Forum


 

Revolutionäres Arbeitsmodell: IBM schafft den Miet-Jobber

Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...813388,00.html
  1. #80

    Ich bin ein russischer Informatiker und ich finden es anders als die meisten Forumteilnehmer eine sehr gute Entscheidung von IBM!

    Endlich Mal werden wir anhand von unseren Fähigkeiten bezahlt!

    1. IT Branche ändert sich extrem schnell, man muss immer dazulernen, es ist einfach kein "Job für immer" wie die Dutschen davon träumen

    2. Der Unterschied zw. einem guten und mittelmässigen Programmierer ist enorm, zw. 10-fach und unendlich - es gibt sogar Begriff von "negative net producing programmer".

    3. Ich zähle mich zu den besten und frage mich wieso die "faule Säcke" die nur da sitzen und im Internet surfen genauso viel verdienen wie ich.
  2. #81

    Schöne, neue Welt

    Zitat von Phoenix2006 Beitrag anzeigen
    Wenn dieses Arbeitsmodell Realität wird, werden Sie solche großen sozialen Spannungen in der Gesellschaft erzeugen die zu enormen sozialen Sprengstoff (Zukunftshypothese) werden könnten!!!
    Der Mensch wird entpersönlicht, wird zur Menschen"masse", zum Material, das frei disponierbar ist.

    Menschliche Bedürfnisse spielen in einigen ( oft amerikanisch geprägten) Firmen schon heute kaum eine Rolle, dann gar keine mehr.

    Ich hoffe, das trägt den Amerikanern dann eine solide kommunistische Bewegung ein (ich bin ein absoluter Gegner des Kommunismus). Das haben sie dann nicht besser verdient.

    Zumindest sollte man IBM dann boykottieren, was ich schon immer konsequent gemacht habe.

    Wenn die Firmen schon nicht mehr willens sind, ihren Leistungserbringern ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, sollten sie besser von der Bildfläche verschwinden.
  3. #82

    Wer hatt Zugriff?

    Die Frage ist doch, wer hat Zugriff auf diese Plattform bzw. den Pool von Freelancern? Wenn der Pool offen ist und auch andere Firmen dort nach Mitarbeitern suchen können, wäre es doch eine Überlegung wert, weil dann nicht nur die Arbeitnehmer um die Ressource Job feilschen, sondern halt auch der Arbeitgeber bzw. IBM um die Ressource der qualifizierten Arbeitkraft feilschen muss. Für Deutschland wäre die exklusive Nutzung der Plattform durch IBM ansonsten (aufgrund der Marktmacht von IBM) nichts weiter als eine moderne Form der Scheinselbstständigkeit …
  4. #83

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein solches System, in dem weltweit Arbeitskräfte um befristete Jobs auf Internetplattformen konkurrieren, würde Konzernen wie IBM gewaltige Einsparungen bringen und die Effizienz erheblich steigern.
    Nach fünf Jahren Offshoring und Procurement bin ich mir immer noch nicht ganz schlüssig, ob das so der richtige Weg ist, denn: Kostenersparnis ja, Effizienzsteigerung NEIN!
  5. #84

    ja und??

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

    Revolutionäres Arbeitsmodell: IBM schafft den Miet-Jobber - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Zitat: die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.

    Das ist bei mir schon 10 Jahre normal, und das mitten in Deutschland. Ich werde auch nur eingekauft, wenn Unternehmen mich brauchen, ich lebe ganz gut damit :-D
  6. #85

    Logischerweise werden die Jobs dann international ausgeschrieben, mit der Konsequenz, dass ein Entwickler in USA / Europa mit dem Preisniveau eines Inders niemals wird mithalten können. Auch habe ich in einem Artikel der Stuttgarter-Zeitung gelesen, dass die Entwickler dann ihre Lösungen der IBM präsentieren dürfen und die IBM dann für sich die beste Lösung aussucht und auch nur diese bezahlt (bestenfalls bekommt die 2. beste Lösung ja auch noch was).

