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Restaurants im Hygiene-Härtetest: Es ist etwas faul im Staate Dänemark

Dänisches VerbraucherschutzministeriumVor Ekelessen wird gewarnt. Mit Hygienesmileys an der Lokaltür will Dänemarks Lebensmittelkontrolle Schmuddelwirten das Handwerk legen. Doch ist das Alarmsystem wirklich gerecht? Ein Test in den dunklen Ecken der Kopenhagener Gastro-Szene gibt die Antwort.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...822512,00.html
  1. #30

    Treffend...

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Achtung es ist wieder soweit. Es gibt irgendwo auf der Welt ein Gesetz, eine Vorschrift.... und Deutschland hat eine solche nicht...

    Was passiert? Hier wird sich aufgespielt ohne Ende. "Die Politiker, der Staat,... wollen doch nur die Industrie, die Unternehmer... schützen. Wir das Volk wollen auch so eine Vorschrift!!!"

    Und man kann jetzt schon darauf wetten. Exakt die gleichen Leute die hier neue Gesetze, Vorschriften... fordern, sind diejenigen, die wenn sie wirklich kommen sollten, rumschreihen, "wir Leben in einem Überwachungsstaat, über mischt sich der Staat ein, es gibt schon zuviele Vorschriften, in anderen Ländern geht es auch ohne..."

    Kann man wirklich ganz schön beobachten. Wenn der Staate mehr "überwachen bzw. kontrollieren" will, wird gemeckert. Wenn es einen Bereich gibt, in dem er es nicht macht und etwas passiert, wird auch wieder gemeckert....
    Treffend beobachtet, Respekt.
  2. #31

    OK oder KO?

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Was mir nicht so recht einleuchtet, ist die Abstufung. Also entweder ein Lokal ist in Ordnung oder nicht. Im letzteren Fall gehört es geschlossen.
    Ich fände KO-Kriterien zu hart. Wenn mal das Toilettenpapier fehlt, würde ich dem Betrieb dennoch Verbesserungspotential zutrauen.

    Beim TÜV bekomme ich auch keine Smileys, sondern nur die Plakette oder eben nicht.
    Wenn mir in der TÜV-Auffahrt ein Scheinwerfer durchbrennt, kann ich gegen Auflage wiederkommen und brauche nicht die ganze Prozedur + Gebühren nochmal wiederholen.
  3. #32

    Zitat von Babs50+ Beitrag anzeigen
    Ich wage zu behaupten, dass 60% der privat geführten Restaurants in D die geforderten Hygienestandarts nicht einhalten. Was schlicht am System liegt. Die Wirte unterbieten sich gegenseitig und verkaufen teilweise noch unter Erzeugerpreis, für vernünftige Putzaktionen bleibt kein Geld.
    Ich habe selbst 15 Jahre in der Gastronomie gearbeitet und dabei viele Läden kennengelernt und gesehen.
    Ihre angesprochenen 60% sind doch völliger Käse. Ich weiss nicht aus welchem Teil der Republik Sie kommen, aber gehen Sie mal in ein Restaurant im Süden Deutschlands und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen.
    In allen Restaurants die kenne ist die tägliche Reinigung sowie der wöchentliche Grossputz die Regel.
    Wenn ein Restaurant kein Geld oder Zeit für die Hygiene aufbringen kann, dann hat es eben auch keine Existenzberichtigung.
    Sie würden ja auch nicht zu einem Arzt gehen von dem Sie wissen dass er aus Kostengründen die Desinfektionsmittel gestrichen hat.
  4. #33

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor Ekelessen wird gewarnt. Mit Hygienesmileys an der Lokaltür will Dänemarks Lebensmittelkontrolle Schmuddelwirten das Handwerk legen. Doch ist das Alarmsystem wirklich gerecht? Ein Test in den dunklen Ecken der Kopenhagener Gastro-Szene gibt die Antwort.

    Restaurants*im Hygiene-Härtetest: Es ist etwas faul im Staate Dänemark - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Werden in Dänemark nur ausländische Lokale getestet oder sind nur diese schlecht, wie uns Bilder und Bericht suggerieren?
  5. #34

    Zitat von Henry II Beitrag anzeigen
    ...und wieso darf in Bayern nicht mit anderen Schwerpunkten kontrolliert werden als in Schleswig-Holstein oder in Sachsen-Anhalt? Vielleicht sollte die BUNDESRegierung der deutschen Bevölkerung eine Einheitsuniform verpassen, einheitliche Löhne verordnen und wenn möglich eine genetisch einheitliche Bevölkerung fördern.

