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Rezession: Italiens Wirtschaft schrumpft und schrumpft

APEs ist der vierte Rückgang in Folge, und eine Trendwende ist nicht in Sicht: Italiens Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal erneut gesunken. Immerhin kann die Regierung in Rom Fortschritte beim Sparen vorweisen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...848673,00.html
  1. #1

    Ein Segen für Mutter Erde

    Griechenland schrumpft. Spanien schrumpft. Italien schrumpft. Wir auch bald. Mutter Erde wird's freuen, denn es verringert den Druck auf die Ökosysteme. Jetzt dauert es nicht mehr lang, dann fällt der Rohölpreis wieder auf 50 USD / barrel, das "kurbelt" dann die Wirtschaft an, und los geht's zum nächsten Strohfeuer.

    Alternativ könnte man mal darüber nachdenken, ob vielleicht statt des Mengenwachstums ein qualitatives Wachstum sinnvoll wäre. Oder glaubt tatsächlich jemand, dass der Trend langfristig zur Dritt-Waschmaschine ginge?
  2. #2

    Jetzt heißt es

    den Gürtel enger schnallen und mehr arbeiten. Jedes Land kehre vor der eigenen Tür! Von wegen 4. Reich und böse Unterstellungen Richtung Deutschland. Italien hilf Dir selbst, dann hilft Euch Gott. Ora et labora!
  3. #3

    suppi

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist der vierte Rückgang in Folge, und eine Trendwende ist nicht in Sicht: Italiens Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal erneut gesunken. Immerhin kann die Regierung in Rom Fortschritte beim Sparen vorweisen.

    Rezession in Italien: Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal - SPIEGEL ONLINE
    Das sind doch mal Good-News!

    Qualifiziertes Wachstum ist "in"!
  4. #4

    Und?

    Woher soll denn jetzt auch plötzlich eine stärkere Wirtschaftsleistung kommen? In Italien gibt es meines Wissens nach kein Erdöl und mit dem Export von Öl aus Oliven wird man kaum reich werden, um Schulden zu bezahlen.
    Wohin stetiges Sparen führt, sehen wir ja in Deutschland. Auf der obersten Ebene sieht natürlich alles super aus, weil die Exporte steigen und die Menschen wie blöde Geld in das Binnenangebot stecken. Das aber auf den nächsten Ebenen das Land in prekären Verhältnissen steckt, wird kaum erwähnt.
    Die Löhne steigen seit Jahren nicht, der Niedriglohnsektor wächst und wächst, die Renten- und Pflegefrage ist völlig ungeklärt, die Kinderarmut ist besorgniserregend, die Integration von ausländischen Mitbürgern funktioniert nicht, das Bildungssystem liegt brach und die Kommunen sind mehr als pleite. Wir haben keineswegs das Recht, uns als Vorbild aufzuspielen bzw. von anderen als dieses bezeichnet zu werden.

    Die deutsche Politik spielt mit der Zukunft der Menschen hier, denn sie schließt quasi ganze Generationen jetzt und in Zukunft vom angeblichen Wohlstand aus. Woher soll denn in 20 Jahren das Geld für die Rente derer kommen, die aus verschiedenen Gründen keine oder nur sehr geringe Beiträge zahlen konnten? Da wird auch nicht Frau vdL's Aufstockermodell helfen. Die Last werden die Kinder von Heute und Morgen tragen müssen und fraglich bleibt, ob das bei abnehmenden Natalitätszahlen überhaupt funktionieren kann oder ob sich diese Generation das noch gefallen lassen wird.
    Auch unser Status als "Exportweltmeister" und "Wirtschaftsstandort" kann ganz schnell zusammenbrechen. Die Grundlagen dafür sind mit der Einführung der BA-Studiengänge längst gefestigt. Zudem wächst die Zahl der weltweiten Konkurrenten und Deutschland sieht sich immer noch als Insel in der Welt, die von Entwicklungen ringsum nicht betroffen ist. Vorsicht!
    "Deutschland geht es gut", wie es Frau Merkel statuiert hat, wird nicht mehr lange gelten.
    Italien muss seinen eigenen Weg finden. Einen, der zur Mentalität der Menschen passt und einen, der kreativ mit den Herausforderungen umgeht, anstatt alte Fehler erneut zu begehen. "Wachstum" alleine wird das Land nicht erblühen lassen. Island könnte ein Vorbild sein, aber nicht Deutschland.
  5. #5

    Enteignet Berlusconi!

    Er hat die Euros "mit dem Schaufelbagger aus dem Fenster geworfen!"( EP.-Präsident Schulz).
  6. #6

    soso

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist der vierte Rückgang in Folge, und eine Trendwende ist nicht in Sicht: Italiens Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal erneut gesunken. Immerhin kann die Regierung in Rom Fortschritte beim Sparen vorweisen.

    Rezession in Italien: Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal - SPIEGEL ONLINE
    na, ... merkt da jemand was: "Bruttoinlandsprodukt gesunken" und "Fortschritte beim Sparen", ... ja, so ist das halt :(
  7. #7

    unattraktive Reformen

    Herr Monti sollte anfangen sich darum zu kümmern, dass die Wirtschaft wieder wächst.
    Denn da liegt das größte Problem in Italien, ein Potenzial hat die Italienische Wirtschaft, aber duzu braucht es unattraktive Reformen. Aber genau diese Reformen kann nur Monti in Gange bringen, denn kommendes Jahr wird gewählt und dann ist er weg und aller Reformwille ist vorbei! Um das aber zu schaffen benötigt er eine starke Hand, leider hat er diese nicht, und es ist viel einfacher den bösen deutschen die Schuld zu geben, denn das mögen die Italiener hören. Nach 40 Jahren in Italien, lebe ich auch 40 Jahre in ein Krisenland, denke fast schon, das das Wort „Krise“ das meist gebrauchte ist in Italien.
  8. #8

    Makroökonomischer Analphabetismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Italiens Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal erneut gesunken.
    Ärgerlich.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immerhin kann die Regierung in Rom Fortschritte beim Sparen vorweisen.
    Fortschritte beim Sparen? Ist es eigentlich so schwierig zu verstehen, dass der obere erste Satz in direktem Zusammenhang mit dem unterem zweiten Satz steht?
  9. #9

    Zitat von heldenmut Beitrag anzeigen
    den Gürtel enger schnallen und mehr arbeiten.
    Sie möchten also die Wirtschaft ankurbeln, indem Sie weniger ausgeben?


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