Forum: Blogs
Rezept gegen die Angst: Simple Schreibübung senkt Prüfungspanik
Es klingt nach Küchenpsychologie, soll aber wirklich funktionieren: Wer vor Tests weiche Knie und Schnappatmung bekommt, sollte sich schriftlich seiner Angst stellen. Das verbessert die Leistung wesentlich, zeigt jetzt eine Studie. An den Lernstoff denken, macht es dagegen nur schlimmer.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...739420,00.html
- #10 14.01.2011 13:12 von
ja und nein ...
Wenn Sie nachlesen:
Schnappatmung ist ein Begriff aus der Medizin. Er bezeichnet eine schwere lebensbedrohliche Atemstörung, die oft dem Atemstillstand vorausgeht.
Und was soll das bitte mit dem SpOn-Fernseh-Interview zu tun haben, in dem der Begriff vorkommt und wie hier diskutiert mit irgendwelchen Prüfungsängsten?
Wäre ja nett, wenn die Herrschaften Redakteure mal auf irgendwo aufschnappte, reisserische Begriffe verzeichten würden. - #11 14.01.2011 14:00 von fpa
Panik, Angst, Furcht, Aufgeregtheit, Lampenfieber, ...
Für meine Begriffe wird hier in der Diskussion zu vieles in einen Topf geworfen. Schon der Artikel sagt nicht klar aus, was dabei genau unter Angst zu verstehen ist. So kann natürlich jeder etwas dazu sagen und meint trotzdem u.U. etwas ganz anderes als der Vorredner.
Ich möchte mal einige Beispiele nennen, die alle unter dem Begriff "Prüfungsangst" laufen werden:
- "Prüfungspanik": Die einen treten dann meist erst gar nicht zur Prüfung an. Die Vorboten dazu sind schlechte Zeiteinteilung, ein Hang zu Perfektionismus, und allgemein ein eher vermindertes Selbstwertgefühl. Wenn die mit solchen Psycho-Tricks, wie Angst verbalisieren, hinkommen, das wäre schon toll. Ich kenne das eher so, dass Studenten mit dem Problem eigentlich einen äußeren Anker bräuchten, eine Art (verehrtes) menschliches Metronom, das sie nicht ausbüchsen läßt, das für sie das Nicht-antreten als peinlicher erscheinen läßt als eine nicht geschaffte Prüfung. Denn wenn sie einmal in der Prüfung sind, fällt diese Angst meist komplett von ihnen ab.
- "Prüfungsangst": Häufiger ist, dass Prüflinge in der letzten Stunde oder den letzten Minuten vor der Prüfung plötzlich sehr hibbelig werden. Hier greifen sicherlich die diversesten Ablenkungstricks.
- "Lampenfieber, Aufgeregtheit": Deren Wirkung ist doch individuell sehr unterschiedlich. Über den Daumen gepeilt: Die normalerweise gut konzentrierten werden dadurch eher unkonzentriert, und die normlerweise eher fahrigen laufen dadurch eher zu tollen ungeahnten Leistungen auf, solange nicht an Überforderungsgrenzen stoßen.
- "Der mag mich nicht nicht": Bei Kindern kommt oft noch eine starke emotionale Komponente bzgl. des Prüfers hinzu, die körperlich zwas weniger mit Angst- als mit Resignationssysmptomen einhergeht, von außen aber dennoch unter der Rubrik "Prüfungsangst" wahrgenommen wird. Und - nicht bei allen Kindern geht das mit der Zeit weg. Manche bleiben so ihr Leben lang.
Das alles über einen Kamm zu scheren, halte ich für eher fragwürdig. Sicher eine nette Untersuchung. Aber um daraus allgemeingültige Handlungsanweisungen zu machen, sind sicher noch weitere Untersuchungen nötig. - #12 14.01.2011 14:21 von
Jawoll!
Immer her mit den individuellen Ansprüchen. Ich schätze mal, Sie haben große Chancen, dass auch der Aufbau der SPON Internetseite, die Wortwahl in der Bibel und die Farbe des Kölner Doms nicht nach Ihrem Geschmack geändert werden, nur weil Sie Ihnen nicht gefallen.
Der Begriff Schnappatmung wird beiläufig, in nicht medizinischem Sinne, als Synonym für Aufgeregtheit und Angst verwendet. Genau wie "Herz in die Hose rutschen", "Düse gehen" oder mit dem "Arsch auf Grundeis gehen". Es gibt Schlimmeres, als sich über so etwas Nebensächliches aufregen zu müssen. Aber egal, sind ja Ihre Nerven! *lach*
Es liegt übrigens immer im Blickwinkel des Betrachters, ob etwas übertrieben oder reißerisch ist oder nicht. Der eine kennt keine Prüfungsangst, der andere fängt schon beim Gedanken daran an, sich reißerische Worte zu überlegen, um die eigenen Emotionen dabei deutlich machen zu können. Ganz normal. - #13 14.01.2011 15:05 von
- #14 14.01.2011 17:31 von
Kein Titel
Die Definition für "Schnappatmung" des Foristen Fackus war völlig korrekt. Das hat nun wirklich nichts mit individuellen Ansprüchen zu tun.
Die wirren Aggressionen Ihres ersten Abschnittes lassen allerdings wirklich an Schnappatmung, Schlaganfall, Hirn- und Herztod denken.
Mir ist Schanppatmung zwar ein Begriff, aber nicht beiläufig in einem nicht medizinischen Sinne. Bitte nicht verwechseln mit der Redewendung "nach Lufz schnappen"!
MfG
MfG - #15 14.01.2011 20:25 von
Studie prüfen nicht möglich
Wieso.. wieso... wieso kann ein Artikel auf einer Internetseite nicht die Originalstudie verlinken? Oder zumindest deren genauen Titel nennen?
Ich studiere Psychologie im Nebenfach und würde mir gerne mal das Original durchlesen um mir meine eigene Meinung zu deren Validität zu bilden, muss jetzt aber mich durchs internet suchen um es zu finden.
Und selbst wenn es noch keine Online-Version gibt aufgrund einer exklusiven Veröffentlichung in Science oder warum auch immer, könnte man doch wenigstens den vollen Titel im Artikel erwähnen. Darüber würden sich auch die Autoren sicher freuen...
Vielleicht ist aber auch Absicht, denn so kann man nur schwer nachprüfen ob der Unispiegel Autor die Studie nicht vielleicht falsch/fehlinterpretiert zusammengefasst hat... - #16 15.01.2011 00:35 von
Na, da kann ich helfen...
Writing About Testing Worries Boosts Exam Performance in the Classroom
http://www.sciencemag.org/content/331/6014/211.short - #17 15.01.2011 00:52 von
Link
http://www.sciencemag.org/content/331/6014/211.short
Google hilft :) - #18 15.01.2011 09:28 von Silberstern
Aussagekraft...
20 Probanden und 5% Differenz der Ergebnisse... mehr muss man glaube ich nicht schreiben.
- #19 15.01.2011 11:41 von
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

