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Rettungskandidat Zypern: Das Staatspleitchen

DPASteigende Zinsen, fallende Ratings und jetzt noch eine Warnung des Notenbankchefs mit Vornamen Panicos: Zypern ist der nächste Pleitekandidat der Euro-Zone. Die EU muss das vergleichsweise wenig sorgen. Doch der Fall Zypern zeigt, wie dringend Europa eine gemeinsame Fiskalpolitik braucht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836913,00.html
  1. #1

    optional

    Zitat:"Doch der Fall Zypern zeigt, wie dringend Europa eine gemeinsame Fiskalpolitik braucht." Zitat Ende.
    Der "Fall" Zypern zeigt eigentlich nur nochmals, dass jedes europäische Land wieder seine eigene Währung braucht.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Steigende Zinsen, fallende Ratings und jetzt noch eine Warnung des Notenbankchefs mit Vornamen Panicos: Zypern ist der nächste Pleitekandidat der Euro-Zone. Die EU muss das vergleichsweise wenig sorgen. Doch der Fall Zypern zeigt, wie dringend Europa eine gemeinsame Fiskalpolitik braucht.

    Zypern ist der nächste Pleitekandidat, doch das ist nicht so schlimm - SPIEGEL ONLINE
    der fall zyperns zeigt dass europa eine einheitliche arbeitsproduktivitaet, einheitliche gesetze, einheitliche arbeitsgesetze und einheitliche steuergesetze braucht um eine einheitliche waehrung erfolgreich zu haben... da das alles aber nicht machbar ist, funktioniert eine einheitliche waehrung eben nicht.

    stellen sie sich mal auf die USA uebertragen vor, dass in Florida leute mit 60 in rente gehen wuerden (auf kosten der social security gelder) und in Illinois und Wisconsin die leute bis 65 arbeiten muessen bevor sie in rente gehen. in californien gaebe es eine 35 stundenwoche waehrend im benachbarten oregon die leute 40 stunden pro woche arbeiten. und in Utah wuerden spitzenverdiener mit 65% besteuert waehrend in colorado selbige einkommensklassen lediglich 40% steuern zahlen wuerden.... usw....

    wenn das so waere, dann gaebe es den $ schon seit jahrzehnten nicht mehr......
  3. #3

    Noch ein Land mit Zahlungsbilanzkrise

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Doch der Fall Zypern zeigt, wie dringend Europa eine gemeinsame Fiskalpolitik braucht.
    Jetzt hat also auch Zypern ein Zahlungsbilanzdefizit (etwa 12% vom BIP), welches es in die Pleite treibt. Hilfszahlungen werden daran nichts ändern (eher im Gegenteil: sie zögern die nötigen Strukturveränderungen hinaus). Wie eine "gemeinsame Fiskalpolitik" daran etwas ändern kann, muss das Geheimnis des Autors bleiben.

    Eine eigene Währung würde Zypern natürlich helfen, aber das ist ja ein Tabu für die politische und die schreibende Klasse.
  4. #4

    Immobilienblase?

    wenn man mal sieht was in Zypern für Immobilien angeboten wird. Fragt man sich schon wo das ganze Geld her kommt.
  5. #5

    Einheitlich - begrenzt Einheitlich

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    der fall zyperns zeigt dass europa eine einheitliche arbeitsproduktivitaet, einheitliche gesetze, einheitliche arbeitsgesetze und einheitliche steuergesetze braucht um eine einheitliche waehrung erfolgreich zu haben... da das alles aber nicht machbar ist, funktioniert eine einheitliche waehrung eben nicht.

    stellen sie sich mal auf die USA uebertragen vor, dass in Florida leute mit 60 in rente gehen wuerden (auf kosten der social security gelder) und in Illinois und Wisconsin die leute bis 65 arbeiten muessen bevor sie in rente gehen. in californien gaebe es eine 35 stundenwoche waehrend im benachbarten oregon die leute 40 stunden pro woche arbeiten. und in Utah wuerden spitzenverdiener mit 65% besteuert waehrend in colorado selbige einkommensklassen lediglich 40% steuern zahlen wuerden.... usw....

    wenn das so waere, dann gaebe es den $ schon seit jahrzehnten nicht mehr......
    Sie koennen aus Zypern keinen Baden Wuerttembergischen Industriestandort machen, in tausend Jahren nicht.

    Zypern kann man jederzeit mit einem der US Counties vergleichen und wenn sie die Tabelle der Durchschnittseinkommen dieser Counties vergleichen dann steht das aermste in Neumexiko mit $5000 pro Einwohner pro Jahr in der Tabelle und das hoechste mit etwa $140000 pro Einwohner pro Jahr.

