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Rezession, Schulden, Inkompetenz: Italien steht am Abgrund

APEin Land verliert den Lebensmut: Wirtschaftsflaute und Sparkurs setzen den Italienern zu, das Land wird in diesem Jahr wohl noch tiefer in die Rezession rutschen. Die Politik ignoriert die drängendsten Probleme.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829130,00.html
  1. #50

    Sie haben

    Zitat von sanhe Beitrag anzeigen
    Es wäre schön, wenn endlich mal die wahre Ursache des Niedergangs der südeuropäischen Länder gennant würde: Nämlich der EURO.

    Solange diese volkswirtschaftlich vollkommen wahnsinne Währungsunion fortbesteht, solange wird der Niedergang der Euro-Länder andauern und schlussendlich auch Deutschland mitreißen.
    wahrscheinlich Recht! Ein anderer Forist hat diesen Link gepostet:
    Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube

    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    Die ganzen "Experten", die damals den Euro eingeführt haben, haben einfach nicht den Mut sich jetzt hinzustellen und zu sagen:
    "Sorry, wir haben uns geirrt, wir müssen zu den eigenen Währungen zurückkehren."
    Das erlaubt wohl das Selbstverständnis dieser "Berater" nicht!
    Aber das wird sowieso passieren: der Euro wird zerbrechen, und je länger es dauert umso schmezhafter wird es für alle Beteiligten - leider!
  2. #51

    Diese Krebsgeschwür=Desaster wird sich unaufhaltsam durch den gesamten Europäischen Kontinent fressen. Wenn da eineige indiesem schönen Europa glauben dieses Krebsgeschwür würde sie ferschonen teuschen die sich gewaltig.Diese Sache wird sich über ausfallende Absatzmärkte und noch abzuschreibende innzwischen gigantische Vorderungen durch den gesamten Kontinent fressen. Der Grossmachtwahn EU hat dem Europäischen Kontinent den Todesstos gegeben.
  3. #52

    ...

    Zitat von sanhe Beitrag anzeigen
    Es wäre schön, wenn endlich mal die wahre Ursache des Niedergangs der südeuropäischen Länder gennant würde: Nämlich der EURO.

    Solange diese volkswirtschaftlich vollkommen wahnsinne Währungsunion fortbesteht, solange wird der Niedergang der Euro-Länder andauern und schlussendlich auch Deutschland mitreißen.
    Und genau deshalb werden Eurobonds kommen. Den Euro wird niemand freiwillig aufgeben; Italien oder Spanien wissen genau daß Deutschland einen Staatsbankrott dieser Staaten verhindern wird - entweder direkt mit Eurobonds, oder indirekt (Merkels Standardweg) mittels dem ESM. Deshalb die Eile dieses Konstrukt durch den Bundestag zu peitschen.

    Die Transferunion ist da, nur darf es niemand laut sagen. Merkel will schließlich weiter "Deutschland dienen". Da sind mir doch die Sozis lieber, die sagen wenigstens offen wer blechen muß - WIR. Politisch unklug, so verliert man Wahlen. Der Pöbel will eben betrogen werden.

    Am Ende steht der Euro mit Eurobonds und gemeinsamer Schuldenhaftung. Wer etwas anderes erwartet ist ein Träumer.

    Oder WIR beenden das Spiel.
  4. #53

    Italien ist

    mittlerweile ein reiches Land, zumindest gemessen an dem was so manche Reiseberichte in den 1960ern zeigten. Letzt lief mal ein solcher im BR 3 oder Alpha als es um den Besuch des italienischen Südens ging und die Wirtschaftlage neben den Kulturwundern mit beleuchtet wurde.
    Das war damals so ähnlich wie im tiefsten unterentwickelten Busch gewesen.

    Allerdings - im ital. Staatshaushalt versickert zu viel Geld bzw. sind Mafia & Co. nicht hinreichend ausgeschaltet die ebenfalls einen gut Teil des BIPs in die eigenen Taschen abschöpfen. Würde die italien. Regierung da mal dran gehen würde Italien glänzend dastehen.
    Verlangen dann die Venezianer für einen Cappuccino (in vulgo: heißes schwarz gefärbtes Wasser) nicht 18,-- DM sondern für einen richtigen Cappucino 2,-- DM werden die Touristen auch mehr Geld im Land lassen.

