Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen

dapdArbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...822670,00.html
  1. #230

    Zitat von emmimann Beitrag anzeigen
    Ah super, Du meinst wenn die 1 Million kleinen Selbständigen die den großen die Preise kaputtmachen, durch die Zwangsrentenbeiträge pleite gehen, dann tut uns das auch gut.....Ja so kann man das sehen.
    Aber mir mißfällt das Prinzip der Politik, jedes jahr die Löcher mit was anderem zu stopfen, anstatt eine klare Strategie zu haben.
    ich bin auch für möglichst wenig Einmischung vom Staat - aber überlegen sie mal Sie zahlen für Ihre Angestellten 20% deren Einkommens in die Rentenkasse (ok 10% zahlen die selber).

    Sind Sie es sich dann nicht wert - sich zumindest annähernd so viel für sich zu gönnen?
    Und die die das vergessen haben und nicht wollen den wird das eben zwangsgegönnt!! - Manche müssen zu Ihrem Glück gezwungen werden
  2. #231

    Zitat von Halodri73 Beitrag anzeigen
    Viele Kleinunternehmer laufen in die "jetzt-Leben-Falle", einige andere verfallen dem "ich -muss-ALLES-re-investieren"-Irrglauben.

    Wer in seinem Businessplan die eigene Versorgung schlichtweg ausblendet, muss sich nach ein paar Jahren fragen lassen, ob der Laden wirtschaftlich ist. Wenn nein: Machen Sie was anderes!

    Das klingt hart und - ja, ich weiss aus eigener Erfahrung - ist es auch. Aber wer den Weg der Selbständigleit geht, bezahlt für seine unternehmerische Freieheit einen hohen Preis. Klappt es und man wird Reich, neiden es einem die Menschen. Klappt es nicht, steht man ohne Absicherung da.
    Aber das weiss man auch vorher!
    DIe ALternative sind h4, Berwerbungstrainig 1€ Job.
  3. #232

    Dr.

    Zitat von alexbln Beitrag anzeigen
    hat jemand sein geld in gold, silber, aktien oder was auch immer- pfui aber auch, das ist doch keine vorsorge für von der leyen.
    Na ist doch klar, da kann der Staat doch nicht so einfach ran!
  4. #233

    Sehr gut!

    Zitat von beobachter999 Beitrag anzeigen
    Da haben sie glaube ich nicht aufgepasst. Oder ihre Vorurteile hindern sie einfach.
    Wer Pleite gegangen ist muß nicht bestraft werden, der Schuldenturm wurde seit dem Mittelalter abgeschafft, es zählt auch nicht mehr als Sünde.
    Wer nun dennoch rumkrebst und der Solidargemeinschaft nicht auf der Taschle liegen will braucht dann nicht noch künstlich per Pfändung unbezahlbarer Beiträge in die neue Pleite getrieben zu werden. Ehrlich nicht.

    Glauben sie denn im Ernst einem von uns kleinen Selbstständigen wäre es nicht lieber mit Ruhe dem "Ruhestand" entgegensehen zu können? Und die paar denen die Solidargemeinschaft egal ist, die werden schon ein Schlupfloch finden. Denn meiner Erfahrung nach werden von solchen Gesetzen hauptsächlich die erwischt die eben nicht betrügen und sich "ausruhen" wollen. Aber die sind ja die besten Ziele!
    Ja, da haben Sie wirklich Recht! - Danke für Ihren Beitrag! Bravo!
  5. #234

    Zitat von pm40 Beitrag anzeigen
    .....mit eínem Verdienst <400€ sollten sich fragen ob sie aufs richtige Konzept gesetz haben. Vielleicht wäre die Aufgabe der "Selbständigkeit" und die Aufnahme einer vernünftig bezahlten Anstellung hier angebracht.
    Alle anderen Selbständigen, mit einem entsprechenden Gewinn, vor allem Bentleyfahrer mit einen frei verfügbaren Betrag <10€/Tag, werden sich das Einkommen wie immer schönrechnen um am Ende doch wieder nichts einzahlen zu müssen.
    Klar. Die Selbstständigkeit ermöglicht je nach Lage ja auch die Schwarzarbeit. Für einen guten Preis verzichten viele auf die Rechnung. So kann man das Einkommen offiziell klein halten und kommt in den Genuss kostenloser Versicherung etc. als Aufstocker.

