Porno-Brille, Sixties-Bluse oder doch lieber Muttis Strickweste? Retro-Klamotten sind bei jungen Großstädtern der ultimative Modetrend. Mit ihrer Liebe zu Alt-Stoffen wollen die Hipster unverwechselbar erscheinen - erweisen sich aber nur als Opfer ihres schwachen Egos.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...782552,00.html
der hipster ist sowas von out und alle so: yeah!
lass doch alle so sein, wie sie sind...
anstatt die hipster als gruppe herauszupicken und zu entblößen, sollte vielleicht das system, welches diese überhaupt erst generiert, kritisiert werden.
so ein artikel bedient doch bloss klischees, die mit pseudo-wissenschaftlichen argumenten über mode und design weitere abgrenzung schafft. die bild-zeitung braucht fuer die gleiche message keinen deckmantel...
Wenn einem halt nichts Neues mehr einfällt, muss man halt in den alten Schubladen kramen.
Keine Ahnung, was daran toll sein soll. Aber wahrscheinlich gibt es sogar Leute, die die junge Dame auf Bild 1 attraktiv finden.
... allerdings greift das bemühen "vintage" mit "authentizität" erklären zu wollen viel zu kurz. denn es ist ja gerade der durchgedrehteste eklektizismus, der offensichtlich seiner künstlichkeit dadurch ausdruck verleiht, indem er er die verschiedendsten stile aus den verschiedendsten zeiten kombiniert.
meiner meinung nach ist der große unterschied zu einem einfachen "stile kombinieren", wie es vielleicht ein punk tat, der eine uniform mit netzstrumpfhose kombinierte, daß die kombination kaufbar ist und eben nicht selbst herzustellen. also ganz einfacher, stinklangweiliger und alter konsumismus. aber das klingt natürlich nur halb so sexy wie "vintage".
Zwei Jahre später erkennt SPON den "neuesten Trend"! Das Nerd-Ding hatte schon Spinnweben und Rauschebart, und weil es nun mainstreamig interpretiert wird ist es bald so tot wie Punk nach nach den Pistols.... Bitte überlaßt doch die Lifestyle Themen den einschlägig bekannten MassenmodeMedien, sonst wirds gruselig und peinlich....
Und jetzt alle im Chor- Wir sind individuell :-)
Schlechter Geschmack hat bisher noch jeden Trend geschlagen ;-)
Hier muss ich mich unbedingt anschließen und finde es arg bedenklich, auf welchem journalistischen Niveau sich der Spiegel mittlerweile tummelt. Gehen der Redaktion die relevanten Themen aus? Oder die guten Schreiber? Was soll mir dieser Artikel sagen? Außer mich mal wieder an die Quengelmentalität meiner Landsleute zu erinnern und an dieses ständige Kritisieren an allem und jedem, tut sich da ansonsten rein gar nichts. Ein paar Zornwolken streiten sich mit einigen wenigen Fragezeichen um den Platz über meinem Kopf.
Wie hier im Forum auch schon erwähnt, hätte das ein wirklich interessanter Artikel werden können. Und einige nennenswerte Aspekte dazu sind auch schon genannt worden, wie das Aufrollen der DIY-Welle. Solchen Input erwarte ich eigentlich vom Spiegel, und nicht von den Forumsteilnehmern.
Jep, dank des dicken Diercke Atlas in meinem damaligen Kunstlederranzen ist das "Ding" ganz ausversehen und recht schnell kaputtgegangen...
Aber ich denke das ist die übliche Generationskiste - damals musste man, wie einst http://www.youtube.com/watch?v=sBFBd...eature=related Hotte Buchholz fürchterliche Musik ( Hallo, es wurde nix anderes zu normalen Hörzeiten gespielt ) über sich ergehen lassen.
Heute hören das alle freiwillig, ist super dufte und nennt sich Schlagermove.
Erinnere mich immer wieder gern an meine Großmutter als ich in meiner ersten "Swingphase" schön in echten slacks, abgewetzten Two-tones und Lederjacke vor ihr auftauchte und Sie ausrief: Junge, du siehst ja aus wie ein Heimkehrer.....
Geändert von ( um Uhr)
Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
falls diese Nachricht ins Forum gelangt
Wie sie alle streben sich der gesellschaftlichen Gleichmacherei des Konsumterrors angeblich zu entziehen... Wie dem äußerer Anschein eines möglichst privatem Individualismus wahre charackterliche Individualität geopfert wird...
Fashion-Victims bleiben Fashion-Victims, ob nun selbst geschneidert oder Einzelanfertigung eines Stardesigners.
Individualität über "Konsum" (also das Äußere) zu definieren, bleibt doch im Prinzip immer ein Artmerkmal der Konsumlemminge. Und so mehr sie versuchen zu argumentieren, sie seien doch überhaupt nicht Mainstream, um so mehr entlarven Sie als eben das.
Man frage wen man will dieser Victims - Individualität ist das oberste Ziel und damit der neue Mainstream - äußere Individualität als System, eben Individualismus.
Mit tatsächlicher Individualität hat das alles nix mehr zu tun. Und man kann ihnen nicht mal einen Vorwurf machen. Der Konsumterror ist so virös, dass er selbst längst die Gegenbewegung infiziert hat. Da wird "Old-Style-Fashion" zum Trend und kostbar, so dass Outfit, auf dem Flohmarkt im einstelligen Eurobereich aus Eltern oder Großelternhand erwerbbar, im Internet fürs zigfache erworben wird, dann eben aber Fashion und nicht old.
Der Konsumterror ist tot, es lebe der Konsumterror.
Die Authorin hat absolut keine Ahnung von Mode. Das hat sie mit dem Artikel sehr schön zur Schau gestellt. Sie versucht ein Persönlichkeitsprofil, der Leute zu erstellen, die im Vintage Look rumlaufen. Und natürlich ist es ein Ego Problem, wenn man sich von anderen abheben will. Was sonst? Lasst uns doch alle einfarbige Klamotten bei Discountern kaufen. Wer selbstbewusst ist, braucht sich schließlich nicht schön (auffällig) zu kleiden,oder?
Wer kommt morgen dran? Die schleimige Poloshirt Fraktion aus Winterhude? Mit ihren Abercombie Kram oder die spießige Anzugfraktion aus Blankenese, die nur zeigen wollen, was die haben? Lass uns doch alle "profilisieren" und in Schubladen stecken! Yeah!