    Also es gibt keinen Grund für Traurigkeit.
  5. #54

    Genau!

    Zitat von Maya2003 Beitrag anzeigen
    Und genau deshalb werden Eurobonds kommen. Den Euro wird niemand freiwillig aufgeben; Italien oder Spanien wissen genau daß Deutschland einen Staatsbankrott dieser Staaten verhindern wird - entweder direkt mit Eurobonds, oder indirekt (Merkels Standardweg) mittels dem ESM. Deshalb die Eile dieses Konstrukt durch den Bundestag zu peitschen.

    Die Transferunion ist da, nur darf es niemand laut sagen. Merkel will schließlich weiter "Deutschland dienen". Da sind mir doch die Sozis lieber, die sagen wenigstens offen wer blechen muß - WIR. Politisch unklug, so verliert man Wahlen. Der Pöbel will eben betrogen werden.

    Am Ende steht der Euro mit Eurobonds und gemeinsamer Schuldenhaftung. Wer etwas anderes erwartet ist ein Träumer.

    Oder WIR beenden das Spiel.
    Und dass die Bundesbank schon über 600 MRD. Euro Forderungen an das EZB-System hat (target2), wird sowieso nicht thematisiert. Wenn das und die Konsequenzen daraus in der Bild stehen würde, dann wäre der Euro schneller Geschichte als man gucken kann - vorausgesetzt, die BILD hätte ein Interesse daran, diese Story zu bringen ...
  6. #55

    Was viele immer wieder vergessen ist, das deutschlands größter handelspartner die eu ist. Wird der euro abgeschafft und eine neue mark wieder eingeführt, würde diese aufgrund starker wirtschaftslage dermaßen aufgewärtet, dass unsere exportwirtschaft stark einbräche.
  7. #56

    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    Und dass die Bundesbank schon über 600 MRD. Euro Forderungen an das EZB-System hat (target2), wird sowieso nicht thematisiert. Wenn das und die Konsequenzen daraus in der Bild stehen würde, dann wäre der Euro schneller Geschichte als man gucken kann - vorausgesetzt, die BILD hätte ein Interesse daran, diese Story zu bringen ...
    Da könnte die Bild auch einfach über grundlegende VWL schreiben. Natürlich steht der Rest der Welt, auch außerhalb der Eurozone, per Definition mit dem, was alle Nase lang bei uns als "Überschuss" verkündet wird bei uns in der Kreide, und wenn er zahlungsunfähig wird sind die entsprechenden Forderungen eben weg. Angekündigt hat man das doch nun wirklich oft und lang genug, aber die anderen sind ja alle nur neidisch, und Binnenmarkt brauchen wir ja keinen. Sich beim Ausland darüber zu beschweren, wenn man sein erklärtes Ziel (den ominösen "Wettbewerb" zu gewinnen) fast erreicht hat, ist allerdings wirklich typisch deutsch.
  8. #57

    Sie sagen es!

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Da könnte die Bild auch einfach über grundlegende VWL schreiben. Natürlich steht der Rest der Welt, auch außerhalb der Eurozone, per Definition mit dem, was alle Nase lang bei uns als "Überschuss" verkündet wird bei uns in der Kreide, und wenn er zahlungsunfähig wird sind die entsprechenden Forderungen eben weg. Angekündigt hat man das doch nun wirklich oft und lang genug, aber die anderen sind ja alle nur neidisch, und Binnenmarkt brauchen wir ja keinen. Sich beim Ausland darüber zu beschweren, wenn man sein erklärtes Ziel (den ominösen "Wettbewerb" zu gewinnen) fast erreicht hat, ist allerdings wirklich typisch deutsch.
    Ich übersetze mal, wenn ich darf?
    In der Eurozone wird durch die Sparpakete der Binnenmarkt kaputt gemacht. Haben wir ja schon hinter uns, oder? Die Exporthörigkeit scheint so fest in den Köpfen verankert, dass man die Folgen nicht sieht:
    1. Der Export geht zu Lasten eines starken Binnenmarktes (Lohndumping, etc. etc.).
    2. Die Exporterlöse werden mit Schuldscheinen bezahlt (wertlose Dollar, etc. etc.!!!).
    3. Wir machen über unsere Überschüsse die anderen Länder - einschließlich Frankreich kaputt.
    4. Unsere Nachbarn im Süden bezahlen ihre Güter und Waren aus Deutschland über die target2-Kredite.
    Wenn dieses Spiel mit target2 vorbei ist, können wir unsere Waren nur noch aufessen. Es gibt keine Nachbarn mehr, die bei uns einkaufen können. Das wird auch nicht mehr lange dauern, wenn SELBST WEIDMANN so langsam kalte Füße kriegt ...
    Habe ich Sie richtig verstanden?
  9. #58

