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Rettung der Minenarbeiter: Glückauf für Chile

Chile feiert das "Wunder von San José": Mit Freudengesängen, Tränen und Hupkonzerten bejubeln die*Menschen die Rettung der Minenarbeiter. Mittendrin im Glückstaumel ist Präsident Sebastián Piñera. Er gibt sich volksnah und staatsmännisch zugleich - und weiß die Euphorie zu nutzen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...722967,00.html
  1. #20

    Was für eine verlogene Show...

    Es ist beschämend wie sich der chilenische Berlusconi namens Sebastian Pinera mit seiner Grinsefresse vor die Kameras drängt, und 24h auf seinem eigenen TV-Sender mit der Rettung der 33 armen Bergleute schmückt.
    Bei dieser ganzen Show fragt sich keiner mehr was der eigentliche Hintergund der Situation dieses Landes ist:
    Durch immer währende Ausbeutung der natürlichen und menschlichen Ressourcen zur Zeit Pinochets,und der folgenden Regierungen.
    Alles für den "Fortschritt",will heissen das Land im Turbogang für wenige,sehr reiche ausländische Unternehmen, billigst zu verschleudern,verschachern,auszubeuten und zu vergiften.
    Das natürlich auf Kosten der Umwelt und der Menschen die für diesen "Fortschritt" ihr Leben auf´s Spiel setzen (wie in diesem Beispiel die armen 33 Bergleute).
    Diese Mine sollte eigentlich schon 2007 stillgelegt werden,weil Gewerkschaften,Fachleute und Gutachter die weitere Förderung für sehr gefährlich gehalten haben.
    Die letzte Regierung (die "Concertacion") hat natürlich im Namen des Fortschritts eine weitere Sondergenehmigung erteilt,damit das fördernde Unternehmen weiterhin seine Gewinne erwirtschaften kann (natürlich ohne Steuern für ihre Profite in Chile abzuführen).
    Die Gewerkschaft der Minenarbeiter,die die Schliessung der Mine forderte,weigerte sich ihre Leute in diese Mine zu schicken, woraufhin sich das Unternehmen Streikbrecher (wie die 33 verschütteten) heranholte.
    Dann geschah das was Fachleute vorhergesagt hatten:Die Mine stürzte ein.
    Bis heute wurde das Unternehmen weder zur Rechenschaft gezogen, noch wurden die Arbeitsbedingungen für die Bergleute verbessert.
    Stattdessen wird jetzt ein mediales Wunder verkauft ,und das eigentliche Problem,nämlich die Wiederherstellung von humaneren Arbeitsbedingungen, und eine schonendere Behandlung der Umwelt unter den Teppich gekehrt, und nach aussen hin ein "Einig-Vaterland" verkauft.
    So kann Chile sein komplettes Versagen für das Missmanagement des Erdbebens gleich wettmachen.
    Und millionen Chilenen kleben an ihren Fernsehern und betäuben sich von der Realität, und erfreuen sich an einem Gemeinschaftsgefühl das auch nur dort, vor ihrem Fernseher stattfindet,lauter bunte Chile-Fähnchen,alle sind ganz patriotisch, der Verstand wird ausgeschaltet und die eigentlichen Probleme verschwinden in einer seit Pinochet andauernden Amnesie.
    Was für eine verlogene Show!!!
  2. #21

    ohne bTitel

    Zitat von emschneider Beitrag anzeigen
    Meine Zeit hat es erlaubt die Rettungsaktionen zu verfolgen.
    Wer hier keine Emotionen entwickelt ist für diese Welt verloren.
    Wenn der Präsident sich über seine Intelligenten Mitbürger freut sollte man sich nicht abwertend äussern.
    Diese werden kommen, wenn die Lengede Rettung ins Spiel kommt

    Ich gratuliere Chile für diese Leistung.
    Aus tiefsten Herzen.
  3. #22

    Marketing

    Zitat von kaiserjohannes Beitrag anzeigen
    In chilenischen berwerken in privater Hand beträgt der durchschnittslohn eines Kumpels bis zu 900 Euro.
    In den Staatlichen fast doppelt so viel (siehe CODELCO)
    Nebenbei: Chile hat einen höheren Durchschnittseinkommen als so manches Land innerhalb der EU ;)
    schon klar - wünsche mir trotzdem, dass sie die Brille behalten. Nach über 2 Monaten ohne Sonneneinwirkung würde ich meinen Augen auch nur guten Gewissens einer vollabschirmenden Oakley (am besten Polarized)anvertrauen...

    Auf jeden Fall von seitens Oakley ein genialer Marketing-Schachzug: Menschlichkeit bewiesen & Multinationale Medienpräsenz gewährleistet... für die Kosten von ca. 33x Selbstkostenpreis der Oakley Radar.

    @everyone: hat jemand noch andere "Sponsoren"-Artikel entdeckt?
  4. #23

    grossartige leistung, technik und team.

    hier einmal tv sinnvoll.

    beeindruckende bilder. unglaublich eingespieltes team. gratuliere.
  5. #24

    Häme, nichts als Häme

    Ich konnte es nicht glauben: Der Berichterstattering fällt bei dem Ereignis nicht Wichtigeres ein, als mit Häme über das Verhalten des Präsidenten in aller Breite zu berichten. Mich interessiert ehrlich gesagt der Zustand der Kumpel mehr--kein Wort darüber! Oder wie es weiter geht--Kommen die erst in ein Krankenhaus, oder können sie gleich nach Hause? Wir hören nichts davon--nur dass der Präsident politisches Kapital daraus schlagen möchte. ist das so erstaunlich?
  6. #25

    .

    Zitat von mineiro#33 Beitrag anzeigen
    Es ist mir ein "innerer BUNDESparteitag" Bergarbeiter für Bergarbeiter ans Tageslicht kommen und in die Arme seiner Liebsten fallen zu sehen. Jedesmal feuchte Augen (bei mir), eben ein absolut emotionaler Höhepunkt, einfach WUNDERSCHÖN.

    Bei den vielen negativen Nachrichten (Atomkraft, Gesundheit, Bahnhof, Armut, Fremdenhass) in letzter Zeit ist heute ein richtiger Feiertag für alle die noch so etwas wie Solidarität kennen.

    DANK an die Retter in Chile
    Danke für den Beitrag. Zeigt er doch, daß es noch Menschen gibt, die nicht sofort an Machenschaften der Politiker denken, sondern an die betroffenen Kumpel.

    Hier im Forum gibt es sofort wieder "Hinterfrager". An Euch möchte ich sagen: Haltet das M... oder freut Euch für die Gerettenden!
  7. #26

    Vielen Dank allerseits

    schon geschaft Leute!! sie sind schon draußen!

    liebe Grüße aus Chile :-)
  8. #27

    Egal was - immer falsch.

    Zitat von herbert797 Beitrag anzeigen
    Es ist beschämend wie sich der chilenische Berlusconi namens Sebastian Pinera mit seiner Grinsefresse vor die Kameras drängt, und 24h auf seinem eigenen TV-Sender mit der Rettung der 33 armen Bergleute ...
    Und was wuerden die professionellen Sauertoepfe sagen, wenn man - wie es in China zb ueblich- garnicht erst nach den Verschuettenden gesucht, geschweige denn Rettungsversuche unternommen haette?


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