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Revolution in Ägypten: Wer Arabiens Demokraten wachrütteln kann

Die arabische Welt steht vor gewaltigen Umwälzungen - und sie braucht dringend die Hilfe des Westens: Wenn Demokratie in der Region nicht nur ein Zwischenspiel auf dem Weg zum*Islamismus bleiben soll, müssen wir*in einem Umfang helfen, der alles Dagewesene in Schatten stellt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...743812,00.html
  1. #80

    Arroganter, zynischer Artikel mit schlecht verschleierter Agenda

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die arabische Welt steht vor gewaltigen Umwälzungen - und sie braucht dringend die Hilfe des Westens: Wenn Demokratie in der Region nicht nur ein Zwischenspiel auf dem Weg zum*Islamismus bleiben soll, müssen wir*in einem Umfang helfen, der alles Dagewesene in Schatten stellt.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...743812,00.html
    Was fuer ein arrogant-zynisches Geschwurbel - mit einem Mass an Scheinheiligkeit, dass fast schon auf dem gleichen Niveua liegt, wie Dubya's Mission, den mittleren Osten zu "befreien".

    Schoen, dass Cem beschlossen hat, dass der Weg der Westlichen Demokratien der einzig richtige ist fuer die Menschen in Tunesiesn, Aegypten, Iran, und so weiter. Aber waere es nicht eher angebracht, die Menschen in den entsprechenden Laendern das selbst entscheiden und verantworten zu lassen? Wer sagt denn, dass die eine Staatsform nach westlichem Vorbild haben wollen?

    Der Westen hat in der Region durch seine "Hilfe" genug Schaden angerichtet, zum Teil richtet sich der Zorn des Volkes ja eben gegen durch vom Westen unterstuetzte Despoten. Und damit auch gegen den Westen. Schoen, Jahrzehntelang Saddam zu unterstuetzen in seinen widerlichen Kriegen, und dann den Irak von dem "Monster" zu befreien. Damit gewinnt man vielleicht militaerischen Einfluss in der Region, aber man verliert auch jegliche Glaubwuerdigkeit. Sehr zur Ueberraschung westlicher Politiker sind die Menschen im Irak, in Afghanistan, in Aegypten und Tunesien, eben keine Idioten. Die wissen, was sie wollen und werden es bekommen. "Hilfe" des Westens steht bei den meisten wohl schon seit langem nicht mehr auf der Liste.

    Erinnern wir uns doch mal an die "Hilfe" des Westens: Als die Tuerken die Kurden ermordet oder in den Irak vertrieben haben, wo sie zwischen den Iraksichen und den Tuerkischen Truppen zermalmt wurden, als die Aramaeer an der Reihe waren, als Saddam die Schiiten unterjocht und zu tausenden ermordet hat, als Mubarak die Herrschaft an sich riss, da hat der Westen schliesslich entschlossen gehandelt, und die Menschenrechte durchgesetzt, nicht wahr? Oder halt, wie war das damals noch mal???Ach ja, stimmt, der Westen hat einfach weggesehen, oder noch ein paar Panzer und Granaten an die Moerder geliefert... Wie schnell man doch vergisst... Diese Arten ethnischer Saeuberung in der Sprache des US-Militaers heute als "Kollateralschaden" zu bezeichnen, ist an Hohn und Zynismus wohl kaum mehr zu ueberebieten. Muessen halt ein paar Idioten sterben - Hauptsache der Westen hat einen Fuss in der Tuer zur "arabischen" Welt.

    Auch schoen, dass Cem festgetstellt hat "dass die noch anwesenden Christen in der heutigen scheinbar konservativeren Türkei ihre freieste Zeit seit Gründung der Republik erleben." Demnach war dann wohl das Nazi-Regime auch nur halb so schlimm, denn den Ueberlebenden... ach lassen wir das...

    Und all diese Verrenkungen, Euphemismen, Entschuldigungen von Voelermord und Verletzung der Menschenrechte nur, um dann im letzten Paragraphen endlich zu sagen, woher der Wind weht: EU-Beitritt der Tuerkei! Also geht es Cem wohl doch nicht um Menschenrechte, auch nicht um den Willen der Bevoelkerung in Aegypten oder Tunesien, oder sonstwo, sondern nur um eine Beguenstigung seiner angestammten Heimat.

