Wer so wenig Geld verdient, daß er nicht einmal 3600,- EUR p. a. für die Altersvorsorge - die übrigens steuerlich absetzbar ist - aufbringen kann, dürfte auch nur sehr wenig Steuereinnahmen generieren.
Zudem haben sie völlig richtig angemerkt, daß es sich hierbei oft um Angestelltenoutsourcing, also Scheinselbstständigkeit handelt. Wenn diesem Mißbrauch, wenn auch indirekt, jetzt endlich ein Riegel vorgeschoben wird, ist das nur zu begrüßen. Hier wird lediglich mit Sozialdumping der Unternehmerprofit maximiert - zu Lasten der Allgemeinheit. Denn die darf später im Alter für die Grundsicherung mangels eigener Altersvorsorge aufkommen. Völlig zu Recht kann sich ein abhängig Beschäftigter ja auch nicht aussuchen, ob er Sozialversicherungsbeiträge entrichten will oder nicht.
Ein selbstständig Beschäftigter muß in meinen Augen zwingend eine eigene Altersvorsorge auf dem Niveau der Grundsicherung sowie Unfall- und Krankenversicherungsschutz haben. Ist dies durch die ausgeübte Tätigkeit nicht finanzierbar, dann hat diese IMHO auch keine Existenzberechtigung, da sie die existenziellen Risiken einseitig der Allgemeinheit aufbürdet und durch dieses Sozialdumping tendenziell "ehrlich wirtschaftende" Marktteilnehmer verdrängt werden.

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