    Die USA sind wirtschaftlich sehr misverstanden und Armut und Reichtum der Einwohner gehen unbeklagt nebeneinander her. In den USA wuerde man den Zyprioten und den Griechen empfehlen nach Baden Wuerttemberg oder Bayern zu ziehen oder sich mit den Gegebenheiten im eignen County abzufinden.

    Was niemand den Staaten oder den Counties dort erlauben wuerde, soviele Dollars wie gewuenscht selbst zu drucken. Die Verantwortung fuer die Misere liegt bei den Euroerfindern in D und F.
  6. #6

    .

    Wir brauchen kein Fiskalpakt, sondern ein Komplettreset. Erst wenn überall vergleichbare Bedingungen (Sozial, Steuern, Wirtschaft) vorherrschen kann man über eine erneute gemeinsame Währung reden.

    Wenn am Ende diejenigen bezahlen sollen, die ihre Finanzen einigermaßen im Griff haben, dauert es nicht lange und alle sind auf gleichem, tiefem Level.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Steigende Zinsen, fallende Ratings und jetzt noch eine Warnung des Notenbankchefs mit Vornamen Panicos: Zypern ist der nächste Pleitekandidat der Euro-Zone. Die EU muss das vergleichsweise wenig sorgen. Doch der Fall Zypern zeigt, wie dringend Europa eine gemeinsame Fiskalpolitik braucht.

    Zypern ist der nächste Pleitekandidat, doch das ist nicht so schlimm - SPIEGEL ONLINE
    Die gemeinsame Fiskalpolitik löst die aktuelle Verschuldungsthematik nicht - schon gar nicht, wenn die Bevölkerung nahezu aller Euro-Staaten dies gar nicht möchte und somit die gemeinsame Politik nicht legitimiert ist.

    Die Überschuldungsthematik ist in nahezu allen Euro-Staaten durch verantwortungslose Haushaltspolitik (dies betrifft übrigens auch Deutschland) hervorgerufen worden. Durch Abgabe der Verantwortung an eine zentrale "Regierung" wäre man einer Problemlösung kein Stück näher.

    Der Verfasser ist Psychologe und sollte bei seinem Kernkompetenzen bleiben. Ich schreibe auch keinen "Fachartikel" über die Statik von Flugzeugtragflächen, da dies nicht mein Metier wäre. Das hätte dann die gleiche Qualität, wie der Artikel, über den wir hier diskutieren.
  8. #8

    Steuern in den USA

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    der fall zyperns zeigt dass europa eine einheitliche arbeitsproduktivitaet, einheitliche gesetze, einheitliche arbeitsgesetze und einheitliche steuergesetze braucht um eine einheitliche waehrung erfolgreich zu haben... da das alles aber nicht machbar ist, funktioniert eine einheitliche waehrung eben nicht.

    stellen sie sich mal auf die USA uebertragen vor, dass in Florida leute mit 60 in rente gehen wuerden (auf kosten der social security gelder) und in Illinois und Wisconsin die leute bis 65 arbeiten muessen bevor sie in rente gehen. in californien gaebe es eine 35 stundenwoche waehrend im benachbarten oregon die leute 40 stunden pro woche arbeiten. und in Utah wuerden spitzenverdiener mit 65% besteuert waehrend in colorado selbige einkommensklassen lediglich 40% steuern zahlen wuerden.... usw....

    wenn das so waere, dann gaebe es den $ schon seit jahrzehnten nicht mehr......
    Die Bundestaaten der USA konkurrieren ziemnlich stark miteinander.
    Dazu auch Einkommensteuer (Vereinigte Staaten)
  9. #9

    Dummheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Steigende Zinsen, fallende Ratings und jetzt noch eine Warnung des Notenbankchefs mit Vornamen Panicos: Zypern ist der nächste Pleitekandidat der Euro-Zone. Die EU muss das vergleichsweise wenig sorgen. Doch der Fall Zypern zeigt, wie dringend Europa eine gemeinsame Fiskalpolitik braucht.

    Zypern ist der nächste Pleitekandidat, doch das ist nicht so schlimm - SPIEGEL ONLINE
    Wer seinem in Not geratenen Nachbarn hilft, auch wenn der permanent über die eigenen Verhältnisse gelebt hat, zeigt Solidarität. Wer aber diesen Nachbarn, der gezeigt hat, dass er nicht mit Geld umgehen kann, die Verfügungsberechtigung über sein Konto einräumt ist nur eins: Ein Riesendummkopf. Den am Ende wird ihn und seine Familie sein ausgabefreudiger Nachbar nur in den Abgrund reißen.


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