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Revolutionäres Arbeitsmodell: IBM schafft den Miet-Jobber
Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...813388,00.html
- #60 05.02.2012 09:17 von
Staatliche Aufgaben
[QUOTE=malanda;9572239 ... Der Staat könnte sich durchaus einfallen lassen, dass für Mietarbeiter von den beauftragenden Unternehmen eine Sonderabgabe (nach Tagen berechnet) zu erheben ist. Der Staat braucht ja Geld, um die Mietarbeiter in den Zeiten zu finanzieren, in denen sie keine Arbeit haben.[/QUOTE]
Da liegen Sie nicht ganz richtig: z.Zt. benötigt der Staat Geld, um den EURO zu retten. Da bleibt für Sozialversicherung m.E. nichts mehr übrig. - #61 05.02.2012 09:19 von
"Revolution"? - Von wegen
Das ist das gute alte Tagelöhner-Modell.
Mit Arbeitnehmern kann man in Deutschland mittlerweile ungestraft alles machen. Schönen Dank, Herr Schröder, für die tollen Arbeitsmarktreformen!
Erst Niedrigstlöhne, jetzt die Abschaffung fester Arbeitsverhältnisse insgesamt. Als nächstes wird die Leibeigenschaft wieder eingeführt, zusammen mit der Prügelstrafe für schlechte Arbeitsleistungen.
Und Armenhäuser wird es auch wieder geben; spätestens wenn die ganzen Gelegenheitsarbeiter später mal keine Rente bekommen.
Richtig gute Arbeitsleistung bringt man doch sowieso nur, wenn man echten Hunger hat, oder? - #62 05.02.2012 09:20 von
endlich wir mal veröffentlicht ....
was intern schon lange gemunkelt wird. Bin gespannt, ob IBM dies in der Öffentlichkeit ähnlich geistreich kommentiert wie intern ("das sind doch nur Visionen der Geschäftsleitung").
- #63 05.02.2012 09:21 von
konsequenter Nachzügler
Kann man Vorreiter einer sich seit langem abzeichnenden Entwicklung sein. Ich glaub nicht
Darüber hinaus ist es sachlich falsch. 'Hire by project' ist der Standardfall seit über 15 Jahren, das ist jedenfalls meine Erfahrung.
IBM wird die gleichen Erfahrungen machen, die auch die anderen Vorreiter gemacht haben und noch machen. Das revolutionäre Modell hat seinen Preis.
- inkonsistente Software, sowohl im Design als auch in der Implementierung
- divergierende Qualitätsvorstellungen
- professionelle Verantwortungslosigkeit
- noch schlechtere Dokumentation
um nur einige Kostenfaktoren zu nennen. Dem allen kann man entgegenwirken, durch Standards, Qualitätskontrolle, gute Modularisierung usw. aber das kostet auch.
Ich glaube der Tanker IBM vollzieht nur eine Entwicklung nach, die andere schon hinter sich haben. - #64 05.02.2012 09:21 von
Die schöne neue eine Welt wollte man doch so. Da, wo einheimische Arbeitskräfte mit Indern und Chinesen konkurrieren. Da, wo Nationalstaaten, die hier noch eine gewissen Schutz böten, ganz dolle böse, und so was von 19. Jahrhundert sind. Aber selbstverständlich waren diese Härten nur für die einfachen Beschäftigten vorgesehen. Diesen Rednecks und Stammtischlern geschieht es ja recht.
Jetzt, wo sich diese Entwicklung auch zu höheren Tätigkeiten durchfrisst, ist dann das Geschrei auf einmal gross. Man sollte halt vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht. Es könnte wahr werden. - #65 05.02.2012 09:21 von
- #66 05.02.2012 09:24 von
- #67 05.02.2012 09:24 von
- #68 05.02.2012 09:24 von
IBM wird zu einer Arbeitsagentur für IT-Spezialisten.
Ich bin mal gespannt, wann andere Konzerne in der IT-Branche und auch Außerhalb dieses Konzept nachmachen. Und wann das Konzept bis zur kleinsten Familienklitsche runtergebrochen ist.
Toll, von der Bäckereiverkäuferin bis zum Universitätsprofessor, alles nur noch projektbezogene Leiharbeiter. - #69 05.02.2012 09:26 von
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