...von 40 Affen 20%....
Von meiner Oma sind auch 100% tot...
Bin ich der letzte der den Glauben an die Aussage verliert wenn die Stichprober gar zu klein werden?
DPAAuf Diät gesetzte Affen leben nicht länger - das zeigt die Beobachtung einer Tiergruppen seit den 80er-Jahren. Das Ergebnis widerspricht der Erfahrung mit anderen Affengemeinschaften.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...852783,00.html
...von 40 Affen 20%....
Von meiner Oma sind auch 100% tot...
Bin ich der letzte der den Glauben an die Aussage verliert wenn die Stichprober gar zu klein werden?
1. nicht nur die anzahl der kalorien dürfte eine rollen spielen, sondern auch die zusammensetzung der nahrung (trockenfutter vs. frisches obst/gemüse...) - wird leider gar nicht erwähnt
2. interessant gewesen wäre die übertragbarkeit der ergebnisse auf den menschen
Ich sehe das genauso wie "jetzt:hördochauf". In dem Originalartikel ist für jede untersuchte Altersgruppe von 6-12 Tieren die Rede (insgesamt deutlich unter Hundert Tieren). Bei einem so komplexen Zusammenhang wie dem zwischen Ernährung und Lebensalter ist diese Studiengröße ein Witz. Zumal die Studie behauptet keinen Effekt zu finden und es in der Statistik deutlich einfacher ist, fälschlicherweise keinen Effekt zu finden. Zum Vergleich: der Schweinegrippe Impfstoff, der so umstritten war, weil er nicht genug getestet wurde, wurde an tausenden Menschen getestet (Und ja, das waren zu wenige Tests um seltene Nebenwirkungen zuverlässig zu erkennen). Ich finde es sehr erstaunlich, das ein so renommiertes Journal wie Nature so einen Artikel publiziert. Ich kann mir das nur mit der Popularität des Ergebnisses in Industrienationen erklären.
Statistisch mag das zutreffen, aber praktisch sind Rhesusaffen nun mal etwas anderes als Labormäuse. Es ist billig den Wissenschaftlern ihre geringe Studiengröße vorzuwerfen, wenn man bedenkt, wie aufwendig es ist, diese Menge an Tieren über Jahrzehnte zu beobachten.
Man kann mit statistischen Methoden auch aus sehr kleinen Datensätzen valide Aussagen extrahieren. Das ist schwierig, aber nicht unmöglich.
a) der Teil in dem die Tiere satt aber kränker sind und durch die Krankheit leiden?
b) der Teil in dem die Tiere jahrzehntelang Hunger leiden müssen, aber weniger Krankheiten haben?
Auf den Menschen umgerechnet bedeutet so eine Diät 60 -70 Jahre mit 1700 statt 2400 kcall pro Tag auszukommen. Ist das eine nicht garantierte Lebensverlängerung von 1 oder 2 Jahre wert?
30% Reduktion heißt z.B. 2 Tage nichts und 5 Tage normal essen.
Es geht um keinen "komplexen Zusammenhang
wie dem zwischen Ernährung und Lebensalter", sondern um einen sehr einfachen Zusammenhang:
Weniger essen verlängert das Leben.
Siehe unter: Kalorische Restriktion, Sir2p, etc.
Guarente et al. haben's "erfunden".
Ein Witz ist, wenn man über etwas pöbelt, was man gar nicht vertanden hat.
Es ist immer wieder unerträglich, wie Journalisten einzelne Puzzlesteine aufgreifen und große Schlüsse daraus ziehen.
Es gibt zwei Testreihen mit Affenaffen mit großen Abweichungen in der Versuchsanordnung und einer handvoll Tieren. Das ist Gundlagenforschung, dass ist spannend und das ist wichtig. Daraus Rückschlüsse auf Verhaltensvorgaben für Menschen zu treffen ist FAHRLÄSSIG.
Es ist wie die Diskussion zu Thema: "Gemüse ist gesund, Fleisch macht krank." Es gibt dazu eine einzige vergleichende Untersuchung aus den sechziger Jahren, in der zwei afrikanische Stämme verglichen werden, bei denen erheblich mehr unterschiedlich ist, als nur die Ernährungsgewohnheuten.
Oder die gefährlich Empfehlung, täglich 2-3 Liter Wasser zu trinken. Solche Empfehlungen führen für einzelne Menschen zum Tod. Man trinkt, wenn man Durst hat, nicht weil eine Studie sagt: 3l.
Ich würde die Redaktion bitten, etwas sachlicher, neutraler und schwächer zu formulieren. Es würde der Qualität der Artikel zugute kommen.
Das ist ja ganz nett, klingt aber eher nach einem Vergleich von Tieren, die sich im übertragenen Sinne am oberen oder unteren Ende eines Optmalbereichs ernährten. Ich schätze es bedürfe keine 30 Jahre Forschung um nachzuweisen, dass stark übergewichtige (oder auch stark untergewichtige) Affen gesundheitlich benachteiligt sind. Ich habe allerdings auch noch nie einen "fetten" Rhesusaffen gesehen, daher ist die Übertragbarkeit auf den Menschen wohl eher schwierig, wenn gleich das Ergebnis absehbar scheint.