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Rettungspläne: Die letzten Auswege aus der Euro-Krise
Euro-Bonds, Elite-Bonds, massenhafte Anleihenkäufe durch die EZB - jeden Tag eine neue Idee zur Lösung der Schuldenkrise. Bislang blockt Angela Merkel jeden Vorschlag ab. Doch in Wahrheit könnte die Kanzlerin schon bald zu einem Notfallplan gezwungen sein. In Berlin kursieren mehrere Szenarien.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...800325,00.html
- #1 28.11.2011 16:38 von
Zum Glück
gibts noch Auswege zur Auswahl und nicht nur einen einzigen Ausweg aus der Krise. Wäre ja sonst alternativlos! ;)
- #2 28.11.2011 16:39 von
- #3 28.11.2011 16:48 von
Der...
letzte Ausweg: Diese unselige, künstliche Konstrukt einzustampfen und das Scheitern einzugestehen.
- #4 28.11.2011 16:49 von
Plan B ist der richtige: "Triple A - Euro Core Bonds"
Warum ?
A. Die politischen Kosten sind verkraftbar: Die EURO-Zone würde faktisch in 2 Gruppen gespalten. Das ist aber bereits heute so und nicht wirklich eine fundamentale Änderung.
B. Die Zinsmehrkosten für Deutschland sind marginal. Im Gegenteil, die Zinsen von 2 .. 2,5% p.a. sind ausreichend attraktiv, damit der Markt wieder kräftig Anleihen kauft, was letzte Woche nicht mehr der Fall war bei deutlich niedrigeren Zinsen.
C. Der Schutzschirmeffekt ist vermutlich ausreichend hoch dadurch, daß das eingesammelte Geld auch an die notleidenden EURO-Länder unter strengen Auflagen) weitergegeben werden kann.
D. Der für mich wichtigste Punkt ist die weiterhin bestehende Möglichkeit, bei jeder Vergabe einer Tranche an notleidende EURO-Länder die Auflagen neu zu justieren und stringent zu überprüfen. Wir haben bei Griechenland jüngst gesehen, wie entscheidend notwendig so etwas nach wie vor ist, Stichwort: Unterschrift von Herrn Samaras. Genau das aber war der Konstruktionsfehler aller früheren Eurobonds-Vorschläge.
E. Ein weiterer positiver Effekt ist die Möglichkeit zur schnellen und vereinfachten Abstimmung und Koordination unter nur 6 EURO-Ländern, die heute schon sowieso intensiv miteinander reden.
F. Und nicht zuletzt: Es ist ein Neuanfang für den Euro unter verschäften Bedingungen ohne alles bisherige komplett in die Tonne zu drücken. Alle werden versuchen, in Genuss des Triple A oder besser in den Status "Euro Core Bond Member" zu gelangen, das nächste Mitglied hätte sogar die Nummer "007"... Also: eine über Zinsen gesteuerte haushalterisch stark diszlipinierende Wirkung: Elegant!
7. Einziges Manko: Über diese Core-Bonds sollten alle Menschen der beteiligten 6 Länder in einer Volksabstimmung Ja sagen. Dann wäre esdie perfekte Lösung, die wir jetzt brauchen.
Ich war bis zur Lektüre dieses Spiegel-Artikels Eurobonds-Skeptiker, da ich die Grundrechenarten beherrsche und Demokratien bisher in der Geschichte ohne massiven Druck niemals Haushaltsüberschüsse und Rücklagen hinbekommen haben und werden. Das hier aber hätte eine starke und implizit steuernde Wirkung und würde sofort RETTEN und UMSTEUERN!
Ich bin dafür! - #5 28.11.2011 16:50 von
Merkels Absurdistan
Die schnelle Änderung der EU-Verträge überhaupt anzudenken ist einfach an Absurdität nicht zu überbieten. Von sämtlichen Euro- oder EU-Staaten etwas zu fordern, was für Deutschland ohne die Grundgesetzänderung mit Volksabstimmung, nämlich die Abgabe des Haushaltsrechts an irgendwelche EU-Behörden, über das ausschließlich der Deutsche Bundestag zu entscheiden hat, wie selbst das Verfassungsgericht festgestellt hat, überhaupt nicht möglich ist, ist wohl kaum noch an Ignoranz zu überbieten.
Die Forderung nach den sog. Elitebond ist doch wohl allenfalls gleichbedeutend mit der Wiedereinführung der D-Mark unter anderem namen in den Vereinigten Staaten von Deutschland, zu dem sich ja weitere EU-Staaten gerne hinzugesellen können. Man darf gespannt sein, auf wieviel Gegenliebe das tatsächlich so stößt.
Merkel hat jedenfalls so oder so abgewirtschaftet! - #6 28.11.2011 16:50 von
Für alle die "Szenarien" gilt ein Wort: Gelddrucken!
Wenn man kein Geld mehr hat, druckt man welches und kauft damit wertlose Papiere, egal wie und egal wie man sie nennt .... die Leute werden schon kurzfristig darüber enteignet .... das merkt man doch jetzt schon, schon mal wieder beim Bäcker gewesen?
Also: abheben, abheben, ausgeben ..... noch ist etwas Zeit, sonst nimmst Euch die Merkel! - #7 28.11.2011 16:52 von
Wenn nichts mehr geht - das Ende mit Schrecken
Teil 4 : Dieser Plan hört sich für mich gut an.
Nicht lange schnacken - machen. - #8 28.11.2011 16:52 von
Austritt
Deutschland allein wird ganz bestimmt nicht die Euro-Zone verlassen. Die Niederlande, Österreich und Finnland bleiben doch dann nicht mit dem Rest freiwillig allein.
- #9 28.11.2011 16:54 von
Das Karussel dreht sich immer schneller ...
Viel zu sagen gibt es nicht mehr. Europa rauscht auf längst gelegten Schienen in den Abgrund. Da hilft auch kein noch so billiger Taschenspielertrick.
Was bleibt sind zwei Dinge. Das gute Gefühl das sich ein Bauchgefühl 2002 wieder einmal als richtig rausstellte, und die grenzenlose Wut gegen die Eurodurchdrücker, die uns das blauen vom Himmel runtergelogen haben um Ihren Renditetraum endlich wahr werden zu lassen.
Dem Normalbürger bleibt also nur noch sich Sturmfest zu machen.
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