur Ignoranten werden sie dshalb als "Geldgeier" bezeichnen
    Ich freue mich für Sie, dass die Mitarbeiter in dieser Klinik es geschafft haben, Ihnen einen guten Aufenthalt zu bereiten. Das gelingt jedoch längst nicht immer, aus verschiedenen Gründen, nicht nur in Einzelfällen.
  6. #25

    Zitat von verleitnix Beitrag anzeigen
    Ich wünsche Ihnen, dass das für Sie immer so bleibt.
    Alle meine Erfahrungen und auch die von Bekannten und Freunden, sind da jedenfalls eher negativ.
    Die Menschlichkeit muss an erster Stelle stehen, nicht der Profit, dem sich der Patient und die Mitarbeiter als bloße "Kalkulations-Nummern" unterzuordnen haben.
    Lösen Sie sich von dem Gedanken, daß in Krankenhaus lauter "Mutter Theresas" für einen Gotteslohn arbeiten und sich den Kopf darüber zerbrechen, wie sie noch menschlicher sein können.

    Im Krankenhaus arbeiten Menschen, die - wie die meisten Menschen - gern einen guten Job machen, Geld verdienen und ein nettes Zuhause haben wollen.

    Eben Menschen wie Sie und ich!

    Selbstverständlich gehört die Menschlichkeit und Fürsorge zu dieser Aufgabe, selbstverständlich vertragen sich beide Ziele miteinander, und selbstverständlich will auch der kapitalgeber Geld verdienen.

    Solange der Staat vernünftige Regeln vorgibt, solange alle Beteiligten wissen, welche Bedürfnisse das Unternehmen Krankenaus zu erfüllen hat, habe ich absolut nichts gegen private Krankenhäuser

    Warum auch nicht?
  7. #26

    Zitat von fwittkopf Beitrag anzeigen
    Moderatorin im Fernsehen die Reporterin vor Ort, wie es zu den Eisenbahnunfällen kommen konnte, wo die Eisenbahnen doch privatisiert wurden.
    "Genau deshalb", bemerkte die Reporterin.
    Hat die dumm geschaut, die .....
    Ich lese auch Zeitung und die schreiben etwas weniger Klischees.

    Danach hat der private Betreiber die hoorenden Verlust, die das Klinikum seit Jahrzehnten auf Steuerzahlers Kosten gemacht hat, weitgehend elimiert.

    Danach hat man zahlreiche hahnebüchenen Abläufe abgeschafft und tatsächlich übrflüssiges Personal abgebaut.
    Danach hat man mehrere Hundert Millionen u.a. in neue OP investiert.
    Die Hygieneskandal fand meines Wissens nicht in Gießen/Marburg staat, sondern in Fulda.
    Beim medizinischen Personal bekommen Sie Personal nicht "für die Hälfte", da es verbindliche Tarifverträge gibt.
    Insgesamt würde ich - ohne daß ich wirklich detailliert informiert zu sein - denken, daß die Privatisierung durchaus erfolgreich war und die Entwicklung seitdem ebenfalls
  8. #27

    "Der Vergleich mit Laborratten"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern.

    Rhön-Übernahme durch Fresenius: Klinikkonzern schmiedet Gesundheits-Giganten - SPIEGEL ONLINE
    Dies wäre eine Katastrophe.
    Fresenius könnte ungefragt Medikamentenstudien in seinen Kliniken durchziehen.
    Hervorragend wären dafür Diabetes und Demenz geeignet.
    Beide Märkte sind gesundheitliche "CashCows" für Pharmaunternehmen sowie die Versorgungsindustrie- vor allem deshalb weil beide Krankheiten sehr langen Behandlungsbedarf erfordern ohne das sich der Gesundheitszustand der Betroffenen gravierend verschlechtern muß.

    Wegen schnellerem Anstiegs der Sterblichkeit wäre Krebs weniger geeignet, wenngleich Krebstherapien deutlich teurer sind.
  9. #28

    In diesem Kontext sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ein gewisser Prof. Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach Mitglied des Aufsichtrats der Rhön-Klinikum Aktiengesellschaft ist und dafür im Jahr 2011 mit € 62 Tsd. honoriert wurde. Vgl. Geschäftsbericht 2011 unter http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/rka_2/deu/download/20120426_GB_2011_de_PW.pdf
  10. #29

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Dies wäre eine Katastrophe.
    Fresenius könnte ungefragt Medikamentenstudien in seinen Kliniken durchziehen.
    Hervorragend wären dafür Diabetes und Demenz geeignet.
    Beide Märkte sind gesundheitliche "CashCows" für Pharmaunternehmen sowie die Versorgungsindustrie- vor allem deshalb weil beide Krankheiten sehr langen Behandlungsbedarf erfordern ohne das sich der Gesundheitszustand der Betroffenen gravierend verschlechtern muß.

    Wegen schnellerem Anstiegs der Sterblichkeit wäre Krebs weniger geeignet, wenngleich Krebstherapien deutlich teurer sind.
    "Dies wäre eine Katastrophe. Fresenius könnte ungefragt Medikamentenstudien in seinen Kliniken durchziehen"
    Tasächlich, an diese Gefahren habe ich noch garnicht gedacht, hinkommt noch das Risiko, das Patienten systematisch abgemurkts werden, Jungfrauen missbraucht und Vampirparties mit Blutkonserven gefeiert werden.

    Danke daß Sie uns auf solche Risiken hingewiesen haben.


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