    Menschen können - wenn es um das eigene Einkommen geht - ganz gut rechnen.
  6. #235

    Zitat von wll Beitrag anzeigen
    Man sich ja ausdrücklich auch in der gesetzlichen Rentenversicherung versichern - für Millionen abhängig Beschäftigte ist die ja auch gut genug.

    Und was Gold, Silber und Aktien angeht: wenn da die Blase platzt oder das betreffende Unternehmen insolvent würde, wäre die Altersvorsorge weg - ohne jede Absicherung. Der Gesetzgeber legt hier also zu Recht hohe Maßstäbe an die Werthaltigkeit der jeweiligen Vorsorgeform.
    und die werthaltigkeit soll eine versicherung sein-sie machen witze???
  7. #236

    Zitat von wll Beitrag anzeigen
    Wer so wenig Geld verdient, daß er nicht einmal 3600,- EUR p. a. für die Altersvorsorge - die übrigens steuerlich absetzbar ist - aufbringen kann, dürfte auch nur sehr wenig Steuereinnahmen generieren.

    Zudem haben sie völlig richtig angemerkt, daß es sich hierbei oft um Angestelltenoutsourcing, also Scheinselbstständigkeit handelt. Wenn diesem Mißbrauch, wenn auch indirekt, jetzt endlich ein Riegel vorgeschoben wird, ist das nur zu begrüßen. Hier wird lediglich mit Sozialdumping der Unternehmerprofit maximiert - zu Lasten der Allgemeinheit. Denn die darf später im Alter für die Grundsicherung mangels eigener Altersvorsorge aufkommen. Völlig zu Recht kann sich ein abhängig Beschäftigter ja auch nicht aussuchen, ob er Sozialversicherungsbeiträge entrichten will oder nicht.

    Ein selbstständig Beschäftigter muß in meinen Augen zwingend eine eigene Altersvorsorge auf dem Niveau der Grundsicherung sowie Unfall- und Krankenversicherungsschutz haben. Ist dies durch die ausgeübte Tätigkeit nicht finanzierbar, dann hat diese IMHO auch keine Existenzberechtigung, da sie die existenziellen Risiken einseitig der Allgemeinheit aufbürdet und durch dieses Sozialdumping tendenziell "ehrlich wirtschaftende" Marktteilnehmer verdrängt werden.
    also gleich h4 und transferliestung.
  8. #237

    Weisheit mit dem Löffel!

    Zitat von u.loose Beitrag anzeigen
    Wer Selbstständig sein will, muss einen Plan haben, wie er diese Selbstständigkeit für sein Leben bis zum Ableben gestalten will. Reicht die Geschäftsidee nicht für alles, ist das keine Selbstständigkeit, sondern schlicht ein Leben auf Pump. Derjenige ist eben NICHT Selbstständig!!

    Genau genommen ist Mutti Ursulas Vorhaben nicht für Selbstständige gedacht, sondern für Leute die glauben selbstständig zu sein und im täglichen Leben das verrauchen, was für später zurückgelegt werden sollte.
    Wo haben Sie denn diese geistigen Ergüsse her?

    Nach Ihrer "Logik" war dann Hr. Holzmann nicht selbständig. Hr. Schlecker auch nicht! (Ich glaube sogar, die waren/sind beide Nichtraucher!)

    Wäre toll, wenn Sie nicht wieder so ein krudes Zeug von gäben.
  9. #238

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    ...Sogar die 400 Euro Minijobber zahlen Rentenbeiträge...
    Das tun nicht die Minijobber, sondern ihre Arbeitgeber. Ein 400-Euro-Job kostet den AG also ca. 520 Euro.
  10. #239

    Kann mich mal

    Zitat von Frans-Daniel Beitrag anzeigen
    Und ich will die Wahl, auch wenn es bedeuten kann dass ich mal später darben muss.
    Ich will mit diesem Staat (oder auch mit jedem anderen) so wenig zu tun haben, wie's nur geht. Nicht zuletzt auch aus diesem Grund bin ich mein Leben lang selbständig, freiberuflich, free lancer. Ich zahle Steuern, sonst nichts.

    Für mein Vermögen, auch das im Alter, bin ich selbst verantwortlich, möchte das auch bleiben und habe ich, zur Beruhigung der Lain, bereits ordentlich vorgesorgt.

    Und ich bin mobil. Wenn ich in noch irgendein Abzocksystem gezwungen werde, wo ich zum zwangssolidarischen Einzahlertrottel gestempelt werden soll, dann bin ich einfach weg. Es gibt auch andere schöne Länder, die meisten davon sogar mit besserem Wetter.