APEin alter Bekannter wirbelt wieder: Ex-Pizza-Unternehmer Herman Cain kämpfte einst um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Jetzt ist er zurück, mischt die Parteibasis auf - und lässt Mitt Romney vor dessen Krönungsmesse blass aussehen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...852236,00.html
Hier liegen also die Unterschiede zwischen dem Spiegel und SPON.
Kein Wunder, dass es da "unterschiedliche Ansichten" hinsichtlich der journalisten Arbeit gibt.
Im Spiegel spricht Marc Hujer (35/2012) von einem "verdummenden Wahlkampf", es werden zwar ebenfalls die ambivalenten Ansichten der GOP und deren Wählern nicht herausgestellt, aber die Dinge werden klar benannt.
Herr Fischer macht für SPON allerdings - wenn man ehrlich ist - 100%ige boulevardeske, niveauarme Artikel ohne journalistischen Anspruch.
Da werden Interviews mit Lisa Ann geführt und abenteuerliche Dinge hineininterpretiert, dass diese Artikel den Namen nicht verdienen.
soll dem Kandidaten und dem Volk Einigkeit vorgaukeln, doch wie wenig die eigenen Parteileute bereit sind, sich Romney unterzuordnen, hat schon der Fall Akin gezeigt. Der ist weiterhin Kandidat, Huckabee staerkt ihm den Ruecken.
Und nur mit Mitteln, die sehr nach Diktatur riechen, gelingt es , dieses Einigkeitsbild aufzubauen. Potentielle Abweichler werden nicht eingeladen, duerfen nicht reden.
Aber eigentlich entspricht das Vorgehen der Parteilinie. Mit Demokratie hat man nicht viel am Hut, auch nicht innerhalb der eigenen Partei.
Das hab ich auch zuerst gedacht, es bietet sich ja fast an: "there is not such thing as a free lunch"... ist aber nicht so, er hat tatsächlich das Gratis-Catering gestrichen, und den Leuten Pizzastücke für einen Dollar, und die Gratiscola für 25c verkauft. Man muss ihm lassen, das und viele andere Einsparungen haben wohl die Spiele vor einem massivem Defizit gerettet.
Quelle: (keine Ahnung welche Agenda die haben...)
How Mitt Romney Turned Around the 2002 Olympic Games in Salt Lake City « Battleground Watch
Ich bin auch kein Fan von diesen rechts gerückten Republikanern, aber wenn man schon einen Artikel über Herman Cain bringt dann sollte da auch wirklich drin stehen was der Typ die letzte Zeit so gemacht hat.
Herr Fischer sehen sie sich doch bitte einmal die Auftritte in der Dailyshow an.
dailyshow.com
In Europa gibt es vollen werbefreien Zugriff.
Cain ist ein etwas verrückter Aufmerksamkeitsfreak. Er ist nicht wirklich ein Tea Party Liebling sondern einfach beliebt und umgänglich. Kein Format für das Präsidentenamt und damit auch in keiner Weise irgendwie mehr als ein Standup Comedian den man zu einer Veranstaltung lädt. Der stiehlt Romney nicht die Show sondern ist höchstens Zwischenprogramm.
Der Artikel ist mehr Unterhaltung als politische Berichterstattung, aber selbst mit diesem Ziel lässt sich ein besseres Bild von Cain und der Situation zeichnen.
Der Redner hat Romneys "Managerqualitäten" gelobt und der hat tatsächlich das kostenlose Mittagessen für Mitarbeiter bei den Winterspielen in Salt Lake City abgeschafft und die Pizzastücke für $1 verkauft. Interessanterweise waren die Pizzen von Dominos Pizza, die Firma von Herman Cain :) Und die Gratisgetränke, die Coca Cola gesponsert hat, hat Romney für 25 Cent verkauft. Ob dies nun "Managerqualität" oder dreiste Abzocke ist, kann sich jeder selber aussuchen...
Wer leidet denn da an geistiger Verwirbelung?