    Sollte dieses Konzept funktionieren (was ich ehrlicherweise nicht hoffe)werden andere Firmen nachziehen, mit der Konsequenz, dass in Europa / USA mal wieder viele Mittelstandsjobs vernichten werden. Somit geht natürlich auch viel inländische Zahlkraft verloren und die bis vor wenigen Jahren in Deutschland vorhandene Mittelstandsgesellschaft wird weiter ausgedünnt. Zudem verlieren wir weiter technologischen Know-how, das nicht einfach so zurückkommt.

    Es drängt sich doch langsam der Eindruck auf, dass die Globalisierung den Firmen tolle Vorteile bringen, dass aber die Bürger der bisherigen Industriestaaten die Zeche dafür zu bezahlen haben.

    Eigentlich sollte Politiker das Wohl ihrer Bürger im Auge haben und danach handeln. Eigentlich sollten auch Unternehmer - neben dem Profitstreben - auch eine gesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen. Sowohl die eine als auch die andere Spezies scheint akut vom Aussterben bedoht zu sein.
  7. #86

    Geht auch ohne Sicherheit

    In vielen Ländern dieser Welt gibt es sehr kurze Kündigungsfristen - auch da hat ein Grossteil der Beschäftigten keine "Sicherheit" ob man in ein paar Wochen noch beschäftigt ist - und oft auch kein ausgeprägtes Sozialsystem

    Und trotzdem werden Familien gegründet, Häuser gekauft und konsumiert.

    Die Welt zeigt es geht auch ohne absolute Sicherheit prima - man muss eben etwas mehr leisten wenn die Arbeitnehmer sich aus einer zentralen Stelle über die Fähigkeiten des Freelancers XY vorab informieren können und sehen können, wie er bei den letzten Projekten beurteilt wurde.
  8. #87

    Zitat von orbb Beitrag anzeigen
    Zumal Stundensätze gern an die gerade so rentable Grenze gedrückt werden, so dass häufig kein Geld für Fortbildungen übrig bleibt. Ob das langfristig wirklich im Sinne des Auftraggebers ist?
    Die Verantwortlichen sind finanziell nach ein, zwei Jahren Tätigkeit soweit abgesichert, dass sie niemals mehr in eine solch prekäre Situation fallen können. Arbeiten zum Überleben.
  9. #88

    Zitat von razum@gmx.com Beitrag anzeigen
    Ich bin ein russischer Informatiker und ich finden es anders als die meisten Forumteilnehmer eine sehr gute Entscheidung von IBM!

    Endlich Mal werden wir anhand von unseren Fähigkeiten bezahlt!

    1. IT Branche ändert sich extrem schnell, man muss immer dazulernen, es ist einfach kein "Job für immer" wie die Dutschen davon träumen

    2. Der Unterschied zw. einem guten und mittelmässigen Programmierer ist enorm, zw. 10-fach und unendlich - es gibt sogar Begriff von "negative net producing programmer".

    3. Ich zähle mich zu den besten und frage mich wieso die "faule Säcke" die nur da sitzen und im Internet surfen genauso viel verdienen wie ich.
    Glauben Sie, das Sie diese Aussage noch mit 60 oder 65 Jahren machen werden. Meinen Sie, das Sie in diesem hohen alter noch so leistungsfähig sind.
  10. #89

    Kindersegen

    Zitat von fgordon Beitrag anzeigen
    Und trotzdem werden Familien gegründet, Häuser gekauft und konsumiert.

    Die Welt zeigt es geht auch ohne absolute Sicherheit prima - man muss eben etwas mehr leisten wenn die Arbeitnehmer sich aus einer zentralen Stelle über die Fähigkeiten des Freelancers XY vorab informieren können und sehen können, wie er bei den letzten Projekten beurteilt wurde.
    Klar, ich würde sogar noch weitergehen, denn die Statistiken beweisen eindeutig: Je größer die Armut in einem Land, desto höher dort der Kindersegen.


TOP



TOP