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Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen

dapdArbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...822670,00.html
  1. #150

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    Zitat von Fünfeinhalb Beitrag anzeigen
    Dann muss die Allgemeinheit nicht nur im Rentenalter für das von Schröder verbockte staatlich gewünschte Angestelltenoutsourcing löhnen,
    sondern jetzt dann auch noch vorher, weil die ehemaligen Kleinunternehmer keine Steuern mehr bezahlen können, ihr Geschäft aufgeben müssen und staatlich versorgt werden müssen.
    Der von der Leynsche "Fortschritt" ist wirklich atemberaubend!
    Wer so wenig Geld verdient, daß er nicht einmal 3600,- EUR p. a. für die Altersvorsorge - die übrigens steuerlich absetzbar ist - aufbringen kann, dürfte auch nur sehr wenig Steuereinnahmen generieren.

    Zudem haben sie völlig richtig angemerkt, daß es sich hierbei oft um Angestelltenoutsourcing, also Scheinselbstständigkeit handelt. Wenn diesem Mißbrauch, wenn auch indirekt, jetzt endlich ein Riegel vorgeschoben wird, ist das nur zu begrüßen. Hier wird lediglich mit Sozialdumping der Unternehmerprofit maximiert - zu Lasten der Allgemeinheit. Denn die darf später im Alter für die Grundsicherung mangels eigener Altersvorsorge aufkommen. Völlig zu Recht kann sich ein abhängig Beschäftigter ja auch nicht aussuchen, ob er Sozialversicherungsbeiträge entrichten will oder nicht.

    Ein selbstständig Beschäftigter muß in meinen Augen zwingend eine eigene Altersvorsorge auf dem Niveau der Grundsicherung sowie Unfall- und Krankenversicherungsschutz haben. Ist dies durch die ausgeübte Tätigkeit nicht finanzierbar, dann hat diese IMHO auch keine Existenzberechtigung, da sie die existenziellen Risiken einseitig der Allgemeinheit aufbürdet und durch dieses Sozialdumping tendenziell "ehrlich wirtschaftende" Marktteilnehmer verdrängt werden.
  2. #151

    Zitat von carlinhos Beitrag anzeigen
    Daraufhin erklärte mir der sehr freundliche junge Mann am Ende der Leitung, dass er mir das nicht raten würde und rechnetet mir kurz vor [...]
    Exakt das gleiche Gespräch hatte ich schon vor mehr als zehn Jahren.
    Auch mir konnte der freundliche Herr nur empfehlen, nicht in die GRV einzuzahlen.

    Und sind wir mal ehrlich: jeder, der hier fordert, dass die Selbstständigen in die gesetzliche RV einzahlen sollen weiß auch genau das und möchte nur nicht der einzige dumme sein, der das tun muss.
  3. #152

    Zitat von emmimann Beitrag anzeigen
    Schreiben aber nix wissen. Ein 400 EURO Jobber zahlt gar nix in die Rentenversicherung, das muss der Arbeitgeber alleine zahlen!!
    Aha, und wer erwirtschaftet diesen Betrag oder verschenkt der Arbeitgeber seinen Anteil an den Sozialversicherungsbeiträgen?
  4. #153

    Die Lobbyisten lassen die Sektkorken knallen

    Und wieder ein neues Gesetz, das dem Steuerzahler zusätzliche Verwaltungskosten aufbürdet und dessen Hauptzweck es ist, reichlich Geld in die Kassen der Lobbyisten - hier der Versicherer - zu spülen.
  5. #154

    Ein Geniestreich

    Zitat von Fünfeinhalb Beitrag anzeigen
    Ein echtes Rechengenie, diese Dame:
    Somit zwingt sie alle Kleinstunternehmer, die sich momentan die Rentenversicherung nicht leisten können dazu, Hartz 4 zu beziehen.
    Dann muss die Allgemeinheit nicht nur im Rentenalter für das von Schröder verbockte staatlich gewünschte Angestelltenoutsourcing löhnen,
    sondern jetzt dann auch noch vorher, weil die ehemaligen Kleinunternehmer keine Steuern mehr bezahlen können, ihr Geschäft aufgeben müssen und staatlich versorgt werden müssen.

    Der von der Leynsche "Fortschritt" ist wirklich atemberaubend!
    Nichts anderes wird damit in der Konsequenz bewirkt, so ist es.
    Das Stichwort: Wechselwirkungen scheint hier ein Fremdwort zu sein.
  6. #155

    Ein Vorschlag

    - Bürgerversicherung auf Basis der Grundrente für jeden Erwerbstätigen
    - Eine verpflichtende Berufsunfähigkeitsrente für alle Erwerbstätigen in Höhe der Grundrenten OHNE Risikoprüfung, Alterstaffelung und Risikoselekton nach Berufsgruppen
    - Beibehaltung des aktuellen Arbeitgeberanteils

    - Ein zertifiziertes Produkt ähnlich Rürup bei 100% steuer- und sozialversicherungsfreiheit auf die gezahlten Beiträge
    Die Kosten - und genau das ist das Problem bei Rürup, Riester und Co - müssen auf max. 1,5% Gesamtkosten gesetzlich begrenzt sein.
  7. #156

    Richtig-dann auch für Beamte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

    Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Versorgten und Privilegierten sollen sich selbst an die Nase packen und eine Riesterrente zur Altersvorsorge finanzieren. Dann merken sie sehr schnell, dass sie davon am Ende nix haben, weil die Bank oder Versicherung der größte Nutznießer ist....
  8. #157

    endlich eine

    Zitat von emmimann Beitrag anzeigen
    Na in die Scheinselbständigkeit hat der Staat sie doch noch vor ein paar Jahren getrieben. Nachdenken hilft manchmal, nur manchmal.....
    vernünftige Idee! Frau von der Leyen hat's kapiert! Wenn es im Alter für alle Menschen eine "Hilfszuwendung" geben soll, dann müssen auch alle frühzeitig dafür sorgen, dass sie im Alter nicht ohne Versorgung dastehen. Wie viel Selbständige, sind schon schuldlos pleite gegangen! Oder aus anderen Gründen an den Armutsrand gekommen. ABER! Warum sollen die Arbeitnehmerinnen und Arbeiter, die vormals Selbständigen jetzt mit "IHREM ANGESPARTEN – Pensions- oder Rentenguthaben" unterstützen? Jeder weiß doch! Dass es jeden "treffen" kann! Also muss auch jeder! für sein "Alter" Vorsorge treffen!
  9. #158

    Selbständigensozialkasse

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

    Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    nach dem Modell der Künstlersozialkasse wäre einfacher, da der Beitrag entsprechend der Einnahmen festgelegt würde.
    Es spricht nichts dagegen die Rentenversicherung für abhängig Beschäftigte mit Steuerermitteln aufzustocken um Beitrag und Leistung für alle Angestellten ( einschließlich Beamte und Politiker ) gleich zu gestalten ( Rente = Pension = Ehrensold ).
  10. #159

    Billiglohnland Deutschland

    Liebe Frau Von der Leyen,

    wenn Sie dafür sorgen, dass dieses Land in diversen Branchen nicht immer mehr zum Billiglohnland wird, dann bin ich gern bereit mehr Geld für meinen Altersabend auf die Seite zu schaffen!
    Tatsache ist, dass es in vielen Bereichen, Ressorts und Branchen nur noch darum geht, wer welche Arbeit am billigsten macht.
    Berufserfahrung, Qualifikation und Kompetenz spielen in vielen Bereichen immer weniger eine Rolle; solange nichts passiert, freut es auch nur die Controller, dass sie wieder mal soundsoviel sparen konnten bei diesem oder jenem Projekt.

    Als Familienvater fragt man sich auch wo das wohl noch so hinführen wird. Natürlich, wenn ich ein so stolzes Ministersalär wie Sie beziehen würde, dann könnte ich mir auch mehr Kinder leisten - was ich gerne würde, aber zwei abgeschlossene Studien scheinen in der heutigen Zeit nicht mehr zu reichen - billig muss man sein!

    Das verhält sich so wie der Öffentliche Dienst. Alles wurde an die freie Wirtschaft angegliechen - außer die Gehälter, die sind so geblieben, wie man das eben vom Öffentlichen Dienst erwartet.
    Das die Arbeitsleistung gestiegen ist, die Anforderungen, die Verantwortung, all das wird natürlich in der Hyrachie nach oben gern übersehen. Jeder ist sich selbst der Nächste und so wie die Wahrnehmung der eigenen Position mit den höheren Position, die man erklimmt, immer mehr zweierlei Maß entspricht, so entspricht auch ihr toller populistischer Vorschalg nicht der Realität - leider.

    Aber wenn ihr Parteigenosse Wulff einen "Ehrensold" als ganz verständlich bekommt und auch, ohne Scham annimmt, dann sollten z.b. Menschen im öffentlichen Dienst pauschal monatlich 500€uro netto mehr verdienen - die tun nämlich was für ihr Geld und halten diese Gesellschaft am laufen, im Gegensatz zu ihrer Kaste. Das ist nicht beleidigend gemeint, auch wenn es sich so liest, es ist schlicht Fakt und Realität.

    Wenn wir also bei 500€uro mehr angekommen sind bei den Menschen, die etwas tun für ihr Geld und diese Gesellschaft wirklich noch am laufen halten - Polizei, Feuerwehr, Krankenhauspersonal etc. - dann können wir gern ernsthaft über ihre "Idee" nachdenken.

    Wenn dann nicht mehr die Mentalität "Hauptsache billig" herrschat und auch noch andere Bereiche der deutschen Gesellschaft wieder das Geld verdienen, das ihnen zusteht und auch ein Zeichen des Respekt vor ihrer Arbeit darstellt, dann können wir gern über 300€, 400€, 500€ im Monat reden, die ich gern auf die Seite lege.

    Im Moment bin ich froh, dass wir unsere Miete bezahlen können, was zum Essen haben und unserem Kind eine schöne Kindheit bieten können - obwohl auch meine Frau ein abgeschlossenes Studium hat.
    Wenn wir natürlich noch Von und Zu heißen würden und einer unserer Eltern schon in der CDU gewesen wäre, dann hätte dies wohl alles anders ausgesehen - hat es aber nicht.

    Also bitte unterlassen sie diesen Populismus, wenn sie von der Realität da draußen keine, aber überhautp keine Ahnung haben und ihre Berater wohl auch nur durch "Erbrecht" auf ihre Position gekommen sind.

    Hochachtungsvoll








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