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Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen

dapdArbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...822670,00.html
  1. #10

    wie einfach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

    Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    ich glaube das problem liegt woanders...zunächst müssen wir solche Leute wie Wulff bis ans Lebensende durchfüttern, zum anderen haben wir noch sämtliche Beamten der damaligen Post/Telekom/Bahn, die auch durchgefüttet werden wollen, dann kommt die DDR, die das Rentesystem übernehmen musste.....da macht die Dame es sich ein bischen zu einfach.
    Fatal ist, meine Mutter ist vor kurzem in Rente gegangen und hat 40 Jahre ununterbrochen gearbeitet (Bauleitung), regeläßig Rente eingezahlt und bekommt ca. 800 €. Wo bleibt das Geld eigentlich? Mir kommt es vor, dass es zweckentfremdet wird, kurz Diebstahl. Es bleiben doch viele Beiträge hängen, die vorzeitig aus dem leben ausscheiden, Kranke, Raucher, Drogis, Alkis, Verkehrsunfälle, Naturkatastrophen etc. Bei denen sollte sich die Dame erstmal bedanken, gell.
    Das wird ja noch was werden alt zu werden..........
  2. #11

    Der wichtigste Satz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

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    lautet:
    Die Versicherungsansprüche dürfe nur "nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein".
    Das ist die größte Horrorvorstellung der Politik. Ein Bürger hat die Frechheit über mehr als eine Monatsrente Barschaft zu verfügen. Wo bleibt da der "fürsorglich vorsorgende Umverteilungs Sozialstaat"?

    Im Übrigen kommt diese läppische Vorstellung zur Unzeit: Da pumpt die EZB eine Billion Euro für 1% Zinsen in den Markt und man soll "Versicherungen" abschließen, die kaum die Hälfte der Inflationsrate erwirtschaften können und am Ende folgt dann die Nachgelagerte Besteuerung eben der Inflationsrate....

    Wo bleibt die selbstverantwortliche Vorsorge z.B. in Aktien, Firmenbeteiligungen? Wie zu erwarten - ein weiterer riesen Schritt in Richtiung real existierender Sozialismus.


    Ulrich
  3. #12

    Überrascht mich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

    Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das bedeutet gravierende Umwälzungen bei Kleinselbständigen. Denn die Leben bis jetzt oft genau von den 350 EUR, die sie dann für die Rente einzahlen müssen.
    Daß das bisherige System, nämlich günstige Preise für Kunden anzubieten, zu Lasten der Alterssicherheit ging, ist von jeher ein Skandal gewesen, keine Frage. Mich wundert aber nur, daß gerade vDL jetzt so einen Vorschlag bringt, denn die Freiheit, bisher nichts in die Rentenkasse einzahlen zu müssen, spielt in der selben Liga, wie Hartz4-Aufstockung, nämlich unter dem Motto "Arbeit über alles". Extrem niedrige Arbeitskosten zu ermöglichen, deren Folgen der Staat, quasi die Solidargemeinschaft, dann mit der Grundsicherung im Alter bezahlen darf/durfte.

    Aber warten wir's ab, sie wird wahrscheinlich bald von der CDU-Mittelstandsvereinigung zurückgepfiffen werden, die untragbar höhere Kosten für die Wirtschaft befürchten werden.
  4. #13

    Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn

    Jahrzehntelang funktionierte - im Großen und Ganzen - dass der Betrieb die Altersvorsorge darstellte. Aus dem, was der Nachfolger bezahlte, konnte so etwas wie eine eigene Rente dargestellt werden.
    Aber viele neue Selbständige haben keinen Betrieb, der einen Wert darstellen würde und viele Betriebe werden, wegen der Demografiefalle, keinen Nachfolger finden, der genügend Geld für das Unternehmen zu zahlen bereit ist.

    Da auch die selbstgenutzte Immobilie, in den meisten Regionen des Landes, schon seit 20 Jahren nicht mehr im Wert steigt, scheidet auch diese als nennenswertes Standbein der Altersvorsorge aus.
    Also bleibt auch Selbständigen vielfach nichts Anderes mehr übrig, als ihr Heil in einer kollektiven Vorsorge zu suchen. auch wenn sie das selbst nicht wahrhaben wollen - dann hilft nur moderater Zwang. Insofern ausnahmsweise mal etwas Richtiges aus dem Stall von v.d.Leyen.

    Aber das Hauptproblem bleibt ungelöst - und das ist die völlig unzureichende Absicherung bei Erwerbslosigkeit, insbesondere aus Gesundheitsgründen. Dann droht nicht nur Altersarmut ab 67, sondern bitteres Elend, auch gerne 30 Jahre früher und nicht nur für Selbständige, sondern auch für Arbeitnehmer. An dieser Ecke sind die staatlichen Vorsorgesysteme noch völlig unzureichend. Warum geht sie da nicht ran?

    Wenn ich, nach dem Bandscheibenschaden, ab 40 auf Hartz-IV bin, ist es letztlich auch egal, ob die Rente Hartz-IV oder Grundsicherung heißt. Aber gerade hierin liegt die Armutsfalle!
  5. #14

    .

