Forum: Blogs
Report: Wie häufig die Deutschen zum Arzt gehen
dapdBei Arztbesuchen zerfällt Deutschland in Extreme: Ein Viertel sieht den Doktor 40 Mal im Jahr, ein Viertel hingegen nur selten. Auch Männer und Frauen unterscheiden sich deutlich in dieser Frage.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...822145,00.html
- #1 19.03.2012 11:21 von
Bemerkung:
Ich frage mich immer, was diese Studien, Reporte oder was auch immer nutzen?
Ja, manch einer geht nur 4 Mal im Jahr zum Arzt, weil er/sie lediglich die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nimmt.
Und manche müssen eben öfters, weil sie nicht das Glück haben, gesund zu sein. - #2 19.03.2012 11:30 von
- #3 19.03.2012 11:34 von
.
Ich bin nicht unbedingt gesund aber ich renne auch nicht wegen jedem Fieberbläschen zum Arzt. Es gibt so etwas, dass nennt sich Imunsystem und wenn man ein starkes Imunsystem hat, braucht man auch nicht die Hand voll Pillen kurz nach dem Aufstehen in sich reinzuwürgen. Den einzigen Arzt, den man nicht ignorieren kann, ist der Zahnarzt.
- #4 19.03.2012 11:39 von
na dann ist ja klar
warum die Praxisgebühr gar keinen Steuerungseffekt bewirkt. Die mit wenigen Arztbesuchen können meist nicht weiter runter, wie zB ich werde vom Augenarzt im 3-Monatsintervall zur Vorsorgeuntersuchung gebeten, weil ich ein akutes Glaukom-Risiko habe, und muß daher 40 Euro zusätzlich im Jahr zahlen, um die ich aber nicht rumkomme, oder eben mein Augenlicht riskiere. Wer jedoch 25 bis 40 Mal zum Arzt geht, hat genau die gleichen Zusatzkosten, es spielt für ihn keine Rolle, ob er einmal mehr oder weniger geht. Da kann mit einer Quartalsgebühr gar nichts gesteuert werden, da wird nur pauschal abkassiert.
- #5 19.03.2012 11:55 von
- #6 19.03.2012 11:59 von
Ich kenne Leute, (Nachbarn) die gehen mehrmals wöchentlich zum Arzt, obwohl gesund. Man will die 10 € Praxisgebühr eben "ausnutzen", außerdem hat man Langeweile und nun etwas zu tun. Verseucht durch Apothekenumschau, Gesundheitssendungen etc. will man ja vorsorgen, und das kostet nichts, bis eben auf die erwähnte Praxisgebühr.....
- #7 19.03.2012 12:02 von
Eine Studie für das was man eh schon weis!
Wie immer. Und wie immer wird sich nichts ändern. Dabei wäre es so einfach - gleich der KFZ Versicherung etc. Je mehr Kosten man verursacht, um so höher die Beiträge.
- #8 19.03.2012 12:04 von
Jeder 4. hat Beschwerden OHNE organische Ursache
Zu bedenken ist, das im Schnitt jeder 4. !!! Patient beim Hausarzt Beschwerden schildert, die organisch auch nach Jahren nicht ausreichend erklärt werden können. Diese Gruppe sind i. d. R. sog. "high utilizer" im Gesundheitssystem. Die oft unzähligen Facharztkonsultationen mit Spezialdiagnostik liefern häufig fragliche "Nebenbefunde", die zur weiteren Verunsicherung und wiederum verstärkten Inanspruchnahme beitragen. Eine frühzeitige Erkennung psychischer und sozialer Einflussfaktoren sowie adäquate psychosomatische Mitbehandlung könnte zum einen die Symptome und Lebensqualität der Betroffenen bessern sowie eine Chronifizierung verhindern und dazu noch erhebliche Kosten i. F. v. von Überdiagnostik einsparen.
Da Hausärzte der ihnen zugedachten Vermittlerfunktion zur Integration der Einzelbefunde in ein Gesamtbild offensichtlich im Rahmen der bestehenden Strukturen nur eingeschränkt nachkommen können, ist m. E. an dieser Stelle der größte Handlungsbedarf, z. B. durch sog. "Fallmanager" (schlimmes Wort) wie in England, die als nicht in den Behandlungsprozess involvierte Mediziner die vorhandenen Befunde bewerten und geeignete Maßnahmen empfehlen könnten. Dazu braucht der "Fallmanager" allerdings ausreichend Zeit mit dem Pat., da eine befürchtete Stigmatisierung bei psychosozialen Problemen für die Betroffenen meist erst überwunden werden muss, sowie Gesprächsführungsfertigkeiten, welche im Medizinstudium kaum vermittelt werden. - #9 19.03.2012 12:05 von
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


