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Reporter-Schreck Rumsfeld: "Wollen Sie mich anbrüllen oder ein Interview führen?"

Für seinen knallharten Politikstil war er gefürchtet, jetzt bekam ein Reporter den Furor von Donald Rumsfeld zu spüren:*Der Journalist des arabischen Senders al-Dschasira stellte dem früheren US-Verteidigungsminister unbequeme Fragen - und das Gespräch eskalierte vor laufender Kamera.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...790214,00.html
  1. #80

    ?

    Zitat von caro1986 Beitrag anzeigen
    Der "Interviewer" hat agiert wie die meisten Araber. Frech, anmaßend und unverschämt.

    Schon mal einen aufrichtigen, ehrlichen und höflichen Araber getroffen? Die meisten (sicher nicht alle) sind hinterlistig!
    Der Interviewer war höflich, aber bestimmt.
    Wenn das nicht zu Ihren Vorurteilen paßt, stimmt vielleicht mit Ihren Vorurteilen was nicht.

    Die meisten Araber (resp. Iraner, Syrer, Ägypter) die ich getroffen habe, waren übrigens ausgesprochen höflich.
    Also zu mir.
    Bei Leuten die Posts wie Ihren ablassen, ist das vielleicht anders.
    ABer dann stimmt vielleicht mit Ihren Posts was nicht...
  2. #81

    ...

    Zitat von SteveFfm Beitrag anzeigen
    Es wurde doch nur die Fassade ausgetauscht, um die Humanisten ruhig zu stellen. Bei einem Schwarzen als Präsidenten kriegen die doch ganz feuchte Augen. Hinter den Kulissen bleibt beim militärisch-industriellen Komplex alles wie gehabt.
    Klar. DAs muß so sein. Damit Ihnen die Verschwörungstheorien nicht ausgehen.
  3. #82

    Ich war nie ...

    Ich war nie ein Freund von Rumsfeld, aber Interviews sollten so ablaufen, dass man den Interviewten aussprechen lässt. Und das war offensichtlich nicht der Fall.
    Der Interviewer darf natürlich (muss sogar) bohrend nachhaken, wenn ihm die Antwort nicht ausreicht.
    Die Antwort aber dauerhaft zu unterbrechen, bis es zum Eklat kommt, ist IMHO nicht zulässig.

    Aber das ist eben nur unter kultivierten Menschen so und dem Zielpublikum des Interviewers ist das sicherlich gleich.
    Es gibt für Journalisten scheinbar nichts größeres, als sagen zu können: Politiker xy ist in meiner Sendung ausgerastet. Und auch das hat Rumsfeld nicht getan.
  4. #83

    :-)

    Zitat von Spinnosa Beitrag anzeigen
    Die meisten Araber (resp. Iraner, Syrer, Ägypter)
    Die meisten Iraner sind ethnische Perser, keine Araber... :-)
  5. #84

    Warum?

    Zitat von PeterSch Beitrag anzeigen
    Ein Interviewer kann ja ruhig einmal nachhaken, aber wenn der Interviewte auch bei der Wiederholung der Frage offensichtlich keine Antwort geben will, dann ist es unprofessionell die Frage ständig zu wiederholen!
    Das kann man so oder so sehen.
    Zuweilen habe ich aber den Eindruck, daß wir uns schon so sehr daran gewöhnt haben, daß Politiker auf Fragen nicht antworten sondern statt dessen vorformulierte Sprechblasen zum Besten geben, daß wir das schon als ganz normal ansehen.
  6. #85

    ...

    Zitat von muendiger_buerger Beitrag anzeigen
    Kann es vielleicht sein das die USA erst diesen Terror ermöglicht haben?
    Soweit ich mich noch erinnern kann hat die Weltbefreiungsarmee den IRAK „befreit“ und dann denn Terror nicht in den Griff bekommen.

    Deshalb finde ich schon dass man die Frage stellen kann?

    Und die Adresse war doch auch richtig!
    Ohnen jetzt hier den Irak-Krieg verteidigen zu wollen - den habe ich schon immer als schweren Fehler angesehen - aber den Terror haben schon Iraker verübt, und zwar gegen Iraker!
    Das läßt sich ja wohl nicht wegdiskutieren.
  7. #86

    ...

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Die meisten Iraner sind ethnische Perser, keine Araber... :-)
    Das ist natürlich korrekt.
    Ich hatte aber den Eindruck als ob Forist Caro1986 das nicht ganz so differenziert sieht...
  8. #87

    ..

    Zitat von Spinnosa Beitrag anzeigen
    Verehrter Forist Hermes69!
    Selbst jamand, dessen Nase mir nicht paßt, jemand der kompletten Blödsinn redet, ja selbst ein Verbrecher, ist immer noch Teil der Gesellschaft.