    Zitat von grana Beitrag anzeigen
    sollen in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.
    Das wär eine Meldung.
    Warum sollte überhaupt jemand in dieses zum Scheitern verurteilte System gezwungen werden?
  6. #15

    In einfachen Worten..

    Zitat von Bono Beau Beitrag anzeigen
    Ich weiss ja nicht, Frau von der Leyarbeit, ob Sie's schon wußten: es gibt eine hohe Zahl sog. Selbstständiger, die für 7,50 Euro bis 9 Euro z.B. in Callcentern knechten, aber auch in der Werbung, Journalismus etc. Warum? Weil sie's müssen. Die verdienen zwar über 400 Euro, aber wovon sollten die bitte 400, 500 Euro zahlen?

    Wir brauchen: Mindestlohn, Bürgerversicherung und Grundeinkommen. Ausserhalb dieser "Sozial-Troika" bekommen wir den Wildwuchs asozialer Geschäftemacherei nicht in den Griff.

    Verschlimmbesserungen Leyarbeitscher Art - weil: schlimmer geht immer!
    Sie wollen den "demokratischen Sozialismus" ersatzweise das System überwinden, oder ganz einfach die DDR wieder haben....
  7. #16

    Zitat von beobachter999 Beitrag anzeigen
    Man tut ja gerade so als ob jeder Selbstsändige ein Großverdiender wäre und aus Jux und Dollerei auf die Altersarmut hinarbeiten würde.
    Wir leben in Deutschland. Da gelten andere Maßstäbe. Und die Behörden und Ministerien denken da auch anders.

    1. Wenn man selbständig ist, hat man automatisch Geld auf dem Konto.
    2. Wenn man kein Geld hat, kann man eben nicht selbständig sein.

    Letztens war der Gregor, der Gysi im TV zu sehen. Er forderte, dass alle Einkommen/Gewinne zur Beitragspflicht für z.B. die Krankenkasse herangezogen wären. Das Ergebnis wäre, dass die Krankenversichungsbeiträge für alle auf irgendwas mit 5% sinken würden. Ähnliches würde dann sicherlich auch mit den Rentenbeiträgen passieren.
    Ich hätte kein Problem 10, 12% eines Gewinnes in entsprechende Versicherungen einzuzahlen. Nur das wäre sozial gerecht. Aber die, die richtig viel verdienen, haben damit ein Problem.
    Allerdings ist das ja ein Vorschlag von den Linken, das können die schwarzen auf keinen Fall umsetzen, weil es ist ja ein Vorschlag von den ganz, ganz linken. Das geht nicht, auch wenn es 'ne gute Idee ist.

    "Ich bin daher für Mindestbeiträge auch für Selbständige!". Das killt gleich 'ne ganze Menge an Konkurrenz. Wenn viele, derer, die auf niedriger Basis selbständig sind, sich die Selbständigkeit nicht mehr leisten können, verbessert das die Situation derer, die sowieso schon besser aufgestellt sind.
    Aber vieleicht fällt den Regierenden ja noch ein, dass das eventuell bis mit Sicherheit die Anzahl an gemeldeten Arbeitslosen und Hartz4-Empfängern erhöht. Das verschlechtert die Statistik und die Umfragewerte - huuuuuu.
  8. #17

    .

    Zitat von larry_lustig Beitrag anzeigen
    Dann sollen bitte auch alle MdL, MdB, MdE dazu verpflichtet werden in die Rentenversicherung einzuzahlen und nicht einen Versorgungsanspruch in unverschämter Höhe an den Staat oder das Land zu haben.
    Und wo wir gerade dabei sind: Alle Beamten sollten zwangsweise der gesetzlichen Krankenversicherung beitreten und das Versorgungswerk sollte abgeschafft werden.
  9. #18

    pleite der Kleinunternehmer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

    Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    das wäre eine Verordnung zur pleite der Kleinunternehmer. wenn ich damals das zahlen hätte müssen, wo ich zeitweilig sogar keine Krankenversicherung hatte weil zu teuer und mit Zahnlücken rumlief während die Kassenpatienten noch schnell eine rundumrenovierung machten, dann wäre mir zum leben nichts mehr geblieben. noch nicht mal das geld für die "kugel".
    Und hätte es nicht den Hype um die Start-up Unternehmen so um die 2000 gegeben wäre ich heute nicht nicht sozialversicherungsmäßig angestellt.
    Ich war halt lieber selbständig für wenig geld tätig als arbeitslos gemeldet im Schoß der Allgemeinheit. für alle die so denken, die dürften dann in Zukunft alle sich bei der arbeitsagentur melden, wenn die nicht wieder programme haben um arbeitslose in die Selbständigkeit zu schicken.
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

    Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Grundsätzlich ist das richtig, da sonst die Allgemeinheit für die Kosten von Grundsicherung, Krankenfürsorge und Pflegeheim der ehemaligen Selbstständigen aufkommen muss.


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