REUTERSJederzeit kann der Hilferuf aus Madrid kommen: Es scheint nur noch eine Frage von Stunden, bis die spanische Regierung die EU um Geld für die angeschlagenen Banken im Land bittet. Die Vorbereitungen laufen, am Nachmittag könnte die Entscheidung fallen - in einer Telefonkonferenz
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837892,00.html
Es soll so eine Art Krankheit geben, die nennt sich Helfersyndrom.
Der Helfer hilt anderen, um eigentlich einen Zwang bei sich selbst zu befriedigen, es geht also gar nicht um die Hilfe, um die verbesserung der Lage des anderen. Scheint hier auch so zu sein, wenn es vor allem die Anleger der liquiden Länder und Finanzmärkte sind, die ihren Profitdruck mit den "Schirmen" befriedigen. So möchte man den Spaniern zurufen: "Tut es nicht!", lieber pleitegehen als Souveränität verlieren und in eibne Kapitalunion hinein auflösen.
Liebe europäische Finanzminister,
Sie kennen uns ja schon, wir heißen Markt, F. I. N. A. N. Z. Markt, und sind momentan etwas beunruhigt. Es wäre nett, wenn Sie uns in Ihrer Telefonkonferenz bis zu unserer nächsten Beunruhigungsausscheidung mit dem einen oder anderen Billiönchen berücksichtigen könnten.
Vielen Dank
Ihre Panzerknacker AG 2.0
PS: Übrigens finden wir es sehr nett von Ihnen, daß uns demnächst das benötigte Geld binnen Stunden und ohne große Konferenzen auf Zuruf bereitgestellt wird. Immer beunruhigt zu sein, fällt ja schließlich irgendwann dem dümmsten Geldspeicherbesitzer auf. Ihr Anteil wird selbstverständlich auch danach noch in das von Ihnen gewünschte Steuerparadies überwiesen.
Wer hat den Hilferuf nötiger: Europa (d.h. deutsche Anleger, Finanzmärkte, Wall Street, ...) oder Spanien (das spanische Volk)?
:-)
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Wenn eh 25% der Spanier keinen Job haben, wozu noch einen zahlungsfähigen Staat haben, unter der Bedingungen noch heftigerer Einsparungen á la Agenda 2010 mit der Hilfe kriminalisierter Unterschichten?
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Man fühlt förmlich, wie Europa nach dem "Hilferuf" lechzt wie ein Junkie nach der Spritze...:)
ist nun Spanien an der Reihe.Die Italiener und Portugiesen haben sich schon in der Warteschlange eingereiht.
Würde ich jetzt als Laie einmal nachfragen,welche Wertschöpfung den Hunderten von Milliarden oder gar Billionen entgegensteht,welche Antwort bekäme ich von den "Experten"?
Ich halte die Verantwortlichen eigentlich nicht für so dumm,nicht zu wissen wieviele Nullen eine Milliarde hat und wie mühselig sie in echt erarbeitet werden muß.Also bleibt mir nur die Vermutung,sie halten verzweifelt an ihrer Entscheidung zum Euro fest und fahren Europa mit geschlossenen Augen in den Abgrund.
Welche Politiker geben schon freiwillig Fehler zu?
Der ESFS, bald schon ESM ist heute sehr viel robuster ausgestattet als noch vor wenigen Wochen. Dahergilt die Aussage, "Spanien ist nicht stemmbar", heute nicht mehr. Spanien ist stemmbar.
Erst wenn auch noch Italien einen Antrag stellen müßte, wäre aus heutiger Sicht ein Punkt erreicht, wo die EU an Grenzen stößt. Das ist aber nur eine hypothetische Überlegung, da zurzeit alle Zeichen darauf hindeuten, daß Italien seine Hausaufgaben macht.
Nach meiner Einschätzung ist der Club 17 (EU-Mitglieder, die den Euro haben) auf einem guten Weg.
Wenn es um Länder gehen würde wäre die Farce kleiner.
In Griechenland gingen ja tatsächlich noch Rettungsgelder an das abstrakte Staatsgebilde auch wenn der Bürger davon nie was merken wird.
Jetzt ist es schon so weit das die Staaten sich direkt für die Banken ins Zeug legen. Der spanische Staat hat da nichts von, er reicht das erbettelte Geld sofort an die privaten Banken durch und kassiert selbst noch Auflagen dafür.
Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte-immer wiederholen.
Die werden weitermachen bis alles verfrühstückt ist, dann gibt es für Normalmenschen keine Rente keine Sozialhilfe nichts mehr.