    Wie das endet, wenn man bestimmt Menschen nicht mehr als der Gesellschaft betrachtet kann man in sämtlichen Diktaturen besichtigen!
    naja nicht nur diktaturen.. selbst, oder gerade in diesen "demokratieren"
    warum empört sich denn keiner darüber das '"verbrecher" bin laden kein teil der gesellschaft sein durfte? er musste getöten werden..
    das haben eben mal so die demokratischen atministrationen.., darunter sogar ein freidensnobelpreisträger (DER WITZ DER 21 JAHRHUNDERTS)beschlossen. und zwar alles ohne demokatischen mitteln und rechtsmitteln, wie anklage und urteil.
    falls er getötet wurde, wohlbemerkt.
    falls er denn schuldig war, wohlbemerkt.
    aber! schuldig war er ja garnicht!
    zumindest nicht nach demokratischen ansichtspunkten ist dieser mann "unschuldig"!
    ..denn das bringen wir doch unseren kindern tag täglich in unseren schulen bei.
    warum schreien denn die demokratischen menschen nicht gegen diese getane anarchie?
    sie müssten doch die ersten sein ihre demokratie zu schützen.
    die wahren terroristen demokratie sind num mal bush cheny ramsfeld und co. wo bleibt die jurikative und exikutive?
    stattdessen hören wir hier .. na die geschcihte schreiben nunmal die sieger!
    wie fatal die demokratie hier wiedermal vergewaltigt wird.
    und sie grillen in texas weiter..
    nachdem sie eine tube senf in den marmorkuchen ausgedrückt haben..
    guten appetit demokratie
  9. #88

    The Future is wild

    Zitat von peseps Beitrag anzeigen
    Ich war nie ein Freund von Rumsfeld, aber Interviews sollten so ablaufen, dass man den Interviewten aussprechen lässt. Und das war offensichtlich nicht der Fall.
    Der Interviewer darf natürlich (muss sogar) bohrend nachhaken, wenn ihm die Antwort nicht ausreicht.
    Die Antwort aber dauerhaft zu unterbrechen, bis ......
    Interessant! Der Interviewer hat Rumsfeld also permanent unterbrochen. Und Rumsfeld hat sein Gegenüber in Ihrer Wahrnehmung immer aussprechen lassen? Oder musste er das gar nicht, weil er ja der privilegierten Rasse angehört der es gar nicht zuzumuten ist diesen unkultivierten Wilden zuzuhören oder sich von ihnen gar kritisch befragen zu lassen?

    Willkommen im 21. Jahrhundert!

    Nebenbei; wenn Journalisten die von ihnen interviewten Politiker immer ausreden ließen, dürften wir uns in den Medien nur noch mit ellenlangen, inhaltslosen Worthülsenparaden zudröhnen lassen. Denn auch und gerade Politiker wissen wie nützlich es sein kann Zeit zu schinden. Rumsfeld hat das hier eindrucksvoll demonstriert.
  10. #89

    Liebe Mitforisten,

    ein Großteil von Ihnen hat den ohnehin schon tendenziösen Artikel offenbar nicht richtig gelesen, nicht richtig verstanden oder aber die eigene Rolle in der Weltgeschichte leicht... äh... falsch eingeschätzt. Denn abgesehen von dem gänzlich anders als im Artikel dargestellt abgelaufenen Interview halte ich fest:

    1. Die zitierten Toten (zivile Opfer um die 130.000) waren keine Opfer der USA, sondern zu annähernd 100% des islamistischen Terrors.
    2. Weder Donald Rumsfeld noch Richard "Dick" Cheney sind Kriegsverbrecher, auch wenn das Ihrer Privatmeinung entgegen läuft.
    3. Die korrekte Anrede für einen ehemaligen Minister oder (Vize-) Präsidenten ist in den USA wie in Deutschland eben jene mit seiner damaligen Funktion (weshalb auch Helmut Schmidt heute noch mit "Herr Bundeskanzler" anzureden ist!)

    4. Der Al-Dschasira-Interviewer wollte von Rumsfeld nicht wissen, ob er ein Kriegsverbrecher sei, sondern im genauen Gegenteil wollte er von Rumsfeld wissen, ob der damaligen U.S.-Regierung nicht klar war, dass es eines NOCH wesentlich stärkeren U.S.-Engagements als ohnehin schon bedurft hätte.

    Dieses ist historisch natürlich unbestritten (insbesondere, als der später stattfindende "Surge" mit der dann endlich vollzogenen Präsenz-Aufstockung dann tatsächlich die nötige Stabilität in den Irak brachte).

    Rumsfeld hat gecheckt, wo die Fragerei hinführen sollte. Und einen solchen Gefallen muss man, bei allem Respekt, einem Al-Dschasira-Mann nicht tun.

    Eine objektivere und journalistisch sauberere Sicht der Dinge (als meine z.B.) findet sich übrigens hier. Das zu lesen lohnt sich.


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