Rettungsschirm für Spanien: EU-Plan für eine echte Fiskalunion

Die Chefs der europäischen Institutionen wollen nach SPIEGEL-Informationen mit einem umfassenden Reformplan den Euro retten. Die Mitgliedsländer sollen Budget-Kompetenzen an Brüssel übertragen und Schulden vergemeinschaften.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837949,00.html
  1. #1

    Kaum hat die EM begonnen..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Chefs der europäischen Institutionen wollen nach SPIEGEL-Informationen mit einem umfassenden Reformplan den Euro retten. Die Mitgliedsländer sollen Budget-Kompetenzen an Brüssel übertragen und Schulden vergemeinschaften.

    SPIEGEL: EU-Plan für eine echte Fiskalunion - SPIEGEL ONLINE
    .. wird der Staatsstreich von oben verordnet. Aber. wieso ist der Schreihals Schulz nicht dabei? Zu unwichtig oder auf'm Platz?
  2. #2

    Und?

    Wird da wieder so ein Ausplünderungskomplott wie bei der EZB ausgeheckt, wo alle eine Stimme haben und die Pleiteländer mit ihrer Mehrheit damit fröhlich weiter ihre Schulden in neue, ungeahnte Höhen treiben dürfen und der deutsche Vertreter mit in der Tasche geballter Faust zusehen darf??
    Was wenn sich die Eurokrise weiter verselbständigt?
    Die Zusagen, die die Pleitestaaten hinsichtlich der Entwicklung ihrer Haushaltsdefizite gemacht haben, konnten doch bisher, trotz aller Zahlungen, nicht eingehalten werden.
    Sie sind gestiegen!
    Spanien hatte um die 5 % zugesagt, inzwischen rechnet der spanische Finanzminister mit mehr als 8 %. Und wer der mit 8 rechnet, gehe ich von 12 % aus, das passt zu den bisherigen Entwicklungen, sozusagen empirisch.

    Man man, ick wees nich, wat soll det bloß werden!?
  3. #3

    Finanzwünsche

    Natürlich haben ALLE EU-Länder Finanzwünsche. Nur hat
    kein EU-Land Geld, in der EUR-Zone schon gar nicht.

    War es das, was unsere Bundeskanzlerin meinte, als
    sie mehr "Kompetenzen" an die EU abgeben wollte?

    So macht ihre Aussage jedenfalls Sinn.

    Deutschland zahlt, die EU entscheidet, wer wieviel Geld
    bekommt und zwar ohne deutsche Stimme.

    LUNY
  4. #4

    Es wird natürlich schnell und undemokratisch vonstatten gehen. Ein Referendum wird es nirgends geben. Die Demokratie und die Souveränität wird weiter augehebelt. Es werden Dinge vereinbart die nicht mehr einfach rückgangig zu machen sind. Es werden Dinge im Affekt durchgeboxt.

    Ich bin nicht dafür.
    Ich bin dagegen.
    Ich will dass abgestimmt wird.
    Ich will nicht dass eine Bande von Leuten die eine Telefonkonferenz gehabt hat die Souveränität meines Landes untergräbt.

    Wie kann man sich organisieren?
    Welche Möglichkeiten gibt es?
  5. #5

    Gewollte Fehlkostruktion

    Es ist faszinierend wie zwanghaft an einer Fehlkonstruktion festgehalten wird. Bei genauerer Betrachtung sieht man allerdings, dass die schwachen Währungen von entsprechend schwachen Ländern ihrem eigenen Interesse und Schutz dienen. Ein schwache eigene Währung sorgt dafür, dass die Menschen mit ihrem Geld nur im eigenen Land kaufen können. Sie haben die Kontrolle über die Geldmenge und könne bei Bedarf Schulden weginflationieren. Touristen kommen gerne weil sie mit Ihrer starken Währung viel für ihr Geld bekommen. Schulden machen ist nicht so einfach, weil Geldgeber dem schwachen Staat nur zu horrenden Zinsen Geld leihen.
    Blöd ist die Konstruktion nur für die reichen Länder, weil die die Armen können mit ihrer Billigwährung ja gar nicht unserere tollen Produkte kaufen. Tja, da kriegen sie unsere Gemeinschaftswährung aufs Auge gedrückt und sie da, der Staat kann jetzt ganz toll Schulden machen zu annehmbaren Zinsen und jetzt kann der Staat hingehen und tolle Sachen wie neue Dienstwagenflotte, U-Bbotte und Fregatten bestellen und seinen Angestellten viel zu hohe Löhne zahlen und unrentable Staatsbetriebe subventionieren. Alles nichts weiter als ein riesiges Subventionsprogramm für die Konzerne der reichen Länder. Der Zusammenbruch ist allerdings vorprogrammiert, den trägt aber dann der Steuerzahler.
  6. #6

    Kompetenzen abgeben ?

    An wen denn? An die Laienspielgruppe um Herrn Barroso? An die Herren Hollande oder Cameron? Europa hat doch keine legitime Regierung, Entscheidungen werden von den Alphatieren in den einzelnen Ländern getroffen.

    Außerdem stellt sich doch die Frage, ob bei all diesen Rettungsversuchen die Zielvorgabe, nämlich "den Euro retten" stimmt. Wir müssen nicht den Euro, sondern die Staaten retten, und dazu benötigt es andere Maßnahmen. Die momentan eingeleiteten helfen wieder mal nur den Börsen und ihren Spielern und zwingen die maroden Staaten nicht, endlich harte Maßnahmen zu ergreifen.

    Wenn mal kein Geld mehr in Europa da ist, werden die Märkte das Problem relativ schnell lösen. Nur dann werden die Pleitiers gezwungen werden, endlich die richtige Lösung zu finden.
  7. #7

    Raus aus der Krise – rein in die Fiskalunion? ... *LOL*

    Die Fiskalunion zusammen mit der Schuldenbremse
    ist ungeeignet für das Management der gegenwärtigen Krise.
    Das ist nur ein alter Plan aus der neoliberalen Kiste
    zur Beseitigung der Sozialen Marktwirtschaft.
  8. #8

    wo bleibt das verfassunggericht ? das ist ja wirklich staatsstreich.
  9. #9

    das sind dann die €bonds

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Chefs der europäischen Institutionen wollen nach SPIEGEL-Informationen mit einem umfassenden Reformplan den Euro retten. Die Mitgliedsländer sollen Budget-Kompetenzen an Brüssel übertragen und Schulden vergemeinschaften.

    SPIEGEL: EU-Plan für eine echte Fiskalunion - SPIEGEL ONLINE
    das ist die Transferunion, das ist in keinem Vertrag den ich bislang kenne möglich. Das wäre ein neues €uropa das mit den Wahlterminen in der Legitimation nicht hinkommt. Es berührt in Deutschland z.B. zu stark das Grundgesetz. Wie ist das in den anderen €-Nationen?
    liebe spon/Spiegelredaktionen vielleicht bringen Sie mal ein Sonderheft/website raus: €uropa
    Unsere Gesellschaften werden gerade in Wochenfristen umgekrempelt und es besteht dringender Informationsbedarf aus Sicht der 4. Gewalt.