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Rheims-Fotoserie "Gender Studies": Das Geheimnis des Genitals

Bettina Rheims Viel Sex, viel Haut - aber kein klares Geschlecht: Die berühmte Aktfotografin Bettina Rheims, eine Meisterin des Edel-Kitsches, porträtiert für "Gender Studies" androgyne Schönheiten, die sie via Facebook gefunden hat. In Düsseldorf zeigt sie ihre Bilder jetzt zum ersten Mal.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...828477,00.html
  1. #1

    Neu?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viel Sex, viel Haut - aber kein klares Geschlecht: Die berühmte Aktfotografin Bettina Rheims, eine Meisterin des Edel-Kitsches, porträtiert für "Gender Studies" androgyne Schönheiten, die sie via Facebook gefunden hat. In Düsseldorf zeigt sie ihre Bilder jetzt zum ersten Mal.

    Rheims-Fotoserie "Gender Studies": Das Geheimnis des Genitals - SPIEGEL ONLINE
    "Kein klares Geschlecht" ist doch bei "weiblichen" Models schon lange der Regelfall. Man sieht viel Haut & Knochen, aber keine geschlechtsspezifischen Rundungen - leider!
  2. #2

    Hm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viel Sex, viel Haut - aber kein klares Geschlecht: Die berühmte Aktfotografin Bettina Rheims, eine Meisterin des Edel-Kitsches, porträtiert für "Gender Studies" androgyne Schönheiten, die sie via Facebook gefunden hat. In Düsseldorf zeigt sie ihre Bilder jetzt zum ersten Mal.

    Rheims-Fotoserie "Gender Studies": Das Geheimnis des Genitals - SPIEGEL ONLINE
    nette Fotos.
    Aber was sie mit der Arbeit ausdrücken will ist mir immer och nicht ganz klar.
    das es Menschen gibt die im richtigen falschen oder falschen richtigen Körper sitzen
    ist ja nun bekannt.
    Das es die Möglichkeit zu wechseln gibt auch.
    Sie gehören halt auch zu unserer Spezies.

    Ich denke mal wer sich damit nicht abfinden kann, sollte mal sein Geschlechter und Rollenverständnis überdenken.
    Aber sonst?

    Ok ich bin ein Kulturbanause, zugegeben.
    Manchmal
  3. #3

    auch wenn mein erster Beitrag bereits übersehen wurde, probiere ich es gern nochmal. Denn es herrscht ja in Deutschland Meinungsfreiheit... Meiner Meinung nach ist an diesen Bildern nichts Schönes oder ästhetisches zu entdecken. Diese Menschen wirken auf mich unglücklich, unnatürlich und krank. Das hat in meinen Augen nichts mit Kunst zu tun. Es sind kranke Seelen, die Versuchen ihr Leid durch Schönheits-OP´s und äußere Veränderung zu überspielen oder zu wandeln. Traurig...
  4. #4

    ...

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    nette Fotos.
    Aber was sie mit der Arbeit ausdrücken will ist mir immer och nicht ganz klar.
    das es ....
    So wie ich die Gender Studies verstehe geht es darum, daß das was wir als "Männer" und "Frauen" verstehen erstmal nur wenig mit dem biologischen Geschlecht zu tun hat.
    Deswegen ja auch das Wort "Gender". Im Englischen gibt es (anders als im Deutschen) zwei Worte für Geschlecht: "gender" für das grammatische Geschlecht (maskulin, feminin, neutrum); und "sex" für das biologische Geschlecht (männlich, weiblich).
    Die Gender-studies haben dabei die Bedeutung des Begriffes "gender" erweitert, und ihn auf nicht biologische (sondern kulturelle) GEschlechtsmerkmale ausgedehnt. Z.B. Rosa für Mädchen und Blau für Jungen. Das hat rein gar nichts damit zu tun, daß die einen einen Penis haben und die andere eine Vagina.
    Die Frage die die Gender-studies dann im Zuge der Frauen-Bewegung gestellt haben ist die, was für "männliche/weibliche" Eigenschaften auf die Biologie zurückgehen und was eben nicht. Die These war dann, daß viele negative "weibliche" Eigenschaften (z.B. Häsulichkeit) in Wirklichkeit rein kulturelle Konstruktionen sind, und zudem noch solche, welche einen Teil der Bevölkerung (meist die Frauen) benachteiligen.
    Und diese Dinge zeigen sich dann natürlich primär in unseren Schönheitsidealen (denken sie zum Beispiel an "Germanys next Topmodel").
    Ich vermute nun, daß diese Photos die klassischen Schönheitsideale durchbrechen und Verwirrung hinsichtlich des Geschlechts der Model stiften sollen. Dadurch würde man den Menschen womöglich zeigen können, daß vieles von dem was wir als typisch Mann/Frau ansehen nur "Show" ist (z.B. die Langen Haare und das Make-up). So gibt es ja auch "weibliche" Topmodels, die biologisch gesehen eindeutig Männer sind (auch nicht operiert oder mti hormonstörungen etc.) diese aber auf den Bilder ziemlich sicher für "biologisch" Frauen halten würden.
    Diese "subversiven Störungen" der Geschlechtsidentität sind soviel ich weiß ein beliebtes Mittel der Gender-studies.

    Vielleicht hilft ihnen diese Erklärung weiter, ich bin selbst aber auch alles andere als ein Experte für Gender-Studies.
  5. #5

    ...

