Dann wird der Tierschützer, wenn er nicht vollkommen verblendet ist, nach einem Weg suchen, die Balance ohne Massenmord herzustellen. Wenn er diesen Weg nicht findet (oft genug wird aber auch erst gar nicht danach gesucht, da sowas Geld und Zeit kosten würde), versuchen Art X so schnell und schmerzlos wie möglich zu töten. Hier steht eine Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts im Vordergrund und nicht die Gaumenfreude einer Spezies, die sich im Moment regelrecht krank frisst. Allerdings ist es ein Witz in sich, dass viele Tierschützer sowas tatsächlich ablehnen und dann nach der Leberwurst greifen. Das ist genauso lächerlich wie ein Umweltschützer, der Produkte aus Massentierhaltung konsumiert. Bei selektiver Empörung, ich-bezogener Umweltschutz und artenspezifischem Tierschutz, herrscht in der Regel noch sehr viel Potential. Aber bei vielen lässt das Engagement bei der eigenen Bequemlichkeit schlagartig nach.

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