    Dieser Artikel ist ein tolles Beispiel dafuer, wie schnell Patriotismus Menschen verbloeden laesst.
  2. #81

    erstmal Europa

    der Özdemir kommt mir jetzt mit ''unvorstellbarer Hilfe'' die nötig ist um dem Nahen Osten Wohlstand zu bringen.

    war Özdemir schon mal in Ostpolen,Ukraine,Weissrussland,Rumänien,Bulgarien, ländlichen Russland.......?
    So wie China ,das sich noch Entwicklungsland nennt,so ist Europa erst Recht Entwicklungsland.

    Grüne haben ein ziemlich komisches und verzerrtes Bild von Europa(Europa=Westeuropa) und beim Geld rauswerfen sind Sie sowieso ziemlich schnell.
  3. #82

    Ich sehe nichts, was Cem Özdemir dazu prädestinieren würde,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die arabische Welt steht vor gewaltigen Umwälzungen - und sie braucht dringend die Hilfe des Westens: Wenn Demokratie in der Region nicht nur ein Zwischenspiel auf dem Weg zum*Islamismus bleiben soll, müssen wir*in einem Umfang helfen, der alles Dagewesene in Schatten stellt.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...743812,00.html
    die Zustände, Bedürfnisse und Notwendigkeiten der arabischen Welt zu analysieren? Kann mir jemand die entsprechenden Kompetenz des grünen Schwaben erläutern?
  4. #83

    meint er finanzielle Hilfe??

    für muslimische Länder? Ja, geht's denn noch? Islam und Demokratie schliessen einander aus, keinen Pfennig gibt's! Davon abgesehen, hat Europa genug eigene Probleme!
    Und was bedeutet "Exodus der Urchristen"?? Die Abschlachtung der Armenier?
  5. #84

    -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die arabische Welt steht vor gewaltigen Umwälzungen - und sie braucht dringend die Hilfe des Westens: Wenn Demokratie in der Region nicht nur ein Zwischenspiel auf dem Weg zum*Islamismus bleiben soll, müssen wir*in einem Umfang helfen, der alles Dagewesene in Schatten stellt.
    Der Artikel ist sehr typisch für die verharmlosende Darstellung aus der grün-linken Ecke. So nach dem Motto: Die Islamisten wollen nicht's Böses, die wollen nur spielen ...
  6. #85

    Hilfen

    Ich glaube Herr Özdemir hat definitiv nicht recht. Das Hauptproblem ist doch erst einmal die Lösung der dringendsten sozialen Probleme in diesen Ländern. Das bedeutet, die Länder müssen sich irgendwie in die internationale Arbeitsteilung einbringen. Das ist aber für arabische Länder ohne Kohlenwasserstoff-Ressourcen sehr schwer. Man kann ihnen dabei nur institutionell helfen. Alles andere (z.B. finanzielle Hilfen) ist angesichts der Bevölkerung von 83 Mio einfach unrealistisch. Das sind die üblichen falschen Versprechungen. Sehen wir uns doch z.B. Spanien an. Seit der Mitgliedschaft in der EU haben die Spanier hunderte von Milliarden Euro Strukturhilfen erhalten. Trotzdem sind sie heute bei einer Jugendarbeitslösigkeit von über 40 % und einer Gesamtarbeitslösigkeit über 20 % noch meilenweit von der Lösung ihrer elementaren Probleme entfernt.

    Wie soll das also in Ägypten funktionieren? Man könnte ihne z.B. helfen, in dem man ihnen keine weiteren Probleme bereitet, z.B. durch Abschaffung der hochsubventionierten Landwirtschafts-Exporte in diesem Raum, die die lokale Landwirtschaft zu Grunde richten. Aber das ist wohl nicht das, was solche Leute wie Özdemir meinen, wenn sie von Hilfe reden.