    Zitat von user@zeitz Beitrag anzeigen
    auch wenn mein erster Beitrag bereits übersehen wurde, probiere ich es gern nochmal. Denn es herrscht ja in Deutschland Meinungsfreiheit... Meiner Meinung nach ist an diesen Bildern nichts Schönes oder ästhetisches zu entdecken. Diese Menschen wirken auf mich unglücklich, unnatürlich und krank. Das hat in meinen Augen nichts mit Kunst zu tun. Es sind kranke Seelen, die Versuchen ihr Leid durch Schönheits-OP´s und äußere Veränderung zu überspielen oder zu wandeln. Traurig...
    Ihr Schönheitsideal ist ihre Sache, aber ihre Pathologisierungen (unnatürlich, krank) können sie sich sparen.
    Wenn sie ein "ganzer Kerl" oder ein Weibchen mit Cola-Figur sein wollen ist das ihre Sache, aber ihr BEitrag erweckt den Eindruck, als wollten sie nicht, daß man ihnen MEnschen zumutet bei denen das nicht so eindeutig ist. Und das hat dann nichts mehr mit MEinungsfreiheit zu tun.
  6. #6

    Faszinierend

    Wow, das finde ich wirklich faszinierend. Mal abgesehen davon, dass kulturelles, psychisches und biologisches Geschlecht keinesfalls übereinstimmen müssen... Aber das man auch äußerlich völlig neutral -oder besser- wie beide biologischen Geschlechter aussehen kann finde ich spannend.

    Wie viel Ärger man wohl verhindern könnte, wenn das immer so wäre :) Sexismus und sexuelle Diskriminierung sind fast nicht mehr möglich, weil ja keiner weiß, wen er da beleidigt. Auch Chauvinisten hätten dann ausgespielt genauso wie das kleine Frauchen, das die Drecksarbeit lieber von anderen machen lässt und dafür nur ein bißchen Brust zeigen muss.
  7. #7

    Langweilig

    [QUOTE=derdriu;10051704]Wow, das finde ich wirklich faszinierend. Mal abgesehen davon, dass kulturelles, psychisches und biologisches Geschlecht keinesfalls übereinstimmen müssen... Aber das man auch äußerlich völlig neutral -oder besser- wie beide biologischen Geschlechter aussehen kann finde ich spannend. [QUOTE]
    Da muss ich widersprechen. Würde meine Frau aussehen wie ich, wie sollte sie mich noch reizen (im erotischen Sinne)? Wenn beide biologischen Geschlechter gleich aussehen, ist das total langweilig. Wenn man allerdings eine völlige Entsexualisierung der Gesellschaft als wünschenswert ansieht ohne den Umweg über die Religion zu gehen, mag das ein Weg sein. Körperliche Begehren und Sehnsüchte abzuschaffen war ja immer ein Mittel zur Machtausübung.

    Zitat von derdriu Beitrag anzeigen
    Wie viel Ärger man wohl verhindern könnte, wenn das immer so wäre :) Sexismus und sexuelle Diskriminierung sind fast nicht mehr möglich, weil ja keiner weiß, wen er da beleidigt. Auch Chauvinisten hätten dann ausgespielt genauso wie das kleine Frauchen, das die Drecksarbeit lieber von anderen machen lässt und dafür nur ein bißchen Brust zeigen muss.
    Kluge Männer durchschauen das Spiel zunehmend, was wiederum Frauen ärgert. Sie möchten ja gleiche Rechte wie Männer in allen Bereichen (was ich in Ordnung finde), trotzdem aber zuvorkommend, höflich und ritterlich behandelt werden.
  8. #8

    Echte Kerle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viel Sex, viel Haut - aber kein klares Geschlecht: Die berühmte Aktfotografin Bettina Rheims, eine Meisterin des Edel-Kitsches, porträtiert für "Gender Studies" androgyne Schönheiten, die sie via Facebook gefunden hat. In Düsseldorf zeigt sie ihre Bilder jetzt zum ersten Mal.

    Rheims-Fotoserie "Gender Studies": Das Geheimnis des Genitals - SPIEGEL ONLINE
    Na, es sind aber auch mindestens zwei echte Kerle dabei, denen man das Geschlecht auch so ansieht. Die Unentschlossenheit, sich für eines zu entscheiden, scheint hier nur vorgetäuscht.
    Der moderne Mensch wird ja als metrosexuell erwartet. Es gibt Dinge, die man an der Moderne nicht akzeptieren muss.
  9. #9

    Drittes Geschlecht

    Wenn man das Gendermainstreaming und Gerede von Konstruktionen über soziales Geschlecht, das manch eine(n) fasziniert, verwirrt oder langweilt, einmal beiseite lässt, wird man nicht um die Feststellung herumkommen, dass es bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen (Hermaphroditen) genau zwei Geschlechter gibt. Da es sich in der Biologie nicht wie in der Mathematik verhält (ein einziges Gegenbeispiel reicht), kann man dies getrost als Tatsache werten.

    Dabei ist klarzustellen, dass ich weder vom Gefühl der Zugehörigkeit, dem Erscheinungsbild oder irgendwelchen auch gerne mehr oder weniger künstlerisch verarbeiteten Sehnsüchten, Ängsten oder Traumata rede, sondern ganz einfach darauf hinweisen möchte, dass wenn eines eine Konstruktion ist, dann ist es das sogenannte "dritte Geschlecht". Es mag ja von mir aus auch eine sehr verlockende und für die heutige Zeit passende sein, aber es bleibt eben eine solche.

    In einer Szene, in der es um Überschreitung und Verwischen von Grenzen geht, sollte man Meinungen und Fakten auseinander halten, denn wir leben eben nicht in einer "anything goes" Welt und auch nicht in der Gendercloud. Trotz Andrej Pejic & Co.


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