    In Deutschland darf sich auf Teufel komm raus kein gesunder Föderalismus entwickeln. Ein gewisser "Wettbewerb" unter den verschiedenen Ländern würde diesem Land nur gut tun...

    Nordkorea muss in seiner Uniformität für manche "Föderalismus-Gegner" nahezu wie ein Paradies erscheinen.

    Vielleicht einmal über den Begriff "Subsidarität" nachdenken, aber nein, Mutter Germania muss über allem wachen und für das gedeihliche Vorankommen sorgen...
    Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, daß gewissen Dinge eben nicht föderalistisch angegangen werden sollten.
    ICH will es jedenfalls, daß ein Auto, das vom TÜV (oder sonstwem) eine Plakette in Flensburg erhält, genauso sicher ist wie das Auto, das diese in Oberstdorf erhält.
    Und daß das Bio-Siegel in Görlitz wie in Aachen dasselbe aussagt.
    Des weiteren gehe ich mal davon aus, daß es auch Ihnen recht ist,
    wenn ein A4-Blatt in Buxtehude ebensogroß ist wie in Oer-Erkenschwick.

    Und da es um die bundesweite Einführung von Smileys geht, ist es nur sinnvoll, auch einheitlich zu bewerten.
    Ansonsten gibt es Wettbewerbsvor- oder nachteile für die Betroffenen.
  6. #35

    Dem ist wohl so

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Ich würde vermuten, dass bei schweren Verfehlungen auch in Dänemark Restaurants geschlossen werden können. Bei leichteren oder erstmaligen Verstössen ist es aber halt überall Praxis, das mal mit Warnungen zu belassen. Der Unterschied zwischen Smiley-System und den meisten anderen Ländern ist nun aber, dass man in letzeren als Kunde von derartigem überhaupt nichts mitbekommt. Mit den Smileys hat man zumindest einen Indikator, dass etwas faul sein könnte. Und die Betreiber darum eher Druck, etwas zu verändern. Beim System in Deutschland hingegen können halt alle knapp an der Unzumutbarkeit vorbei wursteln, solange es reicht um die Betriebslizenz zu behalten wird niemand je davon erfahren..
    Und ein ggf. dadurch erreichter Umsatzrückgang kann eben ganz schnell Motivation sein das Verhalten mal zu ändern.
  7. #36

    Falsch

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Was mir nicht so recht einleuchtet, ist die Abstufung. Also entweder ein Lokal ist in Ordnung oder nicht. Im letzteren Fall gehört es geschlossen.

    Beim TÜV bekomme ich auch keine Smileys, sondern nur die Plakette oder eben nicht.
    Auch beim TÜV gibt es einen Mängelbericht und ggf. die Plakette + Auflage geringe Mängel beheben zu lassen.
  8. #37

    es wäre ganz einfach

    Zitat von willi2007 Beitrag anzeigen
    machen Sinn, wenn der Gast darunter auch die konkret festgestellten Mängel lesen kann. Hilfreich könnte auch eine Veröffentlichung der Prüfergebnisse von Lebensmittelprüfungen im Internet sein. Das alles hilft jedoch nicht, wenn die Kontrollen zu selten durchgeführt werden. Gerade in Zeiten der Finanznot in den Kommunen ist die Versuchung groß, bei den Kontrolleuren zu sparen. Dafür werden dann die Radarmessungen auf den Straßen erhöht, damit mehr Geld in die Kassen kommt.
    wenn
    a: kontrollen mind 2x jährlich und immer kostenpflichtig sind. ich muss (wels anderswo in einem beitrag stand) ja auch meinen tüv bezahlen.
    b: die smilies wie ein pickel einfach plicht sind und geld kosten
    c: verstöße auch geld kosten
  9. #38

    Kein Pranger

    Zitat von inci2 Beitrag anzeigen
    und ich persönlich finde, daß dieses smiley-system durchaus etwas von mittelalterlichem pranger hat. und ich finde es irritieriend das immer mehr zeitgenossen solchen prangersystemen nicht nur wohlwollend gegenüberstehen, sondern sie geradezu massiv fordern.
    sondern einfach ein Informationssystem. Und jeder Betreiber kann auch die Ergebnisse selber beeinflussen. Schockierend, nicht wahr?
  10. #39

    .

    Zitat von glen13 Beitrag anzeigen
    Werden in Dänemark nur ausländische Lokale getestet oder sind nur diese schlecht, wie uns Bilder und Bericht suggerieren?
    Ich sage es mal so: Seitdem ich mit einer Asiatin verheiratet bin hatte ich die Gelegenheit in viele rein asiatische Küchen (privat sowie gewerblich) reinschauen zu dürfen.
    Seitdem weiß ich wo ich nicht mehr essen gehe.








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