    Und im letzten Absatz kommt dann der Pferdefuss: Die Türkei in die EU. Transferunion + Türkeit ist dann wohl ein sicheres Rezept, die EU kaputtzumachen.
  7. #86

    Mittelalterliche Zwänge

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die arabische Welt steht vor gewaltigen Umwälzungen - und sie braucht dringend die Hilfe des Westens: Wenn Demokratie in der Region nicht nur ein Zwischenspiel auf dem Weg zum*Islamismus bleiben soll, müssen wir*in einem Umfang helfen, der alles Dagewesene in Schatten stellt.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...743812,00.html
    die die arabischen Herrscher ausüben, können von unserer "Weicheidemokratie" nicht ausgehebelt werden. Die Soldaten in Afghanistan und Irak schaffen es auch nicht. Die Türkei als Vorbild scheint mir sehr zweifelhaft!
  8. #87

    Ich wage es einmal und entferne mich von den dogmatischen Grundsätzen und Werten des Westens. Die Linken werden es mir verzeiehen. So zum Beispiel von den Menschenrechten und unseren Grundrechten. Warum? Nun, ich halte sie für sinnvoll und richtig, glaube aber nicht an ihre Universalität. Also:
    "Der einzige Weg, der aus der religiösen Lethargie der moslemischen Bevölkerung herausführt" Warum sollte man eine mehrheitlich religiöse Gesellschaft dort herausführen? Warum sollten sie es wollen? Warum bewerten wir ihr regigiöses, bildungsfernes Dasein als lethargisch und negativ?

    Wenn es ein demokratisches System gäbe, würde der Islamismus an die Macht gewählt. Na und? Wenn das des Volkes Wille ist, dann soll er geschehen. Wenn sich das Volk dort zuvor noch eine Verfassung gibt, die - entgegen unserem Grundgesetz - bspw. eine Einschränkung der Grundrechte zu Gunsten der Religion zulässt... wo ist das Problem? Das Problem ist: Es ist ein unseres. Wir müssen uns mit noch mehr unbequemen Extremisten herumschlagen auf deren Intoleranz unser Wertekanon keine Antwort kennt.
    Aber: Ist eine Deomkratie nur dann eine Demokratie, wenn ihr Ergebnis westliche Werte produziert und vertritt? Nach unseren Spielregeln spielt?
    Feine Sache das...ihr dürft wählen, aber wenn das Ergebnis (Intoleranz, Geschlechtertrennung, Abwertung des Individuums, Aggressivität ggü Andersdenkenden(gläubigen) und Krieg) nicht in unserem Sinne ist, dann ist die Wahl ungültig. Ätsch.

    Aber dafür gibts ja die Kuschel-Demokraten in Europa. Demokratie - konsequent zu Ende gedacht - ist ein scharfes Messer. Und der Westen ist ganz heiß darauf es allen demokratisch unerfahrenen Kindern möglichst schnell in die Hand zu drücken. Bravo!
  9. #88

    Zitat:

    >>...sie braucht dringend die Hilfe des Westens.....müssen wir in einem Umfang helfen, der alles Dagewesene in den Schatten stellt....<<<

    Wir - wer ist wir ?
    Wer ist "der Westen" ?
    Der Westen ist pleite.
    Mehr als gute Wünsche und ein paar freundliche Worte wird es nicht geben.
    Sonst sind "wir" nämlich wieder an allem Schuld !
  10. #89

    Wecker staat Rütteln

    Zitat von the.memory.hole.1984 Beitrag anzeigen
    ... Also geht es Cem wohl doch nicht um Menschenrechte, auch nicht um den Willen der Bevoelkerung in Aegypten oder Tunesien, oder sonstwo, sondern nur um eine Beguenstigung seiner angestammten Heimat...
    Es liest sich so. Konsequent zu Ende gedacht, müsste er nicht den EU Beitritt der Türkei fordern (gut, vielleicht als Brücke), sondern des EU-Beitritt auch der arabischen Staaren, sofern sich diese wie die Türkei organisieren. Dann wäre es halbwegs logisch und es wäre dichter dran an Sarkozy.

    Ist das vermittelbar? Die Vorstellung einer Brückenfunktion der Türkei und damit einher gedacht eine Wiederauferstehung eines neuen "Osmanischen Reichs" sind brandgefährlich. Atatürk wollte das nicht und er hatte Recht- Diese multinationalen Gebilde tendieren zur Instabilität und fliegen irgendwann mit einem Krach auseinander wie Österreich-Ungarn oder wie die Sowjetunion. Die EU ist auch gut beraten, einen gewissen Punkt der Integration nicht zu überschreiten.


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