    alte Probleme

    Zitat von watchbird Beitrag anzeigen
    Mit höheren Steuern löst man das Problem sicher nicht, denn die Steuerbelastung ist schon extrem hoch. Der Staatsapparat ist total überbesetzt und ineffektiv. Und Korruption ist allgegenwärtig.
    In Italien, überhaupt in Südeuropa sieht es ziemlich aussichtslos aus. Auf der einen Seite führt weiteres Sparen nur weiter in den Abgrund von schrumpfender Wirtschaft, sinkenden Einnahmen, steigenden Schulden.

    Weitere Sparmaßnahmen sind nur noch kontraproduktiv.

    Aber hier einfach einen Merkel'sches Spardiktat als Schuldigen auszumachen und weitere, erneut schuldenfinanzierte Ausgabeprogramme zur Belebung der Wirtschaft zu fordern, führt letztlich auch in die Irre. Jedes Konjunkturprogramm trifft zwangsläufig auf die alten, schon mehrfach benannten und kritisierten Strukturen von Korruption, Überbürokratisierung, Qualifikationsmängeln. Es wäre - wie so oft - ein wirtschaftliches Strohfeuer.

    Gerade in Bezug auf Italien ist es bitter, weil das Land im Gegensatz zu seinen Mittelmeernachbarn volkswirtschaftlich reich ist, eine zumindest im Norden zwar reformbedürftige, aber grundsätzlich leistungsfähige, vielfältige Wirtschaft hat, die m.E. besser aufgestellt als die z.B. die Großbritanniens. Meines Wissens erwirtschaftet Italien sogar einen Primärüberschuss. Italien muss daher von seiner Zinsbelastung herunter.

    Man kann es drehen und wenden, wie man will, eine Lösung muss her: entweder es erfolgt ein ausgiebiger Lastenausgleich zu Lasten der Wohlhabenden, eine massive Inflationierung der Staatsschulden oder eine Währungsreform mit Schuldenschnitt.

    Transfers braucht Italien jedenfalls nicht, eher eine eigene Währung.
  10. #59

    So ist es nicht ganz !

    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    Ich übersetze mal, wenn ich darf?
    In der Eurozone wird durch die Sparpakete der Binnenmarkt kaputt gemacht. Haben wir ja schon hinter uns, oder? Die Exporthörigkeit scheint so fest in den Köpfen verankert, dass man die Folgen nicht sieht:
    1. Der Export geht zu Lasten eines starken Binnenmarktes (Lohndumping, etc. etc.).
    2. Die Exporterlöse werden mit Schuldscheinen bezahlt (wertlose Dollar, etc. etc.!!!).
    3. Wir machen über unsere Überschüsse die anderen Länder - einschließlich Frankreich kaputt.
    4. Unsere Nachbarn im Süden bezahlen ihre Güter und Waren aus Deutschland über die target2-Kredite.
    Wenn dieses Spiel mit target2 vorbei ist, können wir unsere Waren nur noch aufessen. Es gibt keine Nachbarn mehr, die bei uns einkaufen können. Das wird auch nicht mehr lange dauern, wenn SELBST WEIDMANN so langsam kalte Füße kriegt ...
    Habe ich Sie richtig verstanden?
    Wenn man sich die Exporthandelspartner aus 2011 ansieht, dann sind die fünf ersten Länder wie folgt:

    1. Frankreich gehört zum €-Raum
    2. USA gehört nicht zm €-Raum
    3. Niederlande gehörtzum €-Raum
    4. Vereinigtes Königreich gehört nicht zum €-Raum
    5. China gehört nicht zum €-Raum

    Der Export geht also überwiegend in den nicht Euro-Raum. Der Fehler war bei der Einführung des Euro, dass man ihn politisch unbedingt wollte und die Warnungen etlicher Ökonomen einfach politisch nicht "gebrauchen" konnte.


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